Painkiller: Ein teuflischer Pakt

„Painkiller“ heißt ein bekannter Ego-Shooter. Hier eine Kritik zu diesem.

[STORY]

Wie es sich für einen reinrassigen Shooter gehört ist die Story von „Painkiller“ äußerst schnell erzählt. Daniel Garner möchte sein Frau zum Essen ausführen. Auf dem Weg zum Restaurant verunglücken die beiden allerdings tödlich bei einem Autounfall. Während Garners Frau ohne Umschweife in den Himmel emporsteigt landet Daniel im Fegefeuer zwischen Himmel und Hölle. Glücklicherweise bekommt er eine Chance dem Fegefeuer und dem Abstieg in die Hölle zu entkommen.

Die Armee der Hölle ist gerade dabei einen Krieg gegen die Bewohner des Himmelreichs anzuzetteln und Garners Aufgabe ist es nun die dunkeln Bewohner der Hölle aufhalten um zu seiner Frau in den Himmel zu gelangen. Nicht nur das diese Armee aus tausenden von Monstern besteht auch die vier Generäle Lucifers Armee stellen sich Daniel in den Weg und so entwickelt sich eine blutige Schlacht auf Leben und Tod.

[CHARAKTERE]

Anders als zum Beispiel in „Half-Life“ oder den von mir zuletzt gespielten Shooter „No One Lives Forever“ gibt es in „Painkiller“ keine wirklichen Charaktere die dem Hauptdarsteller Daniel helfen, sondern hauptsächlich Gegner.

Der einzig richtige Charakter ist wie gesagt der vom Spieler gesteuerte Daniel Garner. Wie bereits in der Storyzusammenfassung erläutert wandelt er im Fegefeuer und muss die ausweglose Schlacht gegen die Ausgeburten der Hölle für sich entscheiden um in den Himmel aufgenommen zu werden und dort seine Frau wieder in den Armen halten zu können. Eine Aufgabe, die nicht ganz einfach ist.

[GEGNER]

Die Gegner treten in „Painkiller“ in wahren Massen auf und häufig ist es schwer in den Massenschlachten die Übersicht zu behalten um kein Monster zu übersehen. Die Anzahl der verschiedenen Gegnertypen hält sich dafür in Grenzen. Hier eine Auflistung der verschiedenen Gegnerarten, die im Spielverlauf in verschiedenen Variationen auftauchen.

~Evil Monk~

Diese Scharfrichter sind die Handlanger von „Devil Monk“ und ehemalige Mitglieder des Blasphemous Kults von Naamah. Niemals bekommt man sein Gesicht zu sehen, sondern immer nur seine Kutte und durch seine mangelnde Rüstung und seine imposante Größe ist der „Evil Monk“ ein leicht zu treffendes Ziel für Daniels tödliche Geschosse.

~Psychonun~

Diese unschuldigen Jungfrauen sind von der Dämonin „Naamah“ verführt worden und in eine abartige Kreatur verwandelt worden, die ausgestattet mit einer großen Sense Angst und Schrecken verbreitet. Ihr großer Vorteil im Kampf ist es, dass sich nicht läuft sondern schwebt, so dass Treppen und kleine Hindernisse für die „Psychonun“ keine Hindernisse sind.

~Skull~

Der „Skull“ ist ein Mischling aus Untoten und Dämon, was in der Praxis bedeutet, dass er sowohl starke Dämonenkräfte besitzt in seinem inneren aber immer noch die Seele eines Menschen eingeschlossen ist. Meist ausgestattet mit einer doppelläufigen Schrotflinte schreckt der „Skull“ nicht davor zurück seine Verbündeten als Schutzschild zu missbrauchen und wenn er mit Hilfe seines eigenen Schädels die Unsterblichkeit erlangt ist es verdammt schwer diesen Gegner den Rest zu geben.

~Zombie Knight~

Dieser Gegner ist ein Soldat der unter dem Befehl vom „Zombiewarrior“ erbarmungslos Jagd auf Daniel Garner macht. Einst war er ein Krieger der guten Seite, doch nach einer verlorenen Schlacht beging der „Zombie Knight“ Selbstmord um der Sklaverei zu entgehen. Diese Entscheidung war allerdings als riesiger Fehler, denn so wurde seine Seele für alle Ewigkeit in die Hölle verbannt um bis ans Ende aller Tage „Zombiewarrior“ zu dienen und dabei mit seinem Morgenstern ordentlich Schaden anzurichten.

~Thor~

„Thor“ ist einer von Lucifers Generälen, wenn auch einer der weniger Zuverlässigen. Sein kompletter Name lautet „Saphathorél“, da dieser viel zu lang und unaussprechlich ist wird er von seinen Freunden nur „Thor“ genannt. Wie in der nordischen Mythologie verfügt auch der „Thor“ aus „Painkiller“ über einen riesigen Hammer und mit diesem zerstört der Dämon alles was sich ihm in den Weg stellt.

[WAFFEN]

„Painkiller“ bietet dem Spieler ein annehmbares Waffenarsenal an um die auf einen zustürmenden Gegnermassen von der Bildfläche zu putzen. Die meisten Waffen bieten mehrere Schussmodi und so findet man für jeden Gegnertyp die passende Waffe. Hier einmal einige Informationen zu den Tötungswerkzeugen.

~Painkiller~

Werden in der Medizin oft Schmerzmittel als Painkiller bezeichnet ist der „Painkiller“ im gleichnamigen Spiel eine Angriffswaffe mit Allroundfähigkeiten. Zum einen verfügt der „Painkiller“ über eine rotierende Klinge, die nach einer kurzen Verzögerung ausklappt und dann im Nahkampf ein effektives Schneidewerkzeug darstellt. Des weiteren verfügt die Waffe über ein glühendes Kopfteil welches man auf Knopfdruck abfeuern kann und bei erneutem Klick zum Spieler zurück kommt. Zwischen der abgeschossenen Spitze und dem noch in der Hand liegenden Teil der Waffe entsteht eine Art Laserstrahl der alles zerschneidet was darein gerät.

~Stakegun~

Die „Stakegun“ ist eine Waffe für Fortgeschrittene. Mit Ihr feuert man Holzpflöcke ab, bei denen man die physikalische Korrekte Flugbahn in seine Zielmanöver mit einkalkulieren muss. Ein gezielter Treffer ist dann aber für die meisten Gegner tödlich und bei Schüssen aus unmittelbarer Nähe ist es sogar möglich seine Feinde regelrecht an die Wand zu nageln. Alternativ kann man mit der „Stakegun“ Granaten abfeuern und durch eine geschickte Kombination der beiden Feuermodi ist es möglich extrem tödliche Geschosse auf die Gegner loszulassen.

~Shotgun~

Zur „Shotgun“ muss glaube ich nicht mehr viel gesagt werden. Gerade auf Halbdistanz ist der Schaden den diese Waffe verursacht enorm, während die „Shotgun“ bei großen Entfernungen zu stark streut. Als alternativen Feuermodus kann man die Shotgun als Freezer benutzen und seine Gegner einfrieren. Ein zum Eisblock erstarrter Feind zerspringt in tausende von Einzelteilen sobald er erneut Schaden zugefügt bekommt.

~Nailgun~

Im primären Feuermodus verschießt die „Nailgun“ Klingengeschosse in rascher Schussfrequenz und ist so mit einem Maschinengewehr zu vergleichen. Im sekundären Feuermodus entlässt die „Nailgun“ Energieblitze auf Ihre Opfer. Feuert man beide Modi gleichzeitig ab erhält man elektrisch aufgeladene Klingen, mit denen die Feinde besser nicht in Kontakt kommen sollten.

~Rocketlauncher~

Natürlich darf ein Raketenwerfer im Waffenarsenal von „Painkiller“ nicht fehlen. Mit großer Durchschlagskraft sorgen die Geschosse für Schaden nur sollte man aufpassen nicht zu nah am anvisierten Ziel zu stehen, da man ansonsten selber Schaden davon trägt. Im Sekundärmodus ist der „Rocketlauncher“ ein reinrassiges Maschinengewehr, das besonders in einer Kombo aus beiden Schussmodi zum tragen kommt. Hierbei schießt man zunächst eine Rakete auf einen Gegner und wenn dieser durch den Aufprall förmlich in die Luft geht jagt man ihm mit dem Maschinengewehr einige Geschosse in den Hintern, welche dann vierfachen Schaden machen. Diese Kombo bedarf zwar einiges an Training, wenn man sie aber einmal beherrscht sind selbst stärkere Gegner leichtes Kanonenfutter.

[STEUERUNG]

„Painkiller“ gehört wie alle modernen Ego-Shooter zu der Sorte Spiel die auf die bewährte „WASD“-Maus-Steuerung setzen. Bei dieser Kombination aus Tastatur und Maussteuerung wird der Held über die Tasten W,A,S und D in alle Himmelsrichtungen bewegt während man mit der Maus zielt und sich dreht. Zusätzlich gibt es eine Vielzahl weitere Tasten die man individuell belegen kann, so dass man den Waffenwechsel oder die Sprungtaste auf eine für sich persönlich gute Taste legen kann.

Durch diese individuellen Tastenbelegungen und die standardisierte Steuerung über die WASD-Tasten und der Maus gestaltet sich die Steuerung von „Painkiller“ dann auch entsprechend einfach und eingängig, so dass auch Anfänger schnell mit dem Spiel zurecht kommen.

[GRAFIK]

Von der Optik bekommt man mit „Painkiller“ ein wirklich schickes Werk für sein Geld. Die Level sind zwar im allgemeinen recht düster gestaltet, überzeugen aber mit scharfen Texturen und vielen netten Details im Levelaufbau. Seine wahre Stärke entfaltet das Spiel allerdings erst bei den Gegnern. Die Anzahl der verschiedenen Gegnertypen ist zwar, wie bereits weiter oben besprochen, nicht sonderlich groß, die Animationen der Gegner aber sehr gut gelungen. Überzeugend und „lebensecht“ bewegen sich die Monster auf den Spieler zu und fallen nach einem Treffer physikalisch korrekt um. Besonders imposant sind bei den Gegnern die Endgegner. Diese sind oft extrem groß und verlangen der eigens für „Painkiller“ entwickelten Grafikengine alles ab. Beim ersten Anblick dieser Monster war ich als Spieler erstmal baff und vor erstaunen nicht in der Lage loszufeuern.

Auch die Waffen des Spielers und der Gegner sind schön anzusehen und überzeugen. Von realistischen Nachbildungen kann man auf Grund der Phantasiewaffen natürlich nicht sprechen, die Designer haben bei Ihren Schießprügeln allerdings viel Kreativität bewiesen und optisch gelungene Waffen entworfen. Hierzu gesellen sich abschließend noch die ebenfalls gut gelungenen Projektile der einzelnen Waffen, so dass man bei „Painkiller“ von einem optisch rundum gelungenen Produkt sprechen kann.

[HARDWARE]

„Painkiller“ sollte auf allen modernen PCs flüssig laufen. Als Systemvorraussetzungen sind auf der Packung Windows 98SE, ME, 2000 oder XP und eine 1,5 GHz starke CPU angegeben. Weiterhin werden mindestens 386 MB Arbeitsspeicher und achtfach CD-ROM-Laufwerk, 1,2 GB freier Festplattenspeicher und eine 64 MB DirectX 8.1 kompatible Grafikkarte und eine entsprechende Soundkarte benötigt.

Optimal läuft das Spiel mit 2,4 GHz Prozessoren, 512 MB RAM und einer 128 MB DirectX 9 Grafikkarte.

[SOUND]

Die Musik und die Soundeffekte in „Painkiller“ ist so wie Grafik auch sehr gelungen. Während der einzelnen Level tönt immer die passende Anpeitschende Musik aus den Boxen und die Soundeffekte von öffnenden Türen, angefeuerten Waffen und das Kriegsgeschrei der Gegner unterstreichen die Atmosphäre perfekt.

[MEINE MEINUNG]

„Painkiller“ ist spielerisch in meinen Augen mit Sicherheit keine Innovation, grafisch aber eine wahre Pracht. Trotz der sehr einfach gestrickten Story und den teilweise Strohdummen Gegnern die einfach nur in Massen auf einen zustürmen hat es mir Spaß gemacht das Spiel durch zuspielen. Zwar fesselte mich „Painkiller“ nicht so an den Bildschirm wie dies zum Beispiel „Half-Life“ geschafft hat, für eine kurze runde stupides rumballern zwischendurch reichte es aber ziemlich häufig.

Hat mich bei den Gegner die Anzahl der verschiedenen Gegnertypen nicht gerade vom Hocker gehauen, haben die Endgegner dafür um so mehr überzeugt. Die riesigen Gestalten haben mir immer gehörig Respekt eingeflößt und anders als bei den normalen Gegnern war es bei diesen sogar nötig sich eine gute Taktik zurecht zulegen um sie zu besiegen und oftmals musste man erst einmal des Schwachpunkt der jeweiligen Gegners ausmachen bevor man ihn effektiv Schaden konnte.

Da ich bereits beim Kauf wusste, dass ich mit „Painkiller“ keinen anspruchsvollen Shooter erwerbe, sondern mich knallharte gradlinige Action erwartet kann ich guten Gewissens sagen, dass das Spiel seinen Kaufpreis wert war und mich einige Stunden gut unterhalten hat. Nach dem durchspielen der Solokampagne unterhält mich das Spiel mit seinem Multiplayermodus noch heute, denn gerade in den superschnellen Mehrspielerpartien macht „Painkiller“ eine Menge Spaß. Ob beim klassischen Deathmatch oder in einem geordneten „Team Deathmatch“ immer wieder fesseln mich die schnellen Partien an den Bildschirm die durch Ihre Hüpforgien in gewisser Weise an „Quake 3 – Arena“ erinnern.

[FAZIT]

Wer auf der Suche nach einem Shooter mit gradliniger Action und wenig Storytiefgang ist, für den ist „Painkiller“ genau das richtige Spiel. Auch wenn es hier teilweise etwas derber zu Sache geht ist das Spiel für jemanden der nicht in einer Traumwelt lebt gelungene Unterhaltungen an deren Ende jeweils fordernde Zwischengegner und ein heftiger Endboss steht.

[FACTS]

Titel: Painkiller
System: PC
Hersteller: Dreamcatcher / People Can Fly
USK Freigabe: keine Jugendfreigabe
Erscheinungsjahr: 2004
Erwerbsmöglichkeiten: gebraucht bei eBay und Amazon – Preis: ca. 20 €

Unsere Wertung:

Gnislew
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