Hallo und herzlich Willkommen zurück zum meinem kleinen Brettspiel-ABC. Inzwischen ist Weihnachten und ich hoffe ihr habe eine gute Weihnachtszeit verbracht und euch ordentlich Spiele schenken lassen.

Die Zeit verfliegt rückblickend natürlich immer schnell und auch bei meinem ABC sind wir schon beim Buchstaben F angekommen. Auch wenn ich mich da immer wiederhole, aber hier Entscheidungen zu treffen ist immer schwer. Bei den meisten Buchstaben könnte ich tatsächlich ein paralleles ABC schreiben.

Naja, vielleicht wiederhole ich das Beizeiten ja nochmal, da sich der Inhalt des Spieleregals ja im Laufe der Zeit immer wieder ändert. Allerdings der Titel der heutigen Episode wird mein Regal wohl nicht mehr verlassen.

Hier habe ich auch schon eine schriftlich Rezension verfasst. Die Rede ist natürlich von: Fantastische Reiche.

Auf dieses kleine Kartenspiel bin ich tatsächlich über diverse Youtube Blogger aufmerksam geworden. Dort wurde, allerdings die englische Version, immer wieder gelobt und auch betont, wie süchtig dieses Spiel machen würde.

Irgendwann kam dann die Ankündigung, dass Strohmann Games das Spiel lokalisieren wird und man es schon vorbestellen kann. Das habe ich dann auch sofort gemacht. Der Preis lag allerdings bei ca. 20 Euro, was ich für einen stolzen Preis für ein Kartenspiel halte. Da kam dann doch ein kleiner Zweifel auf.

Aber ich kann jetzt natürlich sagen, dass dieses Spiel wirklich sein Geld wert ist. Nicht durch sein Material, sondern durch seinen Spielreiz.

Worum geht es denn jetzt?

Die Spieler müssen versuchen eine möglichst synergetische Hand aus sieben Karten zu erreichen. Das funktioniert ganz simpel: In seinem Zug zieht man entweder eine Karte aus der Auslage in der Tischmitte oder verdeckt vom Nachziehstapel. Danach muss man eine seiner Karten in die Auslage in die Mitte legen. Das war es schon. Das Spiel endet wenn in der Mitte zehn Karten liegen. Dann werden auch schon die Punkte gezahlt.

Das ist dann auch der schwierigste Teil des ganzen Spiels. Einige Karten machen andere wertlos, wieder andere werden besser wenn sie gemeinsam mit bestimmten anderen Karten auf der Hand sind. Da kann man schon ordentlich ins Rechnen kommen.

Für die Auswertung gibt es dann allerdings eine APP, die das Rechnen für die Spieler übernimmt. Das ist auch wirklich gut so, denn sonst würde das Rechnen länger dauern als das eigentliche Spiel.

Was mich an diesem Spiel so fasziniert, ist einfach diese unglaubliche Spieltiefe und die Entscheidungen, welche man beim Spielen treffen muss, obwohl die Regeln so denkbar einfach sind. Auch besteht das Spiel nur aus 53 Karten, was ja wirklich nicht viel ist aber diese reichen halt völlig aus.

Und die Blogger hatten recht: eine Partie reicht einfach niemals aus. Man hat sofort Lust eine weitere zu spielen und sein Ergebnis zu verbessern. Obwohl es eigentlich wie ein Absacker oder ein Opener für einen Spieleabend anmutet, kann es auch schonmal den Abend füllen.

Inzwischen ist eine Erweiterung auf deutsch erschienen: Der verfluchte Schatz. Diese bringt den vorhandenen Fraktionen ein paar zusätzliche Karten und sogar drei neue Fraktionen. Auch die Schatzkarten bringen einen neuen Aspekt ins Spiel.

Wenn ihr mich fragt ob man die Erweiterung braucht, dann sage ich nein. Die Erweiterung ist nett, aber kein Muss. Das Grundspiel ist schon klasse.

Das soll es jetzt aber schon wieder gewesen sein und hier für euch noch die Fakten:

  • Titel: Fantastische Reiche
  • Autor: Bruce Glassco
  • Spieler: 2-5 Spieler
  • Alter: ab 10 Jahren
  • Dauer: ca. 20 Minuten
  • Verlag: Strohmann Games

Dann bis nächste Woche mit dem Buchstaben G!

Von Yogi

männlich, Anfang 40, Brettspiel-Nerd

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