Viele Menschen! Volle Tische! Spielen wo was frei ist! – Teil 3

Der dritte Messetag begann für Yelref und mich nicht schon mit Öffnung der Tore um 10 Uhr. Da ich noch einem Freund bei einem Umzug geholfen habe, waren wir heute erste gegen 12 Uhr in Essen. Obwohl wir einen vollen Tag erwarteten, hatten wir noch genug Zeit um Spiele zu testen umnd kamen auch heute wieder auf eine zweistellige Zahl getesteter Spiele. 12 Spiele waren es am Ende und auch heute gab es wieder Licht und Schatten!

Auch in diesem Bericht stelle ich Euch die gespielten Spiele im Detail vor:

Jurassik

01fa3cedc0fb7addbe22decdeddbad9502005a8772Der erste Stop des Tages war der Verlag Ilopeli. Hier waren Samstagmittag gleich mehrere Spieltische frei, so dass hier an einem der selbigen Platz genommen wurde. Dort wurde das Spiel „Jurassik“ getestet, welches bereits 2011 erschienen ist. Hier spielen wir Paleontologen, die versuchen die größten und besten Dinosaurier auszugraben. Im Grunde ist dies ein einfaches Plättchennehmspiel ohne große Interaktion und daher schnell vergessen, doch da Dinosaurier dank der Rückkehr von „Jurassic Park“ in Form des neuen Films „Jurassic World“ auf die große Leinwand gibt es einen Sympathiepunkt für „Jurassik“. Kaufen braucht man sich das Spiel allerdings nicht, zumal es mit „Dino Twist“ ein deutlich besseres Spiel mit Dinosauriern auf der Messe zu entdecken gab.

Sherlock

01adad2f8ad658bcaf52c0a00a636aa45aa763f541Ebenfalls bei Ilopeli wurde im Anschluss das Spiel „Sherlock“ getestet. Auch wenn der Name es andeutet hat dieses Spiel von 2011 nichts mit der gleichnamigen Fernsehserie mit Benedict Cumberbatch zu tun, wenngleich es auch in dem Spiel um den berühmten Detektiv von der Baker Street geht. „Sherlock“ ist ein kooperatives Memoryspiel bei dem die Spieler herausfinden müssen, wer der Täter ist. Jeder Fehler sorgt dafür, dass die Seite des beigelegten Buches eine Seite weitergeblättert wird und nach 10 Fehlern ist das Spiel verloren. „Sherlock“ ist von den Regeln echt simpel, bekommt durch das Buch allerdings richtig schönen Flavor verpasst und gerade junge Spieler bekommen mit diesem Spiel die Chance neben ihrer Erinnerung auch ihre kommunikativen Fähigkeiten zu schulen. Schade, dass das Spiel so schwer zu bekommen ist.

Pinocchio: True or False

01d3078cb7a486eb1e6b53bdc1cb6a4ac5440c8a4fDas dritte Spiel des Tages war anschließend das Spiel „Pinocchio: True or False“. Bei diesem Spiel handelt es sich um ein Spiel, bei dem es darum geht den Mitspielern eine Geschichte aus dem eigenen Leben zu erzählen. Diese kann sowohl erfunden sein oder aber natürlich die Wahrheit und muss zu einem der Begriffe auf der gezogenen Begriffskarte passen. Damit man hinterher entscheiden kann ob der Erzähler lügt oder nicht, legt er unter die Begriffskarte eine Karte mit X oder mit O und nachdem die Geschichte fertig ist, liegen die Mitspieler ebenfalls eine X oder O Karte aus um so zu entscheiden was sie denken. Ziel des Erzählers ist es natürlich die Mitspieler aufs Glatteis zu führen. Gelingt dies müssen die Spieler anschließend an Pinocchios Nase bauen, gelingt es ihm nicht, muss er auch selber ran. Und wenn die Nase Umfeld, hat der Spieler bei dem sie umfällt verloren.

Chopstick Dexterity MegaChallenge 3000

018e978e8d4cd588546d63397a0cf3533ae711e5abEigentlich schon 2006 erschienen, hat Mayday Games „Chopstick Dexterity MegaChallenge 3000“ 2014 neu aufgelegt und genau diese Fassung wurde nun von Yelref und mit getestet. In Gegensatz zu in Essen, spielt man ja bekanntlich mit Essen nicht, weswegen in diesem Sushi-Spiel auch kein echtes Sushi zum Einsatz kommt, sondern Holzfigürchen. Ziel ist es mit Hilfe von Stäbchen die richtige Portion Sushi aus dem Portionstopf zu angeln um so die entsprechende Aufgabenkarte zu gewinnen. Da Spaß allerdings scheinbar auf der Messe nicht überall erlaubt ist und wir nach gut vier Runen ziemlich böse von der Erklärin angeschaut wurden, haben wir das Spiel dann abgebrochen und uns auf untenschieden geeinigt. Schade eigentlich, denn kurz hatte ich überlegt das Spiel zu kaufen, doch so blieb „CDMC 3000“ halt am Stand zurück. Es ist wirklich immer wieder erschreckend, wie manche Leute ihre Chance auf Umsatz vertun.

Lembitu

010151b4d2b4e7401a44d80fa929a914bf0caaa37eSchaut man nur kurz auf den Spielplan von „Lembitu“ könnte man meinen eine günstige Variante von „Pandemie“ vor sich zu haben. Bis auf die Tatsache, dass es sich bei beiden Spielen um ein kooperatives Spiel handelt, Holzwürfel teil des Spielmaterials sind und das Spielbrett eine Landkarte Zeit haben die beiden Spiele allerdings nicht gemein. Wo wir in „Pandemie“ eine Seuche stoppen, versuchen wir in „Lembitu“ die estische Hauptstadt vor der Eroberung zu schützen. Die Angreifer kommen dabei ziemlich schnell vorwärts und es bedarf einer wirklichen guten Kommunikation und Planung unter den Spielern um den Angriff abzuwehren und das Spiel zu gewinnen. Unsere Partie „Lembitu“ haben wir ungefähr im letzten Drittel der Partie verloren und hätte ich nicht schon eine große Auswahl guter kooperativer Spiele zu Hause im Spieleschrank, wäre dieser Vertreter des Genres sicher eine Kaufüberlegung gewesen.

Gloobz

01b4bc62a59fd08643c62861b8b86333751255c4f0Es ging am Samstag noch einmal bei Gigamic vorbei. Heute wurde hier das Spiel „Gloobz“ getestet. Hierbei handelt es sich um eines der Spiele, bei dem man am schnellstes einen Gegenstand finden muss, als ein ähnlich geartetes Spiel, wie das von Yelref so geliebte „Panic Lab“. Bei „Gloobz“ suche wir so zum Beispiel das größte Monster auf einer Karte oder das Monster das am Meisten auf der Karte zu sehen ist. Sowohl Yelref als auch mir hat „Gloobz“ allerdings nicht so gut gefallen, ich persönlich fand das Spiel sehr unübersichtlich und zudem fand ich es sehr schade, dass die Monster scheinbar sehr schnell abgegriffen wirken. Zudem haben wir ja auch bereits „Panic Lab“ zu Hause im Schrank stehen, so dass ein Kauf eh nicht in Frage kam.

Wer Interesse an dem Spiel hat, der kann es natürlich bei Amazon kaufen kaufen.

Ten

0182205e2433f9893c06f4882b33bdc42617e0bca1Mit „Ten“ haben wir am Samstag die Originalversion des eher missglückten Spiel „Ten Cats“ gespielt. Alleine schon, dass hier statt der billigen Pappplätchen hochwertige Holzsteine zum Einsatz gekommen sind, wertet das Spiel total auf. Und auch, dass hier römische Zahlen statt Katzen auf den Plättchen sind macht das Spiel besser. Nicht etwa, weil ich keine Katzen mag, sondern weil die Werte der Plättchen so deutlich besser zu erkennen sind. Hundertprozentig packen konnte mich das Spiel dennoch nicht und ich greife auch in Zukunft lieber auf andere Zweispielerspiele zurück. Glücklicherweise ist der Spieleschrank von Yelref und mir damit gut gefüllt.

Wer sich für das Spiel interessiert, der sollte einen Blick auf die Webseite von Steffen Spiele werfen. Dieser Verlag ist der Hersteller der von uns getesteten Version und das Spiel ist dort für 22€ erhältlich.

The Princes Bride: A Battle of Wits

010f7ab8ce605c784c50d43b43ace863d596036973Kommen wir nun zum für mich schlechtesten Spiel der Messe: „The Princes Bride: A Battle of Wits“. Hier legen wir Karten an zwei Kelche an und am Ende wird entschieden ob der Inhalt vergiftet war oder nicht. Der Spieler der einen nicht vergifteten Kelch getrunken hat gewinnt. Das Spiel spielt sich zäh und ich kann ehrlich nicht verstehen, wie man als Verlag ein solches Produkt anbieten kann. Gerade auf einer Messe, die auf Spiele spezialisiert ist, ist es sicher nicht die beste Werbung ein derartiges Spiel vorzustellen. Und ob das nicht genug wäre, würde ich mich als Verantworlicher bei Game Salute einmal fragen, was für Personal ich angestellt habe. Erklärer, die am dritten Tag immer noch nicht wissen wie die Spiele gehen und einem sagen, lest halt die Regeln, sich dann an den Nachbarstisch setzen und hörbar über die potenzielle Kundschaft lästern gehen mal gar nicht! Selbst wenn Game Salut im kommenden Jahr einen echten Knaller mit auf die Messe bringt, weiß ich auf Grund der schlechten Erfahrung dort nicht, ob ich mir dort noch einmal an Spiel ansehen will.

Marvel Dice Masters: Age of Ultron

0147e8e51d394b2516d597bbfb268aefcffa93b00eWeiter ging es zum Glück mit einer besseren Spielerfahrung und zwar mit „Marvel Dice Masters: Age of Ultron“. Bisher hatte ich noch keine Berührung mit einem „Dice Masters“-Spiel, aber irgendwie hat mich diese Mischung aus Würfelglück und Taktik in Ihren Bann gezogen. Und dann kommt auch noch der Sammelfaktor hinzu, wofür ich ja sowie anfällig bin. Da ich aber bereits unzählige Magic-Karten zu Hause habe und nun mit „Lego Dimension“ ein weiteres Sammelobjekt zu Hause steht, wird wohl eher nicht mit „Dice Masters“ angefangen. Noch kurz zum Spielablauf. In Duellen versuchen die beiden Spieler ihrem Gegenüber die Lebenspunkte abzuluchsen. Dafür werden Marvel-Helden mit Hilfe der Würfel herbeigerufen und Angriffe gefahren. Deckbautypisch kommen neuen Würfel erst dann zum Einsatz wenn der eigene Vorrat einmal durchgespielt ist und so spielt Glück zwar eine Rolle, Taktik ist aber genauso wichtig.

Ein Starterset von „Marvel Dice Masters: Age of Ultron“ ist bereits für gut 20€ erhältlich.

Tiny Robots

014c7023cd011262b9fd4cc359a507ca11c4d9b83bNach den Superhelden ging es mit Robotern weiter. Das Spiel „Tiny Robots“ wurde gespielt. Hier versuchen wir einen möglichst perfekten Roboter zu bauen umso möglichst viele Punkte zu bekommen. Dabei können wir selbst entscheiden, wann wir einen Roboter werten wollen. Problem an der Sache, wir bauen unseren Roboter nur an Hand der Schaltkreise auf der Kartenrückseite. Es ist zwar erlaubt teilweise auch auf die Vorderseite zu schauen, doch im Grunde bauen wir blind. Teile mit gleichen Farben bringen bei der Wertung Bonuspunkte, Schaltpunkte die nicht richtig verbunden sind Minuspunkte. Mehr als nett ist „Tiny Robots“ unter dem Strich allerdings nicht, weswegen es auch kein Kaufkandidat war. Optisch sah es allerdings wirklich gut aus.

Play me

0107fd88006af3e6af6ccc7e6c688b24d52b43ccbbMit „Play Me“ wurde ein Spiel nach dem Prinzip alle spielen gleichzeitig getestet. Angesiedelt im „Alice im Wunderland“-Universum versuchen die Spieler im Grunde eine Straße von eins bis sechs zu würfeln. Jeder Spieler verkörpert dabei einen Charakter, der auch noch eine spezielle Eigenschaft hat und es ist möglich die anderen Spieler zu blockieren. Für mich ist „Play Me“ kein Spiel was ich noch einmal spielen brauche, mag ich doch diese chaotischen Spiele, bei denen jeder für sich spielt und schummeln super einfach ist, einfach nicht. Da hilft auch die nette Optik nichts, aber ich bin mit sicher, dass es untern den Spieler auch für dieses Spiel eine Zielgruppe gibt. Etwas schade, fand ich zudem, dass das optisch schöne Würfelspiel so abgelegen in der letzten Ecke von Halle 7 versteckt war, so war es sicher schwer Testspieler zu finden.

Spinderella

01dba28acc152f762b884b5e52aa3ada762525c90fDas letzte Spiel des Messesamstags war das „Kinderspiel des Jahres 2015“ „Spinderella“. Der Aufbau über zwei Ebenen ist auf den ersten Blick etwas ungewohnt, aber schnell wird klar, warum dieser Aufbau gewählt wurde und warum das Spiel das „Kinderspiel des Jahres 2015“ geworden ist. Die Spieler veranstalten ein Ameisenrennen und über Ihnen versucht die Spinne Spinderella den Ameisen das Rennen so schwer wie möglich zu machen. Im Grunde ist das Spiel ein einfaches Rennspiel, das duch die Spinne eine neue Dimension spendiert bekommt und jedesmal wenn Spinderella eine der Ameisen gefangen hat ist die Schadenfreude groß. Die Spinnen der oberen Ebene sorgen allerdings auch ohne das eigentliche Rennen für Spielspaß. Ich jedenfalls habe mich dabei ertappt einfach so mit dem Mechanismus rumzuspielen und die hängende Spinne auf und absteigen zu lassen.

„Spinderella“ ist auf jeden Fall ein tolles Spiel und zu Recht als „Kinderspiel des Jahres“ ausgezeichnet worden und sollte unbedingt den Weg unter viele Weihnachtsbäume finden.

Nachdem die Messe dann Ihre Tore geschlossen hatte, ging es für Yelref und mich noch zum Bloggertreffen. Abgesehen davon, dass der Service in der gewählten Location doch sehr zu wünschen übrig ließ, war es ein tolles Treffen und es war schön auch mal die Gesichter hinter anderen Blogs kennenzulernen. So wird die Lektüre von Spielkult, den Bretterwissern, der Spiele-Akademie, der Brettspielbox, Hunter & Cron und all den Bloggern deren Blog ich gerade nicht im Kopf habe gleich eine runde persönlicher. Und auch einmal die Macher hinter so interessanten Projekten wie dem Board Game Circus kennenzulernen, war eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Ich bin jetzt schon etwas traurig, dass ich im kommenden Jahr vermutlich nicht am Bloggertreffen teilnehmen kann, da die Messe dann wieder in eine Woche mit dem Fort Fear Horrorland fällt, wo ich seit vielen Jahren als Scareactor tätig bin und dann zur Zeit des Treffens vermutlich Leute erschrecke.

Spät in der Nacht ging der Samstag schließlich zu Ende, schnell wurde noch eine Mütze Schlaf getankt, denn es sollte ja Sonntags für mich noch einmal auf die Messe gehen.

An dieser Stelle möchte ich auch Yelref noch einmal Danke sagen, denn Sie hat all die schönen Fotos für diesen und die kommenden Berichte gemacht.

Die Bildrechte für das Logo liegen beim Friedhelm Merz Verlag.

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