Schaut man sich die Welt der Rennspiele auf Konsole an, dann fällt auf, dass Motorradrennen dabei immer noch eher selten zu finden sind. Ich bin zum ersten Mal bei Road Rash auf dem Mega Drive mit Motorrädern in Rennspielen in Kontakt gekommen und danach sind mit Motorradrennen noch aus spielen wie Project Gotham Racing 4, Motorstorm: Apokalypse oder der Trials-Reihe in Erinnerung geblieben. Nun also TT Isle of Man.

Der Name des Spiels verrät schon was der Kern des Spiels ist. Es ist die unter Motorradfahren hoch verehrte Tourist Trophy auf der Isle of Man einem spannenden und durchaus aus gefährlichem Straßenrennen. Genau dieses Rennen ist Kernelement eines Rennspiels geworden, was allerdings ein großes Problem hat, den Schwierigkeitsgrad. Es mag zwar so sein, dass sich die fahrbaren Zweiräder realistisch fahren, realistich heißt im Fall von TT Isle of Man auch, dass die Motorräder verdammt schwer zu steuern sind. Selbst mit allen Fahrhilfen aktiviert bedarf es einiges an Übung bevor man ohne Stürze über die Strecke kommt, denn fährt man etwas zu stark über den Randstein oder legt sich zu viel oder zu wenig in die Kurve liegt man auf der Nase.

Hoher Frustfaktor

Und dies führt gerade bei Einsteigern in das Genre Motorradrennspiel schnell zu Frust. Natürlich darf ein Rennspiel fordernd sein und natürlich darf ein Rennspiel auch einen hohen Schwierigkeitsgrad haben, doch muss es die Möglichkeit geben sich langsam an den hohen Schwierigkeitsgrad heran zu tasten. Sollte es auf den einfacheren Schwierigkeitsstufen die Chance geben zu üben und zu Erfolgen zu kommen. Und genau hier macht es TT Isle of Man den Spielern schwer.

Ist man allerdings einmal mit dem Motorrad was man gerade fährt vertraut, weiß wie man Kurven richtig nimmt und sein Gewicht verlagert, dann kommt ein richtig tolles Renngefühl auf. Dann kann man den Fahrtwind auf der Couch förmlich spüren. Dann pocht das Herz, wenn man durch enge Häuserschluchten und durch kurvige Straßen brettert.

Karriere auf fiktiven Strecken

Wer das Main Event gemeistert hat oder sich zunächst anderen Herausforderungen widmen möchte, der wird bei TT Isle of Man auch fündig. Das Spiel bietet einen Karrieremodus, der einen über einige fiktive Strecken führt und den Spieler die hoch und tiefs einer Motorsportkarriere erleben lässt. Trotz des bereits erwähnten Frustfaktors ist somit für Langzeitmotivation gesorgt. Einen Onlinemultiplayermodus gibt es ebenfalls. Hier habe ich mich zumindest schwer getan mit, denn die Gegner die ich gefunden habe waren allesamt deutlich bessere Fahrer als ich selbst. Ein leistungsbasiertes Matchmaking habe ich an dieser Stelle vermisst.

Fassen wir zusammen

TT Isle of Man bietet die Möglichkeit eine der bekanntesten Motorradrennen der Welt selbst zu erleben. Doch mit Tücken. Ein Motorrad ist schwerer zu steuern als ein Rennwagen und dies lässt TT Isle of Man die Spieler spüren. Damit geht leider ein gewisser Frustfaktor einher. Wenn die Einstiegshürde einmal genommen ist und man ein Gefühl für den Zweiradsport hat, schlägt dieser Frust dann allerdings in Euphorie um. Dann spürt man das Adrenalin, dass die schnelle Fahrt auf zwei Rädern ausschütten kann.

Fakten

Name: TT Isle of Man
Entwickler: Codemasters
Publisher: Codemasters
Spieler: 1 – 20 Spieler
Altersfreigabe: USK freigegeben ab 0 Jahren

Unsere Wertung

Gnislew: 2.5 out of 5 stars (2,5 / 5)

Von Gnislew

Herausgeber von Blogspiele - Die ganze Welt der Spiele. Spiele so ziemlich alles was ich in die Finger bekommen egal ob analog oder digital.

Ein Gedanke zu „TT Isle of Man (Codemasters): Bockschwere Motorradrennen“

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