Das „Spiel des Jahres 2019“ heißt „Just One“. Das gab die Kritikerjury vom Verein Spiel des Jahres am Montag in Berlin bekannt. Die Auszeichnung „Kennerspiel des Jahres 2019“ ging an „Flügelschlag“.

Spiel des Jahres: Just One

Es kann nur eines geben: „Just One“ ist das Spiel des Jahres 2019. Die Kritikerjury des Vereins Spiel des Jahres wählte das wahnwitzige Wortspiel von Ludovic Roudy und Bruno Sautter aus mehreren Hundert Neuheiten des Jahrgangs als preiswürdig aus. „Schachtel, Würfel, Freizeit, Spaß. Was könnten diese Begriffe assoziativ umschreiben? Klar! Ein Spiel! Im kooperativen „Just One“ muss stets einer der Spieler einen Begriff erraten“, so die Jury: Just One ist insbesondere durch seine Einfachheit genial. Es sticht dadurch hervor, dass es einen ungemeinen Sog entwickelt: Wer es in der Öffentlichkeit spielt, wird schnell Schaulustige anziehen, die am liebsten gleich mitspielen wollen. Und das machen diese dann oft auch, denn die Einstiegshürde ist so niedrig, dass jeder sie problemlos überwinden kann.“

„Just One“ eignet sich für drei bis sieben Spieler ab acht Jahren. Eine Partie dauert etwa 20 Minuten. Das Spiel kostet etwa 25 Euro und ist im Verlag Repos Production (Vertrieb: Asmodee) erschienen.

„Just One“ setzte sich zuletzt durch gegen die ebenfalls nominierten Spiele „L.a.m.a.“ von Reiner Knizia (Amigo, für zwei bis sechs Spieler ab acht Jahren, etwa acht Euro) und „Werwörter“ von Ted Alspach (Ravensburger, für vier bis zehn Spieler ab zehn Jahren, etwa 13 Euro).

Kennerspiel des Jahres: Flügelschlag

Ein Spiel hebt ab: „Flügelschlag“ der Autorin Elizabeth Hargrave ist das Kennerspiel des Jahres 2019. „Brettspiele und Vogelkunde – also doppelt unsexy und angestaubt? Mitnichten! Flügelschlag präsentiert sich nicht mit zerzaustem Federkleid, sondern ist frisch und en vogue“, so die Jury: „Hier hat Autorin Elizabeth Hargrave ein nahezu makelloses Gesamtkunstwerk geschaffen. Eingängige Spielmechanismen, ein schnörkelloser Ablauf und eine hohe Taktung wichtiger Entscheidungen machen Flügelschlag zu einem wahren Überflieger.“

„Flügelschlag“ ist im Verlag Feuerland erschienen. Es ist geeignet für zwei bis fünf Spieler ab zehn Jahren und kostet etwa 50 Euro.

Der Preis Kennerspiel des Jahres wurde nun zum neunten Mal verliehen. Er richtet sich an erfahrene Spieler. „Flügelschlag“ setzte sich durch gegen die ebenfalls nominierten Spiele „Carpe Diem“ von Stefan Feld (alea/Ravensburger, für zwei bis vier Spieler ab zwölf Jahren, etwa 40 Euro) und „Detective“ von Ignacy Trzewiczek, Przemysław Rymer und Jakub Łapot (Portal Games/Pegasus Spiele, für einen bis fünf Spieler ab 16 Jahren, etwa 40 Euro).

Der Preis Kinderspiel des Jahres 2019 war bereits im Juni vergeben worden. Ausgezeichnet wurde „Tal der Wikinger“ von den Autoren Wilfried und Marie Fort (Haba, für zwei bis vier Spieler ab sechs Jahren, etwa 20 Euro).

„Deutschland ist eine Spielenation“, sagte bei der Preisverleihung Kulturstaatsministerin Monika Grütters in ihrem Grußwort. Und die Jury, der sie zu ihrem 40-jährigen Bestehen gratulierte, trage „zur kulturellen Wertschöpfung nicht nur des Gesellschaftsspiels sondern auch der Gesellschaft bei“. Denn: „Spiele fördern den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Sie erlauben, einen Charakter anzunehmen und die Perspektive zu wechseln.“

Der Preis Spiel des Jahres wurde erstmals 1979 vergeben. Ziel des Trägervereins ist die Verbreitung des Kulturguts Spiel in Gesellschaft und Familie. Die Auszeichnung ist die weltweit wichtigste ihrer Art.

Von Gnislew

Herausgeber von Blogspiele - Die ganze Welt der Spiele. Spiele so ziemlich alles was ich in die Finger bekommen egal ob analog oder digital.

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