Mit 2Dark hat Frédérick Raynal ein neues Spiel veröffentlicht. Wenn im Bereich der Videospiele ein kreativer Kopf so in den Mittelpunkt gerückt wird, dann muss diese Person schon eine besondere Person ein und im Fall von Raynal ist es so, dass er als Schöpfer von Alone in the Dark so etwas wie ei Pionier des Survival Horrors ist. Und 2Dark ist auch so eine Art Survival Horror.

Aber nur so eine Art, denn in vielen Teilen erinnert das Spiel mehr an ein anderes Genre, an Stealth Spiele, also Spiele, in denen man möglichst unbemerkt durch die Level navigieren muss. Der Survival-Faktor wird hier vor allem durch die Knappheit an Ressourcen gelebt, während sonst die taktisch clevere Fortbewegung unter Ausnutzung der dunklen Levelelemente wichtig ist.

Die Spieler*innen übernehmen dabei aus einer schräg von oben 2D-Ansicht die Rolle eines Privatdetektivs, der verschwundene Kinder aufspüren und retten muss. Dabei entdecken sie düstere Geheimnisse rund um die Geschehnisse, müssen herausfinden, welche Objekte weiterhelfen und immer wieder Wachen ausweichen.

Was das eigentlich interessante Spiel dabei zunächst etwas abwertet, ist die ungewohnte Steuerung. Statt Schalter und ähnliches per Knopfdruck zu aktivieren passiert dies in 2Dark indem man gegen diese Spielelemente läuft, Dialoge laufen sogar komplett automatisch ab und das umständliche hantieren im Inventar kann einen schon einmal wichtige Sekunden um Überlebenskampf oder auf der Fluch kosten.

Doch hat man sich einmal mit diesen Gegebenheiten abgefunden bekommt man ein, wie gerade bereits geschrieben, durchaus interessantes Spiel, welches sich durch den reduzierten 2D-Look nicht nur optisch von aktuellen Genrevertretern unterscheidet, sondern dabei mit den immer wieder anders reagierenden Kindern und Gegnern auch interessante Protagonisten und Antagonisten erschaffen hat. Zudem sorgen die Rätsel und die Knobeleien, welche Objekte nun gerade die richtigen sind, immer wieder für Herausforderungen, welche leider allerdings nur durch das Trial and Error Prinzip und weniger durch Nachdenken lösbar sind.

2Dark zeigt, dass es nicht immer die großen Triple A Titel sein müssen. Auch mit einem kleinen Budget-Spiel wie diesem kann man Spaß haben, wenn auch 2Dark bei weitem nicht perfekt ist und die gewählte Art der Steuerung vielleicht etwas zu ambitioniert gewählt war. Wer Survival Horror mag und dieses Genre gerne mal im Mix mit einem Stealth-Spiel ausprobieren möchte, darf einen Blick riskieren.

Fakten:

  • Name: 2Dark
  • Entwickler: Gloomywood
  • Publisher: Bigben Interactive
  • Spieler: 1 Spieler (Offline)
  • Altersfreigabe: USK freigegeben ab 18 Jahren

Unsere Wertung:

Gnislew: 3 out of 5 stars (3 / 5)

Von Gnislew

Herausgeber von Blogspiele - Die ganze Welt der Spiele. Spiele so ziemlich alles was ich in die Finger bekommen egal ob analog oder digital.

Ein Kommentar zu „2Dark (Bigben Interactive): Pixelook vom Survival-Horror Experten“

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