Mit Deckscape hat ABACUSSPIELE seine eigene Reihe mit Escape Spielen auf dem Markt. In dieser Spielreihe kann man zum Beispiel mit Doktor Times einen Test bei Deckscape: Der Test durchführen oder in der mir vorliegenden Version in ein venezianisches Casino einbrechen, weshalb auf der kleinen Schachtel auch der Titel Deckscape: Raub in Venedig prangt.

Aus dem Ruhestand zurück

In diesem Titel aus der Deckscape-Reihe kehren die Spielenden aus ihrem Ruhestand zurück. Einst waren sie Meisterdiebe und nun zwingt ein mysteriöser Auftraggeber die Spielenden, noch einmal ein Ding zu drehen und in das älteste Casino Venedigs einzubrechen.

Rätselkarten und Zeitdruck

Wie bei einem echten Escape Room gilt es nun, diverse Rätsel zu lösen, um so den Coup erfolgreich über die Bühne zu bringen. Anders als zum Beispiel bei der “Escape Room”-Reihe von Noris wird bei Deckscape kein Spielmaterial beschriftet, geknickt oder sonstwie zerstört. Stattdessen werden die Rätsel alle mit den aufgedruckten Informationen auf der Karte gelöst. Die ersten Karten des 60 Karten Decks erklären dabei zunächst die Regeln und weisen auch darauf hin, dass man sich Stift, Papier und eine Uhr bereit legen soll. Ebenso gibt es eine Wertungskarte, die man am Ende beschriften kann, aber nicht muss, sowie eine Hinweiskarte, die Tipps für die Lösung der Rätsel gibt. Und dann liegt auch schon das erste Rätsel vor einem und die Uhr wird gestartet. Gemeinsam schaut man sich die Karte an und sucht zunächst einmal Hinweise darauf, was für ein Rätsel hier gelöst werden muss. Dann schaut man sich das Rätsel an und wenn man meint, man hat die Lösung, dreht man die Karte um und schaut, ob man Recht hatte. War die Lösung richtig, ist alles gut und man geht zur nächsten Karte über, war die Lösung falsch, notiert man sich ein X auf seiner Wertungskarte und bekommt Anweisungen, was als nächstes zu tun ist. 

Bei der Lösung der Rätsel kann es vorkommen, dass aus einem Spielkartenstapel mehrere gemacht werden müssen. Kommt man bei Deckscape an einen solchen Punkt, dann kann an den Rätseln der einzelnen Stapel parallel gearbeitet werden. In der Theorie kann sich die Spielgruppe an diesem Punkt sogar aufteilen und parallel an mehreren Rätseln gleichzeitig grübeln, was sich im besten Fall am Ende in einer kürzeren Abschlusszeit des gesamten Spiels zeigt.

Die letzte Karte

Ist die letzte Karte erreicht und gelöst, ist das Spiel beendet. Nun gibt es noch eine Wertung, mit der man seine eigene Leistung einschätzen kann und später natürlich dann auch schauen kann, wie die Freunde abgeschnitten haben.

Ohne basteln

Wie schon die vorherigen Deck Escape-Spiele, die ich gespielt habe, hat mir auch Deckscape: Raub in Venedig Spaß gemacht. Alle Rätsel waren immer logisch aufgebaut und tatsächlich gab es in dieser Edition auch kein Rätsel, wo man sich hinterher gefragt hat, was sich die Designer dabei gedacht haben.

Doch obwohl mich Deckscape: Raub in Venedig gut unterhalten hat, fehlt mir wie bei den anderen Spielen der Reihe eine Sache, die ich an echten Escape Räumen und den Umsetzungen anderer Verlage liebe. Ich vermisse bei der Deckscape-Reihe einfach das Gefühl, experimentieren zu können. Papier zu falten, um die Lösung zu finden, Dinge auszuschneiden oder auch die Box nach versteckten Hinweisen zu suchen. Bei den bisher gespielten Deckscape-Titeln schaue ich mir einfach nur Karten an und versuche herauszufinden, wo auf der Karte oder den Karten die Lösung zu finden ist. So eben auch hier.

Nur eine Chance

Die zweite Sache, die mich stört, ist, dass man nur eine Chance hat, eine Lösung zu finden. Einmal die falsche Lösung versucht, kann ich mich nicht erneut an das Rätsel setzen und weiter nach der Lösung forschen. Doch was auf der einen Seite schade ist, sorgt auf der anderen Seite auch dafür, dass man sich nicht in einem Rätsel verrennt und die Zeit aus dem Auge verliert.

Escape Room im Taschenformat

Deckscape: Raub in Venedig hat aber auch einen großen Vorteil gegenüber vielen anderen Escape Room Spielen. Es ist klein und handlich. Selbst wenn mal mehr als ein Kartenstapel ausliegt braucht es nicht viel Platz und auch die Schachtel ist nicht viel größer als ein großes Mobiltelefon heutzutage. Die Schachtel passt vielleicht dennoch nicht in die Hosentasche, aber mit diesem kompakten Format passt es trotzdem in fast jede Tasche und ist eben auch an Orten schnell gespielt, wo man nicht viel Platz hat. Hier kommt zudem noch ergänzend hinzu, dass man bei Deckscape: Raub in Venedig mit einfachen Hilfsmitteln wie Stift und Papier spielen kann, während andere Vertreter da mehr Material benötigen.

Schöne Ergänzung im Angebot der Escape Room Spiele

Insgesamt ist Deckscape: Raub in Venedig ein schönes Escape Spiel und zusammen mit den anderen Titel der Deckscape-Reihe eine schöne Ergänzung im Angebot der “Escape Room”-Spiele. Da hier ein anderer Ansatz als zum Beispiel bei “Exit: Das Spiel” verfolgt wird, erreicht man hier auch noch einmal eine andere Zielgruppe und gerade das kompakte Format macht Deckscape: Raub in Venedig zu einem perfekten Mitbringspiel um Freunde und Bekannte mit diesem geselligen Spielgenre bekannt zu machen.

Fakten

  • Name: Deckscape: Raub in Venedig
  • Autor: Martino Chiacchiera, Silvano Sorrentino
  • Grafik: Alberto Bontempi
  • Verlag: ABACUSSPIELE
  • Jahr: 2018
  • Genre: Escape Game
  • Spieler: 1 – 6 Spieler
  • Spieldauer: ca. 60 Minuten
  • Alter: ab 12 Jahren

Unsere Wertung

Gnislew: 3.5 out of 5 stars (3,5 / 5)

Von Gnislew

Herausgeber von Blogspiele - Die ganze Welt der Spiele. Spiele so ziemlich alles was ich in die Finger bekommen egal ob analog oder digital.

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