World Traveler in England: interkulturelle „Dos and Don’ts“

Alles ist gut vorbereitet: Deine Koffer sind gepackt, der Reiseführer ausgelesen und die wichtigsten Floskeln im britischen Dialekt beherrscht Du auch schon. Zur Mitte Oktober erscheinenden Übersetzungssoftware World Traveler für Nintendo DS präsentieren Atari und AFS Interkulturelle Begegnungen e.V. interessante Insiderinfos und Tipps für Tripps auf die britischen Inseln. Eine spannende Kultur und viele neue Eindrücke warten auf dich in England, aber auch Situationen, für die selbst das Wörterbuch keine Antwort weiß – kulturelle Eigenheiten lassen sich manchmal schwer übersetzen. Mit folgenden Tipps bleibt ihr nicht sprachlos.

Höflichkeit ist Ehrensache

Zur Begrüßung und Verabschiedung schütteln sich Briten höchstens beim ersten Kennenlernen die Hände, ansonsten ist körperliche Berührung eher unüblich. Beim Einsteigen in den Bus ist es vielerorts üblich, den Fahrer zu grüßen und sich beim Ausstieg von ihm mit einem freundlichen „Thank you!“ zu verabschieden.

Sehr häufig hört man eine Entschuldigung von Briten. Egal, ob sie im Gedränge eines Kaufhauses angerempelt werden oder ihnen in der U-Bahn der Nachbar versehentlich auf die Füße tritt, ein kurzes „Sorry!“ kommt prompt sowohl vom Verursacher als auch vom Leidtragenden.

Meist wird in der Anrede von Beginn an der Vorname gebraucht. Nur wer die Ehre hat, einen adeligen Briten zu treffen, sollte den Titel bei der Anrede keinesfalls vergessen. Frauen werden in England häufig mit einem freundlichen „Dear“, „Love“ oder „Darling“ angeredet, auch wenn sie nur im Supermarkt Einkaufen gehen.

Etwas ungewohnt ist das gesittete Schlangestehen der Briten („to queue up“). Egal ob an Bushaltestellen, bei der Post oder in Kaufhäusern, Briten stellen sich geduldig in die Reihe. Vor allem an Postschaltern oder in der Bank bildet sich eine Schlange für alle Schalter. Sobald einer der Schalter frei wird, tritt der erste aus den Reihen an den freien Platz – so steht man nie in der „falschen“ Schlange.

Essen und Trinken in England

Fish & Chips gehören per Definition sicherlich zum Fast Food, doch kein Essen ist britischer als die frittierten Fische und Pommes frites, die, für deutschen Geschmack wohl eher ungewöhnlich, oft in Zeitungspapier gewickelt zum Mitnehmen serviert werden. Anders als es sich in Deutschland durchgesetzt hat, isst man Fish & Chips in England nicht mit Remoulade sondern mit Weißweinessig und Salz.

Tee wird in England zu jeder Tageszeit getrunken, und dann kommt auf jeden Fall schwarzer Tee in die Tasse. Engländer trinken reichlich davon: durchschnittlich 165 Millionen Tassen am Tag, das sind rund 2,7 Tassen je Einwohner. Auch wenn Engländer eine Vielfalt an Schwarzteesorten genießen, in einem sind sie sich fast alle einig: In den Tee gehört Milch. Dass ihn jeder so trinkt, davon geht man in der zweitgrößten Teetrinkernation der Welt aus. Wer ihn ohne trinkt, sollte seinem Gastgeber unbedingt ein Zeichen geben.

„Tea“ bezeichnet im Englischen auch eine Mahlzeit, die sowohl am Abend, als Abendessen, aber auch am Nachmittag stattfinden kann. Zu diesem „Cream Tea“ werden so genannte Scones gereicht, kleines weiches Backwerk, das warm mit „Clotted Cream“ und Konfitüre bestrichen wird.

Typisch britisch

Der Pub ist wie ein öffentliches „Wohnzimmer“: Hier lassen Engländer aller Generationen den Tag ausklingen, treffen sich mit Freunden oder schauen gemeinsam „Football“ oder „Cricket“. Jeder noch so reservierte Brite taut im Pub auf und öffnet sich den Besuchern seines Landes. Dennoch, tabu sind auch hier Scherze über seltsam scheinende englische Gebräuche und über das Königshaus. „God save the Queen“ ist ein verbreiteter Trinkspruch, der häufig wirklich ernst gemeint ist.

Eine beliebte Beschäftigung ist das „Pub Quiz“: in kleinen Gruppen treten die Gäste gegeneinander an und beantworten vom Moderator gestellte Fragen, um möglichst viele Punkte zu erlangen. Dabei wird viel „Ale“, britisches Bier, getrunken, das normalerweise in „Pints“ (etwa 0,5 Liter-Gläser) serviert wird. Unter Freunden bezahlt jeder eine Runde, so gleichen sich die Kosten aus. Trinkgeld wird in der Regel nicht gegeben.

Auch wenn Briten, historisch begründet, allem was aus Deutschland kommt eher skeptisch gegenüberstehen, haben doch fast alle Städte in England eines übernommen: den „Christmas Market“, auf dem „Mulled Wine“ (Glühwein) gereicht wird.

Engländer sind großzügige Spender für wohltätige Zwecke, und sie sind weltbekannt für ihr ehrenamtliches Engagement in zahlreichen „Committees“. Diese Eigenschaft prägt auch das Stadtbild: Oft sieht man kleine Läden, die Second-Hand-Ware für einen wohltätigen Zweck verkaufen. Neben Unterstützung für Kinder der Dritten Welt spendet ein Großteil der Engländer regelmäßig für den Tier- und Naturschutz. Viele Engländer sind in Vereinen, kirchlichen Gruppen oder bürgerschaftlichen Initiativen aktiv.

Fettnäpfchen, in die Englandbesucher nicht treten sollten:

Nicht alles was in England „Pudding“ heißt ist auch ein Pudding: So ist der „Plum Pudding“ eher ein kuchenartiges Gebäck, „Pease Pudding“ sind pürierte Erbsen und „Black Pudding“ ist Blutwurst.
In England herrscht Linksverkehr – das ist auch wichtig für Fußgänger: Ein beliebtes Missgeschick von ausländischen Besuchern ist es nämlich, auf der falschen Straßenseite auf den Bus zu warten und dann, nach später Einsicht, nur noch die Rücklichter zu sehen.

Fatale Fingerzeichen: Gerne deutet man in Deutschland die Zahl zwei an, indem man die Hand hebt, die Handfläche zu sich gerichtet hält und Zeige- und Mittelfinger nach oben streckt. In England ist das eine sehr obszöne Geste und ist gleichbedeutend mit dem ausgestreckten Mittelfinger bei uns.

World Traveler: ohne Sprachbarrieren um die Welt

Ob auf Geschäftsreise, Schüleraustausch oder im privaten Sommerurlaub, Reisen in Länder wie England, Frankreich, Deutschland, Spanien, Italien, Japan oder China stellen in Begleitung des World Travelers sprachlich keine Anstrengung mehr dar. Dank einfacher und übersichtlicher Benutzerführung durch den Nintendo DS-Touchpen verständigen sich Kosmopoliten in aller Welt flugs per Nintendo DS und verzichten auf umständliches Geblätter in Wörterbüchern. Als idealer Reisebegleiter baut der World Traveler Sprachbarrieren ab und erleichtert das Feilschen auf dem Wochenmarkt genauso wie den Kontakt zu ausländischen Geschäftspartnern

(c)Text: Borgmeier PR

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