Geheimakte Tunguska – Rätselspaß und Spannung pur

Vor knapp vier Jahren erschien auf dem PC das Point and Click Adventure „Geheimakte Tunguska“. Nun ist eine Umsetzung für die Wii entschieden.

Auf der Suche nach Ninas Vater

Der Titel des Spiels und das Intro verraten in groben Zügen schon, worum es bei dem Spiel „Geheimakte Tunguska“ geht. 1908 ist es in Sibirien zu einer gewaltigen Explosion gekommen, die von einer ungeklärten Ursache ausgelöst wurde und auch 100 Jahre noch nicht geklärt ist. Ninas Vater hat sich Zeit seines Lebens mit diesem Phänomen beschäftigt und nun ist er beschäftigt. Da versteht es sich ja schon fast von selbst, dass die Tochter sich auf die Suche nach ihm macht. Doch die Suche gestaltet sich schwieriger als gedacht. Nina und ihr Freund Max sind nicht nur auf der Suche nach einem verschwundenen Menschen, sondern einer ganz großen Verschwörung auf der Spur.

Grübeln, Tüfteln, Reden

„Geheimakte Tunguska“ nimmt einen von der ersten Minute an gefangen. Die kinoreife Hintergrundgeschichte alleine wäre schon ein Kaufgrund für das Spiel, aber natürlich ist „Geheimakte Tunguska“ kein Film und so wird der Spieler gefordert. Wahlweise mit Wiimote oder einer Kombination aus Wiimote und Nunchuk steuert ihr die Helden Nina und Max über den Bildschirm und wer schon einmal ein Point and Click Adventure auf dem PC gespielt hat, wird sich auch auf der Wii schnell zurecht finden. Die Steuerung geht wirklich Innovativ von der Hand.

Doch auch die Steuerung ist nicht der Kernpunkt eines Adventures, sondern die Rätsel und die Dialoge. Und diese sind wirklich erstklassig. Die Rätsel sind größtenteils absolute logisch aufgebaut, nur an manchen Stellen hängt man trotz intensiven Nachdenkens etwas fest. In diesen Situationen hilft es dann aber meist einfach einmal die im Inventar untergebrachten Gegenstände miteinander zu kombinieren um weiter zu kommen. Schon ist auch, dass auf einen beliebten Designfehler des Genres fast gänzlich verzichtet wurde. Auf den, dass man bestimme Gegenstände mehrmals untersuchen oder benutzen um weiter zu kommen oder um wichtige Gegenstände zu erhalten. Mir ist genau eine solche Situation in Erinnerung und zwar in der antarktischen Forschungstation.

Tolle Grafik

Auch was die Grafik betrifft überzeugt das Spiel. „Geheimakte Tunguska“ zaubert wunderschöne Landschaften und detaillierte Hauptfiguren auf die Wii und zeigt, dass auch andere Entwickler außer Nintendo tolle Grafik aus der Kiste hervorholen können. Meiner Meinung nach ist die Grafik bei einem Spiel wie „Geheimakte Tunguska“ auch sehr wichtig, denn man muss erkennen, wo benutzbare Gegenstände sind. Wäre hier geschludert worden, würde das Spieler sicher nur halb soviel Spaß machen. Sicher, man könnte sich über die etwas statischen Hintergründe beschweren, aber das wäre Meckern auf hohem Niveau. Zumal dieses Manko in dem Alter des Spiels liegen dürfte. Ich kann mir nämlich kaum vorstellen, dass extra für die Wii Version ein komplett neues Grafikgerüst gebaut wurde.

Ein Pflichtkauf für alle Wii Besitzer

Mit „Geheimakte Tunguska“ gibt es endlich einen echten Pflichtkauf eines Drittherstellers für die Wii. Wer das Abenteuer von Nina und Max noch nicht vom PC kennt, sollte es nun unbedingt auf der Wii spielen. Selbst gemeinsam zu zweit vor dem großen Fernseher macht hier das Rätseln richtig Spaß. Wer sich „Geheimakte Tunguska“ entgehen lässt, dem entgehen 15 Stunden absoluter Rätselspaß!

Factsheet:

Name: Geheimakte Tunguska
Publisher: Koch Media
Entwickler: Deep Silver
Spieler: 1 – 2 Spieler
Altersfreigabe: USK freigegeben ab 6 Jahren

Unsere Wertung:

Gnislew
Durchschnitt:

Leserwertung
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1 Reaktion

  1. 26. Mai 2008

    […] im Blogspiele-Test der Wii-Fassung zu “Geheimakte Tunguska” die meisten Punkte abgehandelt wurden, […]

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