Im Blickpunkt: Pegasus Spiele

Bald ist es wieder soweit. Dann starten die Spielemesse in Essen. Bevor Ende Oktober wieder tausende von Brettspielern die Messehallen unsicher machen, möchte ich auf Blogspiele -Die ganze Welt der Spiele über einen Verlag etwas genauer berichten, dessen Spiele es meisten schaffen mich zu begeistern. Die Rede ist von Pegasus Spiele.

Das erste Spiel, das ich euch vorstellen möchte ist „Junta“. 2007 veröffentlichte Pegasus Spiele eine Neuauflage des erstmalig 1979 erschienen Spiels und auch nach mehr als 30 Jahren hat „Junta“ nichts von seinem Spielspass verloren. In „Junta“ übernehmen die Spieler die Regierungsämter einer Bananenrepublik. Das wichtigste Amt ist natürlich das den Präsidenten, der auch zunächst in einer mehr oder weniger demokratischen Abstimmung gewählt wird. Doch nach der ersten Wahl beginnt der Machtkampf! Hat der Präsident den Haushalt wirklich gerecht verteilt. Und wäre jemand anderes nicht vielleicht ein besserer Präsident? In „Junta“ werden Bündnisse geschlossen, nur um gebrochen werden. Dem besten Freund in den Rücken zu fallen, gehört bei „Junta“ zum guten Ton! Denn alle Spieler haben nur ein Ziel: möglichst viel Geld auf das eigene Schweizer Konto zu bringen. Notfalls mit Gewalt!

„Junta“ ist ein feines Spiel, doch sollte man eine Regel beachten! Spiele dieses Spiel nur mit Menschen, die damit umgehen können, dass man sich bei „Junta“ nicht immer fair verhält. Natürlich sollte sich an die Spielregeln gehalten werden, denn schummeln ist auch in diesem Spiel fehl am Platze. Versprechen brechen, dem Bündnispartner in den Rücken fallen oder als Präsident den Staatshaushalt ungleich verteilen, dass alles ist bei „Junta“ fast schon Pflicht.

Etwas friedlicher geht es in dem Bietspiel „Revolution!“ zu. Zwar dürfen die Mitspieler auch hier geärgert werden, doch geht es hier dennoch fairer zu als in „Junta“. Durch geschicktes bieten versuchen die Spieler ihre Figuren auf dem Spielbrett zu platzieren und Siegpunkte zu sammeln. Dies geht über Mehrheiten in verschiedenen Gebäuden, aber auch durch Erpressung.

Das schöne bei „Revolution!“: das Spiel ist wirklich schnell erlernt, spielt sich zügig und lädt zu einer Wiederholungsrunde ein. Doch bei „Revolution!“ stimmt nicht nur das Spielerlebnis, auch die Präsentation des Spiels ist wirklich top. Der Spielplan ist schön gestaltet und auch das restliche Spielmaterial hinterlässt einen sehr guten Eindruck. Wer Bietspiele mag, findet in „Revolution!“ vielleicht sein neues Lieblingsspiel aus dieser Rubrik.

Ein anderes Bietspiel ist „Modern Art“. Wie bei „Junta“ handelt es sich auch hier um eine Neuauflage, gleichzeitg aber auch um ein waschechtes Reiner Knizia Spiel. Spielekenner wissen was das heißt. „Modern Art“ ist somit ein einfach zu lernenden Spiel, was allerdings schwer zu meistern ist. Die Spieler übernehmen in diesem Spiel die Rolle einen Galeristen und versuchen eine möglichst attraktive Kunstgalerie zu schaffen. Nur wer auf die richtigen Bilder bietet macht am Ende großen Profit und wird als Sieger darstehen.

Ein wenig Glück gehört bei „Modern Art“ genauso dazu, wie geschickt platzierte Gebote. Und wer die richtigen Bilder zur richtigen Zeit zum Kauf anbietet, macht den ganz großen Reibach. „Modern Art“ ist zudem eines dieser Spiele, deren Spielspaß mit wachsender Spielerzahl wächst. Schon zu dritt macht der Kampf um die beste Gallerie Spaß, mit fünf Spielern ist „Modern Art“ aber der absolute Knaller.

Wer auf der Suche Strategiespielen ist, wird im Verlagsangebot von Pegasus Spiele ebenfalls fündig. Wer sich als Farmer versuchen möchte, kann dies in „Eine Frage der Ähre“ machen. Hier gilt es eine möglichst produktive und ertragreiche Farm zu führen. Wer jetzt an „Agricola“ denkt, liegt falsch. Beide Spiele behandeln zwar ein landwirtschaftliches Thema, „Eine Frage der Ähre“ ist dabei aber wesentlich einfacher zu erlernen und nicht so komplex wie „Agricola“, bietet aber dennoch enormen Spielspaß. Und wieder einmal ist „Eine Frage der Ähre“ eines dieser Spiele, die man schnell lernt, aber erst einmal meistern muss.

Und es ist auch eines der Spiele, bei dem mehr als eine Strategie zum Sieg führt und bei dem man sich seine Strategie von Spiel zu Spiel neu überlegen muss. So wird „Eine Frage der Ähre“ nicht langweilig!

Komplexer geht es bei „Steel Driver“ zu. Das Spielziel ist zwar einfach, am Ende das meiste Geld besitzen, der Weg dahin aber voller Herausforderungen. Das Spiel greift eine populäre Thematik auf: die Eisenbahn. Aber populär ist ja nicht das selbe wie abgegriffen und so ist „Steel Driver“ ein Spiel geworden, welches mit den richtigen Leuten Spaß macht. Bebaut wird dabei die USA und Investitionen stehen im Vordergrund. Für das Spiel sollte man allerdings etwas Zeit mitbringen. Die Angabe auf dem Karton sagt eine Spielzeit von 60 bis 90 Minuten bevor, es kann aber durchaus auch mal etwas länger werden.

Oder darf es noch komplexer sein? Dann ist „Im Wandel der Zeiten“ genau das richtige Spiel. Hier führt man ein Volk durch mehrere Epochen der Zeitgeschichte und wer sich ein wenig für Geschichte interessiert, weiß, dass dies nicht immer einfach ist.

Doch „Im Wandel der Zeiten“ hat auch einen einfacheren Ableger. Und zwar „Im Wandel der Zeiten – Das Würfelspiel: Bronzezeit“. Wie der Titel schon verrät handelt es sich dabei um ein Würfelspiel. Die bis zu vier Spieler versuchen hierbei eine möglichst Große Kultur aufzubauen und müssen dabei darauf achten, dass immer genug Nahrung für die Bürger da ist und man trotzdem Arbeiter erwürfelt, die neue Bauwerke errichten können.

Wie man sieht, im Programm von Pegasus Spiele befinden sich eine Menge toller Spiele und dieser Blick auf das Verlagsprogramm stellt nur einige vor. Spätestens zur Messe in Essen werde ich einen Blick auf die Herbstneuheiten werfen und bei der Vielzahl an Pegasus Spiele Spielen wird es mit Sicherheit auch noch einen zweiten „Im Blickpunkt“ zu diesem Verlag geben.

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1 Reaktion

  1. Bzgl. Junta gibt es Neuigkeiten seit heute! Viva el Presidente!

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