Klau Mau – Nicht beklauen lassen

Das Kartenspiel „Mau Mau“ kennt wahrscheinlich jeder. Die Nürnberger Spielkarten Verlag GmbH hat nun in ihrer Dosenspielreihe ein Spiel auf den Markt gebracht, dessen Titel sehr nach „Mau Mau“ klingt: „Klau Mau“.

Klauen und beklaut werden

Ziel des Kartenspiels „Klau Mau“ ist es am Ende die meisten wertvollen Karten auf der Hand zu haben. Doch die anderen Spieler haben natürlich etwas dagegen. Doch wie kann dieses Ziel überhaupt erreicht werden?

Vor einer Partie werden erstmal alle 108 Spielkarten gemischt. Anschließend erhält jeder der zwei bis acht Spieler vier Handkarten. Die restlichen Karten werden als Nachziehstapel bereit gelegt.

Der älteste Spieler eröffnet dann die Spielrunde indem er die die oberste Spielkarte des Nachziehstapels aufdeckt. Anschließen legt der Spieler eine seiner Handkarten auf die aufgedeckte Karte. Diese muss dabei entweder dieselbe Farbe haben oder dasselbe Motiv zeigen.

Kann ein Spieler keine Karte spielen oder will er keine Karte spielen, teilt er dies seinen Mitspielern mit, indem er „Ich kann nicht“ sagt. Der nachfolgende Spieler hat danach zwei Möglichkeiten. Er kann entweder dem vorigen Spieler glauben oder eben auch nicht. Wird eine gespielte Karte abgezweifelt, muss der Spieler, der angezweifelt wurde alle seine Handkarten zu zeigen. Besitzt er Karten die gelegt werden können muss er eine der Karten spielen, besitzt er keine Karten, darf der angezweifelte Spieler zwei Karten vom Nachziehstapel ziehen.

Sobald ein Spieler keine karten mehr auf der Hand hat, endet eine Runde. Für die Karten auf der Hand erhalten die Spieler dann Punkte. Zahlenkarten bringen dabei den aufgedruckten Wert, während alle anderen Karten jeweils einen Punkt wert sind. Nach so vielen Runden wie Spieler teilnehmen endet dann das Spiel und der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.

Sonderkarten für mehr Abwechslung

Damit sich „Klau Mau“ nicht zu langweilig spielt, hat sich der Autor Frank Stark einige Sonderkarten überlegt. So gibt es zum Beispiel „Das Schlüsselloch“ mit dem man sich eine Farbe wünsche darf oder „Der kleine Tresor“, bei dem der nachfolgende Spieler aussetzen muss.

Durch diese und die weiteren Sonderkarten wird „Klau Mau“ tatsächlich ein wenig aufgewertet, die meisten der Aktionen kennt man allerdings von ähnlich ausgerichteten Kartenspielen.

Wenig Innovation

Das größte Problem bei „Klau Mau“ ist der Umstand, dass alles irgendwie schon mal da war. Einzig der Umstand, dass man bei „Klau Mau“ nicht gewinnt, wenn man als erster alle Karten losgeworden ist unterscheidet den Titel von Spielen wie „Uno“ oder eben dem klassischen „Mau Mau“. Das beworbene „diebische Vergnügen“ stellt sich deswegen auch nur bedingt an.

Kaum Spielfluss

Richtiger Spielfluss und Spielfreude will bei „Klau Mau“ leider nicht aufkommen. Zu oft wurde in unseren Testrunden das freiwillige aussetzen angezweifelt. So hätte man auch mit offenen Karten spielen können, da man nach dem Anzweifeln weiß welche Karten im Spiel sind. Auch die Sonderkarten konnten das Spiel nicht so recht retten.

Vielleicht waren auch die Erwartungen an das Spiel einfach zu hoch, hoffte ich doch auf etwas mehr als eine „Uno“-Variante im diebischen Szenario.

So bleibt festzuhalten, dass die Grundidee von „Klau Mau“ durchaus aus neu bezeichnet werden die kann, die Umsetzung allerdings altbekannt ist. Wem „Uno“ zu bunt und das klassische „Mau Mau“ mit einem Skat-Blatt nicht reicht, der kann somit durchaus einen Blick auf dieses Dosenspiel werfen.

Factsheet:

Name: Klau Mau
Autor: Frank Stark
Verlag: Nürnberger Spielkarten Verlag GmbH
Jahr: 2008
Genre: Kartenspiel
Spieler: 2 – 8 Spieler
Spieldauer: ca. 20 Minuten
Alter: ab 7 Jahren

Unsere Wertung:

Gnislew
kat
Durchschnitt:

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1 Reaktion

  1. 26. August 2013

    […] wie “Sieben” und “Zoff am Herd” gab es auch schlechte Dosenspiele wie “Klau Mau”. Nun habe ich mir “Goldrausch” angesehen, einen weiteren Vertretet der Dosenspielreihe […]

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