Wii: Nintendos Spielerevolution

Sony und Microsoft liefern sich mit ihren beiden Next-Generation-Konsolen Playstation 3 und XBox 360 einen harten Kampf um die beste Hardware. Nintendo hat sich gesagt, da spiele ich nicht mit und eine Konsole entwickelt, die zwar keine hochauflösenden Grafiken und neuartige Speichermedien verwendet, dafür aber das Spielgefühl revolutioniert und selbst Menschen zum spielen bewegt, die bisher nichts mit Konsolen zu tun hatten. Die neue Wunderwaffe hört auf den Namen Wii. Am 08.12.2006 war es dann soweit, die neue Nintendo-Konsole Wii hatte in Deutschland verkaufsstart.

DIE TECHNIK:

Ausgestattet mit einer PowerPC CPU, die auf den Codenamen „Broadway“ hört und der Grafikkarte „Hollywood“ von ATI, zaubert der neue Wunderkasten Grafiken auf die Bildschirm, die sich auf dem Niveau des GameCube, Nintendos Vorgängerkonsole, bewegen. Grafisch kann die Wii somit in keinem Fall mit den High-End-Konsolen aus dem Hause Microsoft und Sony mithalten, dass war von den Super Mario-Machern, aber auch nie gewollt.

Vielmehr will man dem Spielern ein völlig neues Spielgefühl bietet und das gelingt. Die Steuereinheit der Wii, die sogenannte Wiimote, ist bewegungssensitiv. Dadurch lässt sich das Gamepad zum Beispiel wie ein Lenkrad einsetzen. Das der Konsole beiliegende Spiel „Wii Sports“ beweist eindrucksvoll, wie gut die Technik funktioniert. Ob man nun beim Tennis die Wiimote wie einen Tennisschläger einsetzt oder fast wie in der Realität Bowling spielt, mit der Wiimote erlebt man eine neue Art des Spielens. Passiv vor dem Fernseher sitzen war gestern, mit Nintendos Wii spielt man aktiv.

Des Weiteren ist die Konsole mit einem WLAN-Adapter ausgestattet der es ermöglicht sich mit dem Internet zu verbinden um zum Beispiel die Onlinefunktion von Spielen zu nutzen oder sowie Kontakt mit anderen Spielern aufzunehmen. Zudem ist die Konsole mit einem 512 MB großen Flashspeicher ausgestattet, was herkömmliche Memorycards unnötig macht. Wer mehr Speicher benötigt kann eine normale SD-Karte in die Konsole einschieben.

Abwärtskompatibel ist die Wii ebenfalls. Sie spielt alle GameCube-Spiele ab, hat 2 Slots für die Memorycards des Würfels und vier Anschlüsse für die benötigten Controller.

DAS AUSSEHEN:

Nintendo hat es geschafft mit der Wii eine äußerst edle Konsole auf den Markt zu bringen. In schlichten weiß passt sie gut in fast jedes Wohnzimmer und mach gerade hochkant aufgestellt einen edlen Eindruck. Die exakten Maße der Wii lauten 157mm x 215.4mm x 44mm, woran man erkennen kann, dass die Konsole sehr kompakt gehalten ist. Man kann sagen, dass Nintendo eine schlichte, aber schicke Konsole geschaffen hat.

Auch der Controller, samt sogenanntem Nunchuk sieht gut aus. Wie die Konsole sind auch diese in weiß. Die Wiimote erinnert dabei von der Form an einen etwas dickeren Controller aus den alten NES-Zeiten und liegt gut in der Hand. Das Nunchuck ist ein wenig schwer zu beschreiben. Es hat eine leicht rundliche Form und einen Analogstick zur Steuerung. Wie die Wiimote liegt es gut in der Hand.

DER PREIS:

Die unverbindliche Preisempfehlung für eine Wii liegt bei 249 €. Dieser Preis wird sich mit Sicherheit noch einige Zeit halten.

DER LIEFERUMFANG:

Eine wichtige Frage ist die nach dem Lieferumfang. Investiert man in eine Wii bekommt man folgende Komponenten:

– 1 Wii-Konsole
– 1 Wii-Standfuß
– 1 Wiimote
– 1 Nunchuk
– 1 Sensorleiste
– 1 Stromkabel
– 1 AV-Kabel
– 1 Scart-Adapter
– 2 AA Batterien (werden für Wiimote benötigt)
– Klebestreifen um die Sensorleiste zu befestigen
–mehrsprachige Bedienungsanleitung
– Wii Sports (Spiel mit fünf verschiedenen Sportarten)

Da das Spiel „Wii Sports“ mitgeliefert wird, kann man direkt loslegen zu spielen. Ein feiner Zug von Nintendo, vor allem wenn man bedenkt, dass die meisten Spiele um die 50 € kosten. Zumal kann solch eine Beigabe den Erfolg einer Konsole mitbestimmen, wie Nintendo seinerzeit mit dem GameBoy bewiesen hat, dem der Puzzleklassiker Tetris beilag.

INBETRIEBNAHME:

Die Inbetriebnahme der Konsole ist kinderleicht. Jeder Stecker passt nur an einen Platz und man kann eigentlich gar nichts falsch machen. Wer schon einmal eine Konsole besessen hat, wird noch nicht einmal in die Bedienungsanleitung schauen müssen um zu verstehen was wo hingehört. Wer auf die Bedienungsanleitung angewiesen braucht sich allerdings keine Sorge zu machen, dieser erklärt in Text und Bild wie man die Konsole anschließen muss.

Nach dem ersten einschalten, muss die Konsole initialisiert werden und einige Grundeinstellungen vorgenommen werden. So muss man zum Beispiel festlegen, wo sich die Sensorleiste zur Bewegungserkennung befindet oder die Zeit muss eingestellt werden. Die einzelnen Schritte sind selbsterklärend, bei Fragen hilft das Handbuch.

DIE BENUTZEROBERFLÄCHE:

Schaltet man die die Konsole ein, gelang man automatisch in Hauptmenü, hier gibt es verschiedene Auswahlmöglichkeiten, die sogenannten Channels. Die Channels im Einzelnen:

Disc-Kanal:

Von hier aus startet man die Wii und GameCube-Spiele.

Mii-Kanal:

Ein Mii ist dein virtuelles ich. In manchen Spielen wie zum Beispiel „Wii Sport“ taucht der Mii auf und verkörpert den Spieler. Im Mii-Kanal hast man die Möglichkeit einen eigenen Mii zu erstellen. Auch die anderen Mitspieler können sich hier einen Mii erstellen. Diesen kann man sogar über das Internet an andere Wii-Konsolen verschicken.

Fotokanal:

Mit dem Fotokanal wird die Wii zum Fotoalbum. Hier kannst man sich Fotos die auf einer SD-Karte gespeichert sind auf dem Fernseher ansehen, bearbeiten und verschicken.

Wii-Shop-Kanal:

Der Wii-Shop-Kanal dient dazu sich neue Inhalte für die Wii runterzuladen. Hier kann man sich zum Beispiel Spiele für die „Virtual Console“ zulegen. Bei der „Virtual Console“ handelt es sich um die Möglichkeit auf der Wii auch die Klassiker vergangener Konsolengenerationen zu spielen. Angefangen beim NES gibt es hier zu allen Nintendo-Konsolen die passenden Spiele. Zum spielen der meisten Titel aus der „Virtual Console“ wird allerdings ein Classic-Controller benötigt, der extra erworben werden muss. Bezahlt werden die Spiele der „Virtual Console“ mit „Wii Points“. Die kauft man entweder per Kreditkarte oder man kauft sich im Laden „Wii Point Cards“ mit einer festen Anzahl Punkten. Außerdem werden Spiele von Drittanbieter angeboten. Im Shop-Kanal kann man sich auch einen Internetbrowser downloaden.

Wetterkanal:

Ist die Wii mit dem Internet verbunden, kann man über den Wetterkanal immer die neuesten Wetterinformationen abrufen.

Nachrichtenkanal:

Der Nachrichtenkanal ist zwar bereits im Menü verfügbar, momentan aber noch nicht im Einsatz. Hier soll man in Zukunft die neuesten Nachrichten aus aller Welt präsentiert bekommen. Eine Verbindung zum Internet ist hierfür Voraussetzung.

Wii-Pinnwand:

Die Wii-Pinnwand ist die Kommunikationsplattform der Wii. Hier kann man sich gegenseitig Nachrichten hinterlassen oder Nachrichten an andere Wii-Konsolen verschicken. Dafür muss man allerdings die Adresse der anderen Wii kennen, die in Form einer Wii-Nummer vorliegt. Wo genau man die Nummer seiner Wii findet steht im Handbuch beschrieben.

SPIELEN:

Wie bereits geschrieben revolutioniert Nintendo das Spielgefühl. Bereits nach einer sehr kurzen Eingewöhnungszeit geht der Umgang mit dem bewegungssensitiven Controller gut von der Hand. Bereits das mitgelieferte Spiel „Wii Sports“ beweist, welche Möglichkeiten der neue Controller bietet. Tennisspielen fast wie auf dem Platz, Bowlen wie in der Bowlinghalle oder Golf spielen. Die Bewegungsabläufe sind intuitiv und die Bewegungserkennung funktioniert prima. Spiele wie der Egoshooter „Red Steel“ zeigen, dass die neue Art zu spielen nicht nur im Sportgenre funktioniert und so fühlt man sich bei „Red Steel“ durch die neue Steuerung tiefer im Geschehen, als es auf dem PC mit Maus und Tastatur der Fall ist. Eins steht auf jeden Fall fest: Wii spielen macht mächtig Spaß.

DAS ZUBEHÖR:

Nintendo bietet eine Vielzahl von Zubehör an. Für Mehrspielerpartien unabdingbar ist dabei eine zweite Wiimote. Leider wird die Steuereinheit ohne Nunchuk geliefert, welches separat gekauft werden muss. Ein weiteres Steuergerät ist der Classic Controller, dieser wird für viele Titel der „Virtual Console“ benötigt, da diese nicht mit der Wiimote steuerbar sind. Für reine Wii-Spiele-Spieler ist dieses Zubehör also kein muss.

Hier noch weiteres Zubehör in einer Auflistung:

– Wii-Video-Komponentenkabel
-Wii-RGB-Kabel
– Wii-Points-Card
-Wii-LAN-Adapter

FAZIT:

Für nur 249 € bekommt man mit der Wii eine riesige Spaßmaschine. Die bewegungssensitiven Controller bieten ein völlig neues Spielgefühl und bringen selbst Konsolenmuffel zum spielen. Da „Wii Sports“ der Konsole direkt bei liegt, kann man direkt mit dem spielen loslegen. Nintendos Wii sieht nicht nur schick aus, sondern macht wirklich was her. Hier kann die Empfehlung nur kaufen lauten!

Wer sich nun eine Wii kauft und mit mir über diese in Kontakt treten möchte, kann meinen Wii-Code gerne bei mir erfragen.

Weitere Informationen zum Thema Wii liefert die Webseite wii.nintendo.de

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3 Antworten

  1. Halil sagt:

    wie kann man den Lan Adapter anschliessen. Ich habe Probleme beim anschliessen und der Bedienungsanleitung ist eben auf englisch

    [Gnislew: Leider weiß ich auch nicht so genau wie man den LAN-Adapter anschließt. Meine Wii geht über WLAN ins Netz]

  1. 23. März 2007

    […] sich Nintendos schicke neue Konsole Wii gekauft hat, will sicher bald auch in den Genuss von Mehrspielerpartien kommen. Also muss eine […]

  2. 16. Dezember 2007

    […] alle Käufer der neuen Konsole Wii hat sich Nintendo etwas ganz besonderes einfallen lassen. Für 250 € gibt es nicht nur die […]

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