Kecke Schnecke – Schnecke sucht Haus

Wenn eine Nacktschnecke keine Nacktschnecke mehr sein will, dann geht sie zum Immobilienmakler und kauft sich ein Haus. Naja, nicht wirklich. In dem Kartenspiel „Kecke Schnecke“ aus dem Hause Nürnberger Spielkarten Verlag GmbH, versuchen sich die Spieler allerdings als Schneckenhausmakler.

Schneckenhäuser und Salat

Die zwei bis sechs „Kecke Schnecke“-Spieler versuchen während einer Partie ihre Schneckenhäuser die sie auf der Hand halten (je zwei in den Farben rot, blau und gelb) sowie die beiden ihrer Salate loszuwerden. Die Häuser werden dabei an immobiliensuchende Schnecken verteilt, während es mit den Salaten möglich ist Punkte sammeln.

Mit Salat fängt man Schnecken

Der Spielablauf von „Kecke Schnecke“ gestaltet sich wie folgt: Zunächst werden die Schneckenkarten gemischt und so als Nachziehstapel bereit gelegt, dass alle Spieler diesen gut erreichen können. Beginnend beim ältesten Spieler wird reihum eine Karte des Stapels aufgedeckt. Zeigt die aufgedeckte Karte eine haussuchende Schnecke, müssen die Spieler so schnell wie möglich das passende Haus auf die Schnecke legen. Die Karte dessen Spielers der am schnellsten war, bleibt in der Mitte liegen, die anderen Spieler müssen ihre ausgespielte Karte wieder auf die Hand nehmen.

Unabhängig von den Schneckenhauskarten, können die Spieler auch jederzeit einen ihrer Salate auf den Stapel legen, Macht dies ein Spieler erhält er den Stapel in der Mitte und somit Punkte für die Endabrechnung.

In dem Stapel mit den Schneckenkarten befinden sich auch einige Sonderkarten. Wird so eine Sonne aufgedeckt, kommen die Karten aus der Mitte aus dem Spiel, Nacktschnecken bringen Minuspunkte und Turboschnecken Pluspunkte.

Das Spiel endet, sobald jeder Spieler so oft eine Karte aufgedeckt hat, wie Spieler am Tisch sitzen. Danach folgt die Wertung. Dazu zählt jeder die Plus- und Minuspunkte seiner Karten zusammen und zieht mögliche Strafpunkte für verbliebene Karten auf der Hand ab. Wer danach die meisten Punkte hat gewinnt.

Schneckenartiger Spielfluss

Obwohl „Kecke Schnecke“ von Spielverlauf auf dem Papier ein recht schneller Spiel sein müsste, ist es leider eher ein zähes Spiel. Dies rührt daher, da es immer wieder zu Unterbrechungen kommt um zu schauen, welcher Spieler als erstes ein Haus abgelegt hat oder Salate ins Spiel gebracht werden. Auch das mitzählen, wer wie viele Karten schon aufgedeckt hat, stört den Spielfluss ein wenig. Hierfür liefert die Anleitung aber direkt die Lösung: einfach mehrere Runden spielen und einen Spieler die Karten aufdecken lassen. So deckt jeder Spieler dann mal nur die Karten auf, während die anderen Spieler versuchen Schnecken zu fangen.

Lieber zu alternativen greifen

Wer auf hektische Spiele steht, sollte lieber zu einer alternative greifen. Mit „Zoff am Herd“ gibt es hier eine verlagsinterne Möglichkeit, aber auch der Klassiker „Ligretto“ bietet sich hier an, wobei bei diesem mehr nebeneinander gespielt wird. Ist man ein großer Schneckenfan, dann kann man sich allerdings auch für „Kecke Schnecke“ entscheiden. Die Spielidee an sich funktioniert und so macht das Spiel auch durchaus Spaß.

Bonusspiel „Schnecken necken“

Zusätzlich zu dem Hauptspiel „Kecke Schnecke“ liegen dem Spiel die Regeln für ein kleines Bonusspiel bei. „Schnecken necken“ ist bereits ab fünf Jahren Spielbar und vereinfacht das Spielprinzip von „Kecke Schnecke“ ein wenig. Diese Dreingabe muss man der Nürnberger Spielkarten Verlag GmbH positiv zu Gute halten, schließlich bekommt man so zwei Spiele zum Preis von einem.

Factsheet:

Name: Kecke Schnecke
Autor: Frank Stark
Verlag: Nürnberger Spielkarten Verlag GmbH
Jahr: 2008
Genre: Kartenspiel
Spieler: 2 – 6 Spieler
Spieldauer: ca. 20 Minuten
Alter: ab 7 Jahren

Unsere Wertung:

Gnislew
kat
Durchschnitt:

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1 Reaktion

  1. 14. Januar 2014

    […] “Goldrausch” ein wenig aufzuwerten, wurde, wie schon bei “Kecke Schnecke” dem Dosenspiel ein Bonusspiel spendiert. Anstelle von “Goldrausch”, kann man sich auch […]

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