Don Peperoni – Wahlkampf mit unlauteren Mitteln

Spiele, die Politik zum Thema haben, sind meist sehr taktisch geprägt und nicht mal eben so gespielt. Pegasus hat es geschafft nun ein Spiel in den Handel zu bringen, das sich zwar mit dem Thema Politik befasst, aber gleichzeitig leicht zugänglich ist: „Don Peperoni“.

Bluffen für Wählerstimmen

Im Grunde ist „Don Peperoni“ ein klassischen Bluffspiel. Ziel ist es durch das Geschicke platzieren von Geldscheinen die Bewohner des Dorfes Peperoni dazu zu bewegen für seine Spielfigur zu wählen. Die unterschiedlichen Häuser des Dorfes haben dabei unterschiedliche Wertigkeiten von zwei bis zehn und um die Geldscheine zu platzieren hat jeder Spieler zwei Wahlhelfer. Diese darf er pro Zug um bis zu acht Felder bewegen und dabei beliebig viele Häuser besuchen. In diesen lässt er dann verdeckt einen Geldschein zurück. Sobald in einem Haus zwei Spieler ihre Geldgeschenke platziert haben kommt es zu einer Wertung. Diese entscheidet der Spieler für sich, dessen Geldschein den höheren Wert hat. Daraufhin bekommt der Gewinner die Punkte des Hauses gutgeschrieben. Das ganze Spielchen geht so über acht Runden. Wer danach die meisten Stimmen auch sich vereinen konnte ist der Sieger von „Don Peperoni“.

Etwas zäh

Aufgrund der einfachen einfachen Spielmechanik ist „Don Peperoni“ kein Spiel für jeden. Die Abläufe wiederholen sich doch sehr stark und das Spiel wirkt schnell eintönig. Zudem hat sich herausgestellt, dass durch die Startpositionen der einzelnen Spieler jeder Spieler seinen eigenen Bereich hat um auf Stimmenfang zu gehen und erst gegen Ende des Spiels die Spieler auch in die entfernteren Bereiche des Spielplans vordringen. Zudem hat der Spieler, der auf dem Spielplan auf der Fläche jenseits des eingezeichneten Flusses leichte Vorteile. Dieser Bereich wurde von den anderen Mitspielern noch weniger bereist, so dass der Spieler der dort startete einige Punkte kampflos erhalten hat.

Durch die immer gleichen Abläufe zieht sich das Spiel zudem ein wenig in die Länge. Durch die Möglichkeit, zusätzlich zu den Geldscheinen Agenten in den Häusern platzieren zu können und dadurch, dass bei einem Gleichstand ein nachbieten nötig wird, kommt ein wenig Spannung und Abwechslung auf, aber diese ist schon sehr eingeschränkt.

Kurz zu den Agenten: jeder Spieler erhält zu Beginn des Spiels fünf Agenten mit unterschiedlichen Rollen. Diese können neben den Geldscheinen in Häusern platziert werden. Mit ihnen kann man zum Beispiel ein eigentlich verlorenes Haus zurückerobern, sein Haus schützen oder ein Haus in dem man gar nicht geboten hat für den Spieler ergattern.

Nett aber nicht überragend

„Don Peperoni“ ist eines dieser Spiele die man mal spielen kann. Freunde von Bluffspielen kommen hier auf ihre Kosten, doch leider bleibt die Abwechslung bei diesem Titel auf der Strecke. Das Spiel von Autor Volker Cullmann ist kein überragendes Spiel, aber eines, dass man Zwischendurch durchaus Spaß macht.

In unserer Spielrunde gingen die Meinungen zu „Don Peperoni“ allerdings deutlich auseinander. War ich, wie geschrieben, der Meinung, das man das Spiel immer mal wieder spielen kann, gab es genauso die Meinung, dass „Don Peperoni“ keinen Spaß macht. Genauso gab es aber auch das andere extrem, dass „Don Peperoni“ ein sehr gutes Spiel ist. Die Geschmäcker sind also wie so oft verschieden.

Factsheet:

Name: Don Peperoni
Autor: Volker Cullmann
Verlag: Pegaus
Jahr: 2006
Genre: Brettspiel
Spieler: 3 – 5 Spieler
Spieldauer: ca. 45 Minuten
Alter: ab 8 Jahren

Unsere Wertung:

Gnislew
Schnaetty
kat
Durchschnitt:

Leserwertung
[Total: 0]

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