Wii Sports: Das Wohnzimmer als Sportarena

Für alle Käufer der neuen Konsole Wii hat sich Nintendo etwas ganz besonderes einfallen lassen. Für 250 € gibt es nicht nur die fesche Konsole samt Zubehör, sondern das Spiel „Wii Sports“ gratis dazu.

[INHALT]

Mit „Wii Sports“ hält der Käufer einer Wii eine Sportspielsammlung in den Händen. Geboten werden insgesamt fünf Sportarten, ein Trainingsmodus und ein Fitnessmodus. Die Sportarten gliedern sich in Tennis, Baseball, Bowling, Golf und Boxen.

Alle Sportarten sind sowohl alleine als auch im Mehrspielermodus spielbar. Beim Baseball und beim Boxen können maximal zwei Spieler gegeneinander antreten, wohingegen es beim Tennis, Bowling und Golf vier Spieler sind.

[CHARAKTERE]

Jeder Spieler verkörpert bei „Wii Sports“ einen Mii. Miis sind Figuren die über das Hauptmenü der Wii erstellt werden können und man sich so selbst gestalten kann. So kann man also bei „Wii Sports“ mit seinem eigenen Alterego in den sportlichen Wettkampf eingreifen.

[STEUERUNG]

Die Steuerung ist die große Stärke von „Wii Sports“. Spielt man bei Sportspielen auf anderen Konsolen die einzelnen Sportarten bequem von Sofa aus und begnügt sich mit Knöpfchen drücken, muss man hier die Bewegungen aktiv ausführen. Die vier Sportarten Tennis, Baseball, Bowling und Golf werden dabei nur mit der Wiimote gesteuert, während man für die fünfte Sportart, das Boxen sowohl die Wiimote als auch das Nunchuck benötigt.

Die Steuerung der einzelnen Sportarten im Detail:

~Tennis~

Hier hält man die Wiimote wie einen Tennisschläger. Durch präzises Timing und der nachgeahmten Bewegung eines Schlages wird der Ball in die gegnerische Hälfte befördert. Mit mehreren Wiimote ist eine Partie mit bis zu vier menschlichen Mitspielern möglich.

~Baseball~

Beim Baseball besteht die Steuerung aus zwei verschiedenen Abläufen. Als Schlagmann schwingt man die Wiimote wie einen Baseballschläger und erreicht so bei einem optimalen Treffer einen Homerun. Als Werfer hingegen hält man die Wiimote fest in der Hand und macht eine schwungvolle Wurfbewegung. Über das Steuerkreuz der Steuereinheit und den Knöpfen A und B, kann man die Flugbahn des Balles beeinflussen.

~Bowling~

Beim Bowling stellt die Wiimote die Kugel dar. Vor dem Wurf wird über das Steuerkreuz noch schnell bestimmt wie man den Wurf ansetzen will und dann wird abgeräumt. Einfach die typische Bowlingbewegung nachahmen und schon ist die Kugel auf dem Weg.

Wie Tennis, kann man Bowling mit bis zu vier menschlichen Mitspielern spielen. Das schöne dabei ist, dass man für diese Sportart nur eine Wiimote braucht. Somit kann man direkt nach dem anschließen der Wii ohne weiteres Zubehör eine Mehrspielerpartie starten.

~Golf~

Auch Golf darf man mit bis zu vier Mitspielern und einer Wiimote spielen. Um einen Golfschläger zu simulieren, wird die Fernbedienung mit der Sensoreinheit Richtung Boden gerichtet. Durch eine schwungvolle Schlagbewegung führt die gewählte Spielfigur dann einen Übungsschlag aus. Erst wenn man die A-Taste gedrückt halt und die Schlagbewegung ausführt wird es ernst.

~Boxen~

Boxen ist die schweißtreibendste aller Sportarten und die einzige, bei der man das Nunchuck braucht. Hat man dieses angeschlossen, heißt es eigentlich nur noch drauf los schlagen. Das Nunchuck liegt dabei in der einen, die Wiimote in der anderen Hand. Jeder Teil des Controllers symbolisiert dadurch eine Schlaghand. Dadurch, dass sowohl die Wiimote als auch das Nunchuck bewegungssensitiv sind, sind Schläge in alle Körperregionen des Gegners möglich. Auch Ausweichmanöver werden über die Sensoren registriert.

Wer zu zweit spielen möchte, braucht neben einer zweiten Wiimote auch ein zweites Nunchuck, welches separat erhältlich ist.

[LEVEL]

Wer erwartet, dass die einzelnen Sportarten in „Wii Sports“ bis ins Details umgesetzt wurden liegt falsch. Die jeweiligen Disziplinen wurden etwas in ihrem Umfang beschnitten, so dass eine Partie nicht ewig dauert. Einzig beim Bowling wird die komplette Länge von 10 Runden gespielt. Auch darf man von „Wii Sports“ kein simulationsartiges Spielgefühl erwarten. Vielmehr sind die Spiele so gestaltet, dass sie schnell verstanden werden und so auch absolute Neulinge direkt loslegen können ohne eine komplizierte Steuerung erlernen zu müssen.

Der Umfang der einzelnen Spiele im Detail:

~Tennis~

Mit Tennis hält „Wii Sports“ direkt ein Highlight für den Spieler bereit. Dies mag zum einen daran liegen, dass die Tennisregeln den meisten bekannt sein dürften und zum anderen daran, dass dies das der fünf Sportspiele ist, bei der vier Spieler gleichzeitig spielen dürfen. Egal ob nun ein oder vier Spieler, eines ist immer gleich: Tennis in „Wii Sports“ wird immer im Doppel gespielt. Spielt man allerdings alleine oder zu zweit, kann man entscheiden ob man beide Spieler eines Teams steuern möchte oder ob ein Spieler von der Wii gesteuert werden soll. Ein gemeinsames Doppel gegen die KI ist leider nicht möglich.

Die Länge eines Matches kann man in drei Stufen regeln. Entweder es gewinnt der beste nach einem, nach drei oder nach fünf Spielen. Wenn ihr von Spielen die Rede ist, so sind auch die einzelnen Spiele eines Tennismatches gemeint und keine Sätze. Wer sich also einen heißen Fight über mehrere Sätze liefern will, muss selber buchführen und mehrere Partien Tennis hintereinander spielen.

~Baseball~

Beim Baseball tretet ihr entweder alleine oder zu zweit an und braucht dementsprechend eine oder zwei Wiimotes. Der Spieler übernimmt jeweils die Rolle als Schlagmann oder Werfer und wo entweder versuchen den Ball möglichst weit ins Feld zu dreschen oder den Ball so zu werfen, dass der Schlagmann dies eben nicht schafft. Wird der Ball getroffen entscheidet die Weite des Schlags darüber wie viele Schlagmale ihr laufen dürft. Dies könnt ihr nicht selbstständig tun. Idealerweise schlagt ihr den Ball also direkt in Publikum, dann winkt nämlich ein Homerun, der euch sofort Punkte auf euer Konto bringt.

Gespielt wird über drei Innings, in denen jedes Team jeweils einmal das werfende und einmal das schlagende Team ist.

~Bowling~

Wie geschrieben ist Bowling die einzige der fünf Sportarten, bei der es über die volle Distanz geht. Bis zur vier Spieler treten hier um den heißen Kampf um die Strikes an. Wer nach zehn Runden die meisten Punkte eingeheimst hat, ist Sieger. Um die Bestpunktzahl von 300 Punkten zu erreichen, bedarf es allerdings sehr viel Übung.

~Golf~

Beim Golf geht es gegenüber den anderen Sportarten vergleichsweise gemütlich zu. Wie schon beim Bowling können hier mit nur einer Wiimote maximal vier Spieler an einer Runde teilnehmen. Zur Auswahl stehen dabei drei verschiedene Schwierigkeitsgrade, die jeweils aus drei Löchern bestehen. Ebenso ist es möglich eine 9-Loch-Runde zu spielen, die sich dann aus den Löchern der drei Schwierigkeitsgrade zusammensetzt.

~Boxen~

Boxen ist mit Sicherheit die hektischste Sportart im Angebot von „Wii Sports“ und wie angesprochen der einzige Titel, der das Nunchuck benötigt. Geboxt wird über maximal drei Runden. Sollte einer der Kontrahenten vorher K.O. gehen, ist der Kampf schon schneller beendet. Mit gezielten Schlägen und geschickten Ausweichmanövern muss man versuchen sein Gegenüber auf die Matte zu schicken. Wer sich geschickt anstellt, dem gelingen heftige Schlagfolgen, die dem Gegner kaum eine Chance zur Abwehr bieten.

Eine Mehrspielerpartie ist hier ebenfalls möglich. Sind eine zweite Wiimote und ein zweites Nunchuck vorhanden, kann man gegen einen menschlichen Gegner antreten.

~Training~

Im Trainingsmodus besteht die Möglichkeit zu jeder der fünf Sportarten drei verschiedene Trainingseinheiten zu absolvieren. So muss man zum Beispiel beim Tennis den Ball in eine bestimme Zone schlagen, beim Bowling bestimmte Pinformationen abräumen oder beim Baseball möglichst viele Homeruns schlagen. Je nachdem wie erfolgreich ihr die einzelnen Übungen absolviert bekommt ihr Medaillen verlieren. Die kleinste Auszeichnung ist dabei die Bronzemedaille, dir größte eine Medaille aus Platin.

~Fitness~

Der letzte Spielmodus in „Wii Sports“ ist ein nicht ganz ernstzunehmender Fitnessmodus. Hier tretet ihr in drei zufällig ausgewählten Disziplinen des Trainingsmodus an und müsst diese möglichst erfolgreich meistern. Nachdem ihr alle drei Aufgaben erledigt habt, errechnet das Programm euer Alter aus den Attributen Tempo, Ausdauer und Balance. Natürlich kann man dieses Fitnessprogramm nicht mit dem Gang ins Fitnessstudio vergleichen, eine nette dreingabe ist es in jedem Fall.

[GRAFIK]

Grafisch darf man von „Wii Sports“ keine Wunder erwarten. Die Wii ist bekanntermaßen nicht in der Lage eine High-End-Grafik auf den Fernseher zu zaubern, sondern bewegt sich grafisch etwas über dem Niveau eines GameCubes.

Dies stört aber nicht weiter. Nintendo zaubert die einzelnen Sportarten in einer charmanten Comicgrafik auf den heimischen Bildschirm und lässt dabei einige nette Effekte ins Spiel mit einfließen. Schlägt man zum Beispiel beim Tennis besonders schnell auf, zieht der Ball einen Leuchtstreifen hinter sich her, der das Tempo prima verdeutlicht. Ähnliche Effekte gibt es in allen Sportarten. Die Hintergrundgrafiken hätten allerdings gerne noch etwas detaillierter ausfallen können, aber da man die meiste Zeit so gefesselt von Spielgeschehen ist, fällt dies nicht weiter auf.

Es bleibt also festzuhalten, dass die Grafik mit Sicherheit keine Preise gewinnt, aber zweckmäßig schön ist.

[SOUND]

Auch der Sound ist zweckmäßig. Die Melodien in den unterschiedlichen Menüs klingen gut und vermitteln ein wenig etwas von beruhigender Fahrstuhlmusik und die Soundeffekte in den einzelnen sportlichen Herausforderungen passen gut zum Geschehen.

Zu gute kommt dem Ton dabei der in die Wiimote eingebaute Lautsprecher. So hört man aus diesem zum Beispiel jeden eigenen Ballkontakt beim Tennis und Baseball. Die Anderen Soundeffekte erklingen aus den Boxen des Fernsehgerätes. Hier sind die typischen Geräusche der Sportarten gut eingefangen und auch die Beifallsbekundungen der Zuschauer fehlen selbstverständlich nicht.

[KRITIK / MEINE MEINUNG]

Bis auf die funktionale Grafik und den zweckmäßigen Ton gibt es an „Wii Sports“ nichts zu meckern. Die Steuerung der einzelnen Sportarten sind eingänglich umgesetzt, so dass man fast ohne Eingewöhnungszeit zu einem Erfolgserlebnis kommt und wenn man mal keine Lust hat alleine gegen den Computer anzutreten sucht man sich halt einige menschliche Mitspieler. Das schöne daran ist, dass man die beiden Sportarten Baseball und Bowling gleich nach dem auspacken mit mehreren Spielern spielen kann, da man nur eine Wiimote ermöglicht. So steht einem sportlichen Familienduell direkt nach dem Kauf nichts im Wege.

Macht mir der Einzelspielermodus bei den Sportarten Tennis und Baseball eine Menge Spaß, entfaltet das Spiel für mich seine wahre Stärke allerdings erst in den Mehrspielerpartien. Wer einmal zu viert eine Partie Bowling gespielt hat und dabei bis zum Schluss um seinen Sieg zittern musste oder sich mit Freunden ein heftiges Tennismatch geliefert hat, wird so schnell nicht mehr zu Sportspielen auf anderen Systemen greifen. Mit „Wii Sports“ ist man einfach näher am Geschehen als bei anderen Sportspielen und dass die bei eine Menge Schweiß fließt, ist schließlich nicht verkehrt. So trainiert man die Biere die man nebenbei trinkt direkt wieder ab.

[FAZIT]

„Wii Sports“ ist die perfekte Beigabe zu Nintendos neuer Wunderkiste. Schnell zu erlernen und über lange Zeit motivierend bekommt man ein Klassespiel quasi gratis beim Kauf der Konsole dazu.

[FACTS]

Titel: Wii Sports
System: Nintendo Wii
Hersteller: Nintendo
USK Freigabe: ohne Altersbeschränkunghttps://www.blogspiele.de/wp-admin/post.php?action=edit&post=11
Blogspiele – Die ganze Welt der Spiele › Bearbeiten — WordPress
Erscheinungsjahr: 2006
Erwerbsmöglichkeiten: liegt der Wii bei

Unsere Wertung:

Gnislew
Schnaetty
Durchschnitt:

Leserwertung
[Total: 0]

Das könnte dich auch interessieren...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.