Das Känguru! Ein Tier, was die Welt gerne in die beiden Kategorien “witzig” und “nicht witzig” einteilt. Für das mein und dein bürgerliche Kategorien sind. Das Tier was mittlerweile nicht nur Protagonist einer Buchreihe ist, sondern auch Star eines Kinofilms und in so manchem Gesellschaftsspiel. Zum Beispiel auch in Game of Quotes, in dem nun auch die Spieler dieses Spiels die Chance haben einer Tätigkeit nachzugehen, die das Känguru für sein Leben gern macht und in Perfektion beherrscht: Zitate falsch zuordnen.

Im Grunde ist Game of Quotes dabei ein einfaches Kartenspiel, doch die Schachtel enthält mehr als Karten mit Zitaten. Neben 170 Spielkarten gibt es noch 24 Stempel-Marker (6×4 in unterschiedlichen Farben), einen Känguru-Marker, 6 Rundenübersichtskarten und einen Block.

Also los, bereiten wir das Spiel mal vor. Die Spielkarten sind beidseitig bedruckt und zeigen auf der Vor- und Rückseite jeweils ein Zitat und dessen Urheber. Dabei ist eine Seite blau bedruckt die andere Seite rot und zunächst einmal muss entschieden werden mit welcher Seite gespielt werden soll. Wurde diese Entscheidung getroffen, werden die Karten gemischt und mit der Seite nach oben auf den Tisch gelegt mit der nicht gespielt wird.

Nun nimmt sich jeder Spieler die vier Stempel-Marker in der Farbe seiner Wahl und legt sie so vor sich ab, dass die Stempelseite sichtbar ist. Dies ist wichtig, da die andere Seite WITZIG-Schriftzüge zeigt und es neben dem einfachen WITZIG-Schriftzug auch einen doppelten WITZIG-Schriftzug gibt und kein anderer Spieler im Laufe des Spiels wissen soll, welche Marker wie verteilt wurden. Doch dazu später mehr.

Zusätzlich nimmt sich jeder Spieler einen Rundenübersichtskarte und legt sie mit der Seite nach oben auf der “Du darfst 1 Mal tauschen” geschrieben steht. Auch dazu später mehr.

Nun kommt der Block ins Spiel, von dem jeder Spieler einen Zettel bekommt. Einen Stift pro Spieler gibt es auch noch. Dieser muss allerdings aus dem eigenen Hausstand kommen und liegt nicht der Schachtel bei.

Wer sich nach all den Vorbereitungen als erster den Känguru-Marker schnappt wird Rundenleiter.

Und los geht es! Hauptsächlich geht es bei Game of Quotes darum möglichst witzige Kombinationen aus Zitat und falscher Quelle zur erschaffen und mit seiner Kombination die Mitspieler davon zu überzeugen, dass eben die eigene Kombination die witzigste der Runde ist. Dies geschieht über vier Runden, wobei sich die vier Runden alle leicht im Ablauf unterscheiden.

Zunächst einmal wird jede Runde mit sieben Handkarten gestartet. Vor der ersten Runden zieht jeder Spieler also erst einmal sieben Karten von Nachziehstapel. Ist dies passiert sucht sich jeder Spieler aus seinen Karte die Karte aus, deren Zitat er diese Runde spielen möchte und legt die entsprechende Karte verdeckt vor sich ab. Danach werden die eigenen Handkarten nach links weitergegeben und man bekommt die Handkarten vom rechten Nachbarn. Aus diesen neuen Karten wird nun die Karte gewählt, die den vermeintlichen Urheber des Zitats enthält. Auch diese Karte wird verdeckt vor einem abgelegt.

Liegt nun vor jedem Spieler verdeckt eine Kombination aus Zitat und Urheber werden die Kombinationen vorgelesen. Dabei muss darauf geachtet werden, dass immer zuerst das Zitat und dann der Urheber vorgelesen wird, schließlich macht erst die falsche Zuordnung den Witz aus.

Nachdem alle Kombinationen vorgetragen wurden, werden auf drei Stempel-Marker verteilt. Verdeckt gibt jeder Spieler dem Spieler einen solchen Marker dessen Kombination als am witzigsten empfunden wurde. Die Marker bleiben auch beim belohnten Spieler bis zum Spielende verdeckt liegen, so dass bis zur Schlusswertung nach Runden vier nicht klar ist wie viele Punkte ein Spieler wirklich bekommen hat. Und nein, sich selber kann man keinen Marker geben! Nun werden noch alle in dieser Runde ausgespielten Karten auf einen Ablagestapel gelegt, der Känguru-Marker nach links weiter gegeben und dann kann Runde zwei starten.

Auch in Runde zwei wird die Hand wieder auf sieben Karten aufgefüllt. Wie in Runde eins, wird aus den sieben Handkarte eine Karte gewählt und verdeckt vor sich ausgelegt. Diesmal legt man allerdings zuerst den Urheber und nicht das Zitat. Danach werden die eigenen Karten erneut nach links weiter gegeben, man bekommt wieder die Karten vom rechten Nachbarn und sucht aus den neuen Karten die zweite Karte aus die man spielen möchte, diesmal dann als Zitat. Nach dem Vorlesen und der Wertung ist Runde zwei dann auch Geschichte.

Runde drei bringt nun den beim Spielaufbau erwähnten Zettel vom Block ins Spiel. Auf diesen schreibt jeder Spieler einen Urheber und legt den Zettel anschließend vor sich ab. So haben nun auch weniger berühmte Persönlichkeiten wie Freunde und Familie die Chance teil des Spiels und Schöpfer unvergesslicher Zitate zu werden. Die vor der Runde wieder auf sieben aufgestockte Kartenhand wird danach an den linken Nachbarn weitergegeben und in gewohnter Weise bekommt man von rechts neue Karten gereicht. Aus diesen wählt man nun ein passenden Zitat für die aufgeschriebene Quelle. Im Anschluss gibt es wieder lustige Vorträge und eine Wertung.

Die vierte Runde startet nach dem Nachziehen direkt damit, dass die Karten in der mittlerweile bekannten Weise umverteilt werden. Aus den erhaltenen Karten wird ein Zitat gewählt und abgelegt. Anschließend kommt der Zettel aus Runde drei erneut zum Einsatz. Wieder wird ein Urheber aufgeschrieben und verdeckt zum Zitat gelegt. Ein letztes Mal wird vorgelesen und gewertet. Anschließend dürfen alle Spieler die Stempel-Marker umdrehen und die erspielten Punkte zählen. Jeder einfache WITZIG-Schriftzug bringt einen Punkt, der doppelte WITZIG-Schriftzug bedeutet zwei Punkte. Und wie sollte es anders sein: der Spieler mit dem meisten Punkte gewinnt. Bei Gleichstand gewinnt der Spieler der seine Handkarten im Spiel nicht getauscht, denn so viel sei noch verraten, jeder Spieler kann einmal im Spiel beliebig viele Handkarten gegen neuen Karten vom Nachziehstapel tauschen, muss dafür allerdings seine Übersichtskarte umdrehen um zu zeigen, dass er getauscht hat.

Game of Quotes ist kein komplexes Spiel und bezieht seinen Reiz auch nicht aus den Spielmechanismen. Denn wenn mir ganz ehrlich sind, gibt es ziemlich wenige Aktionen die die Spieler durchführen. Das Spiel lebt von seiner Absurdität, von der Kreativität der Spieler möglichst schräge Zitatkombinationen zu erschaffen. Game of Quotes kann man deswegen auch gut auf den Tisch bringen, wenn eigentlich gar kein Spieleabend, sondern eine gemütliche Talkrunde geplant war. Als kleiner Snack zwischendurch sozusagen. Und Vielspieler können das Spiel sehr gut nach einem Strategieklopper auspacken um dem angestrengten Kopf ein wenig Erholung zu bieten und dennoch was zu spielen. Natürlich ist es von Vorteil das Känguru zu mögen und die Spieler müssen natürlich auch bereit sein sich auf das simple Spielprinzip einzulassen. Wer dies kann, bekommt ein kleines aber feines Spiel, was viele Lacher verspricht und dank 370 Zitaten und Zitatquellen auch lange Zeit für Spaß sorgen kann. Das vom Känguru vergebene WITZIG-Siegel auf der Schachtel ist auf jeden Fall nicht gelogen.

Fakten

Name: Game of Quotes – Verrückte Zitate
Autor: Marc-Uwe Kling
Grafik: Roman Klein, Alexander Klein, Bluguy Grafikdesign
Verlag: KOSMOS
Jahr: 2017
Art: Kartenspiel
Spieler: 3 – 6 Spieler
Spieldauer: ca. 25 Minuten
Alter: ab 12 Jahren

Unsere Wertung

Gnislew: 3 out of 5 stars (3 / 5)

Von Gnislew

Herausgeber von Blogspiele - Die ganze Welt der Spiele. Spiele so ziemlich alles was ich in die Finger bekommen egal ob analog oder digital.

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