Hallo zusammen und willkommen zurück zu meinem kleinen Brettspiel-ABC. Das Jahr 2021 ist in den Büchern und ich hoffe, dass ihr ein gutes Jahr hattet. Spielerisch war es eines meiner besten Jahre, denn ich glaube, dass ich noch nie so viele verschiedene Spiele auf dem Tisch hatte wie in 2021.

Aber das soll hier ja kein Jahresrückblick werden, sondern ich möchte euch wieder ein Spiel vorstellen, diesmal mit dem Buchstaben „G“.

Ich habe ja fast immer geschrieben, dass es eine schwierige Wahl zwischen den ganzen Titeln in meinem Regal ist, das richtige Spiel auszuwählen. Diesmal war es nicht so.

Das hat zwei Gründe: zum einen habe ich festgestellt, dass ich kaum Spiele besitze, welche den Anfangsbuchstaben G haben und zweitens ist mein gewählter Titel auch kaum zu schlagen.

Es handelt sich diese Woche um Great Western Trail. Es wird oftmals als DAS Kennerspiel von Alexander Pfister bezeichnet oder auch als schlichtweg sein bestes. Diese Beurteilung mag ich selbst nicht zu machen, da ich nicht alle seine Titel gespielt habe, aber Great Western Trail ist einfach grandios.

Zum einen wäre da das Thema. Die Spieler sind Rinderhändler und müssen ihre Herde durch das Land treiben um diese dann in Kansas City auf Zügen weiter zu verschicken und zu verkaufen. Ich kenne kaum ein Spiel, was ein ähnliches Thema hat.

Dann verzahnt es mehrere Mechaniken ineinander und stellt die Spieler das ganze Spiel über vor verschiedene Entscheidungen. Auf dem Weg nach Kansas City muss man diverse Orte passieren, an welchen verschiedene Aktionen möglich sind. Dabei kommt es natürlich darauf an, wem diese Orte gehören. Sind sie schon im Besitz der Mitspieler, dann wird einen das Vorbeiziehen eher etwas kosten. 

Auf dem Pfad lauern auch verschiedene Gefahren, denen man sich stellen muss. Auf diese muss man sich ebenfalls vorbereiten.

Die Rinderherde wird durch Handkarten dargestellt. Es gibt natürlich nicht nur eine Sorte Rinder. Beim Verkauf kommt es dann darauf an, wie viele verschiedene oder Rinder gleicher Art man verkaufen will. Man bekommt dann entsprechend Siegpunkte für seine Herde. Hier hat man also einen Set-Collection-Mechanismus.

Ich werde jetzt nicht tiefer in die Regeln einsteigen, denn sonst wird das Ganze hier zu lang.

Das Spiel ist ja bereits 2016 auf den Markt gekommen und hat jetzt aktuell eine Neuauflage erhalten, in welcher wohl einige kleine Regeln verbessert worden sind und auch das Spielermaterial überarbeitet worden ist. Wer das Spiel also noch nicht hat, sollte sich die Neuauflage auf jeden Fall mal ansehen.

Ich habe das Spiel damals auf der Spielemesse entdeckt. Dort waren gefühlt 1.000 Tische mit diesem Spiel belegt und alle waren begeistert. Da konnte ich natürlich auch nicht widerstehen und habe das Spiel ebenfalls mitgenommen. Ich habe diesen Kauf niemals bereut.

Wer also ein gehobenes Kenner- bis Expertenspiel mit einem eher ausgefallenen Thema sucht, ist bei Great Western Trail richtig. Es gibt auch eine Erweiterung, welche ich allerdings noch nicht gespielt habe. Mir hat bisher das Grundspiel gereicht.

Auch wenn das Spiel sicherlich noch mehr Worte verdient hat, soll es das für dieses Mal wieder gewesen sein. Hier noch die Fakten:

  • Name: Great Western Trail
  • Autor: Alexander Pfister
  • Spieler: 2-4 Spieler
  • Alter: ab 12 Jahre
  • Dauer: 75-150 Minuten

Ich würde mich freuen, wenn ihr bei dem Buchstaben H wieder mit dabei seid.

Von Yogi

männlich, Anfang 40, Brettspiel-Nerd

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