Viele Menschen! Volle Tische! Spielen wo was frei ist! – Teil 4

Am letzten Tag der Messe ist Yelref zu Hause geblieben und ich musste alleine die heiligen Hallen unsicher. Dies hat mich natürlich nicht daran gehindert die letzen acht Messestunden für einige Spiele zu nutzen. Heute waren es zwar nur 6 Spiele, dafür gab es allerdings einge interessante Gespräche.

Wie bei den Berichten zu den letzten drei Tagen auch, gibt es auch hier wieder die gespielten Spiele im Detail.

M.U.L.E.

IMG_1931„M.U.L.E.“ lässt einen alten C64-Klassiker als Brettspiel wieder auferstehen. Das Spiel bringt dabei viele bekannte Elemente aus dem Comupterspiel auf das Spielbrett, ohne dabei für Brettspieler wirklich etwas neues zu bieten. Das Spiel lebt dabei von der Warenknappheit und spielt damit, dass man immer sehr genau schauen muss welche Ressourcen gerade benötigt werden und wo Preisteigerungen bzw. ein Preisverfall zu erwarten ist. Die Testrunde litt leider etwas darunter, dass ein Mitspieler frühzeitig ausgestiegen ist und nur eine verkürzte Variante gespielt wurde, denn das Spiel hat durchaus Potenziel strategischen Tiefgang zu liefern. Optisch ist „M.U.L.E.“ dabei im oberen Mittelfeld anzusiedeln. Das Spiel gewinnt hier bestimmt keinen Graf Ludo, lässt Kenner des Spiels aber die grafischen Elemente des elektonischen Vorgängers gut erkennen.

Hack Trick

IMG_1934„Hack Trick“ ist eines der drei Spiele, die ich am Sonntag noch gekauft habe. Hierbei handelt es sich um ein schönes kleines Kartenspiel, dass schnell erlernt ist, zum Sieg aber ordentlich Hirnschmalz benötigt. Im Grunde versuchen die beiden Beide ähnlich wie bei „Tic Tac Toe“ eine Reihe mit ihren Figuren zu legen. Problem dabei, ich muss hierfür Zahlenkarten ausspielen und die Karte die ich ausspiele wird immer zu der vorher ausgespielten Zahl addiert. Liegt zum Beispiel eine drei und ich spiele eine vier, kommt meine Figur auf das Feld sieben. Hinzu kommen noch einige Feinheiten, die „Hack Trick“ noch taktischer werden lassen. Auch wenn ich mich auf der Messe vom Sohn des Entwicklers böse habe unter den Tisch spielen lassen, kann ich „Hack Trick“ nur empfehlen.

Concept

IMG_1936Es hat einen Moment gedauert, bis ich das Konzept hinter „Concept“ verstanden hatte. Dann allerdings hat mit dieses um die Ecke denken Spiel gepackt. Die Idee Begriffe über verschiedene Symbole erklären ist os genial wie simpel, wenngleich man natürlich eine Spielgruppe braucht, die sich auf die Spielmechanik einlassen kann und die auch in der Lage um die Ecke zu denken. Wenn ich mir so die Leute anschaue mit denen ich sonst Spiele, gibt es dabei einige, mit denen ich mir dieses Spiel sofort vorstellen kann, aber auch einige, wo ich direkt sagen würde, dass lieber etwas anderes auf den Tisch kommt. Am Sonntag waren die Spieltische von „Concept“ jedenfalls trotz gefühlt leerer Hallen immer gut besucht, was ja für das Spiel spricht.

Das interessante Partyspiel ist für gut 25€ bei Amazon erhältlich.

Gum Gum Machine

IMG_1939Nach „Concept“ folgte direkt ein weiteres unterhaltsames Spiel und zwar „Gum Gum Machine“. Hier versuchen die Spieler möglichst schmackhafte Gum Gums zu erstellen, deren Zutaten im Spiel durch runde Holzscheiben dargestellt sind. Um ein Gum Gum herzustellen versuchen die Spieler in der Fabrik ihre Zutaten zu sammeln, wobei das Brett variabel zusammengebaut werden kann und die unterschiedlichen Elemente in der Fabrik bestimmen welche Gum Gum Zutaten man nehmen kann. Das Spiel ist eine Mischung aus Merk- und Glückspiel und ein super unterhaltsames Familienspiel und Huch & Friends hat es mit ihrem Standpersonal im „Steam Punk“-Look die perfekte Präsentationsform für Ihr Spiel gefunden.

Für gut 35€ kann im übrigen jeder zu Hause selber Gum Gums erschaffen.

Sandcastles

IMG_1942Nachem am Freitag zusammen mit Yelref bei Yay Games schon „Frankenstein’s Bodies“ getestet und gekauft wurde, war heute für mich „Sandcastles“ an der Reihe. Erst wurde mit Entwickler Andrew und zwei anderen Besuchern die Vierspielervariante gestestet und anschließend mit Andrew die Zweispielervariante. Ist „Sandcastles“ mit vier Spielern eine echte Spaßgranate, wird das Spiel zu zweit echter Denksport. Die Sandburg die hier von beiden Spielern bebaut wird ist nämlich nicht nur eine Hilfskrüke, sondern sorgt dafür, dass man immer genau überlegt wo man welche Karte anlegt und so musste „Sandcastles“ einfach gekauft werden, womit ich nun im Besitz des kompletten Spieleportfolios von Yay Games bin.

Wie „Frankenstein’s Bodies“ kann ich Euch „Sandcastles“ nur ans Herz legen. Im „Yay Games“-Shop könnt Ihr es Euch besorgen.

Race to the North Pole

IMG_1943Letzte Spiel der Messe war für mich „Race to the North Pole“ und mit diesem Spiel konnte ich nochmal ein richtiges Highlight spielen. Dieses Rennen zum Nordpol überzeugt mit einem drehbaren Spielbrett, fiesen Ärgermöglichkeiten und ganz viel Flavor im Spiel. Ich hatte das Glück mir die letzte verfügbare Box zu sichern und nach der Messe kam das Spiel auch schon zweimal wieder auf den Tisch. Und was soll ich sagen, „Race to the North Pole“ hat auch den Nach-Essen-Test mit bravour bestanden! Wer das Spiel auf der Messe nicht mitgenommen hat, sollte sich unbedingt im Internet nach bezugsmöglichkeiten umschauen, denn auch wenn das Spiel siche nicht das nächste Spiel des Jahres mit, eines der unterhaltsamsten Spiele der Messe ist es auf jeden Fall.

Das war sie also, die SPIEL’15. Dieses Jahr wurde viel gespielt, wenig gekauft und die Zeit verging wie jedes Jahr viel zu schnell. Im nächsten Jahr wird dann vom 13.10.2016 bis zum 16.10.2016 gespielt und mindestens einen Tag bin ich dann auch wieder mit dabei.

Die Bildrechte für das Logo liegen beim Friedhelm Merz Verlag.

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