Es gibt einfachere Dinge, als in Berlin die passende Wohnung auf Anhieb zu finden. Das gilt nicht nur für jeden „gewöhnlichen“ Mieter, sondern auch für einen Cheftrainer eines Bundesligavereins. Als Urs Fischer 2018 die Geschicke beim 1. FC Union Berlin übernahm, musste vieles schnell gehen. Doch dank der Unterstützung seines Vereins schaffte er es nach drei Monaten im Hotel doch noch in eine schöne Wohnung – mit Blick auf die Spree. Das Stadion an der Alten Försterei befindet sich nicht allzu weit weg von Fischers Zuhause fernab seiner Heimat Zürich. Wenn er nicht gerade in seiner Schweizer Heimat ist, verbringt er viel Zeit zusammen mit seiner Frau in Berlin.

Spezielle Nachbarn

Mit seinen Nachbarn im selben Haus möchte Fischer natürlich gut auskommen. Das gilt umso mehr, wenn man weiß, dass genau in diesem Haus auch immer wieder Spieler von Union Berlin gewohnt haben. Im selben Gebäude wie der Boss zu wohnen ist wohl für niemanden eine selbstverständliche Ausgangslage. Entsprechend wollte sich Fischer 2018 auch zuerst vergewissern, ob die damals im selben Haus wohnhaften Spieler mit seiner Anwesenheit leben könnten. Dass es sich bei den Hausbesitzern um Union-Fans handelt, dürfte aber auch mit den Ausschlag gegeben haben, warum sich Fischer für diese eine Wohnung entschieden hat.

In Köpenick schätzt man die Arbeit des heute 55-jährigen Fischer sehr. 2019 gelang der Aufstieg in die 1. Bundesliga, 2021 gar die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb, die neue UEFA Conference League. Als Siebter der abgelaufenen Bundesliga-Saison wird Union Berlin dabei die Play-Offs um den Einzug in die Gruppenphase zu bestreiten haben. Bei den Live-Sportwetten von bet365 gilt Union in der Bundesliga wiederum zu den Außenseitern, was die Quote von 501,00 bestätigt. Zum Vergleich: Bayern München ist mit 1,17 am 13. Juli 2021 Topfavorit für die neue Saison. Erster Verfolger dürfte Borussia Dortmund sein, mit einer Quote von bereits 8,00.

Gekommen, um zu bleiben?

Bei seinem vorherigen Verein, dem FC Basel, blieb Urs Fischer zwei Jahre, bevor sein Vertrag nicht mehr verlängert wurde. In Berlin steht er mittlerweile schon drei Saisons an der Seitenlinie. Wenn er seinen aktuell bis Ende Juni 2023 gültigen Vertrag erfüllt, werden es fünf Saisons sein, zwei weniger als der aktuelle Rekordhalter bei Union Berlin, Uwe Neuhaus. Dieser war von 2007 bis 2014 insgesamt sieben Jahre lang Trainer. Er hatte den Verein von der 3. Liga in die zweite Bundesliga geführt, wo man sich auch recht bald in der oberen Tabellenhälfte etablieren konnte. Blieb Neuhaus der Aufstieg 2017 noch knapp verwehrt, konnte sich Fischers Team 2019 in der Relegation gegen den VfB Stuttgart durchsetzen.

Die bodenständige Atmosphäre in Köpenick sollte Fischer auf jeden Fall behagen. Ähnliches kennt er nämlich aus seiner langjährigen Fussballheimat Zürich. Als Identifikationsfigur und Kapitän erlebte er mit dem FC Zürich viele bewegte Jahre, gekrönt von einem Pokalsieg im Jahr 2000. Meister wurde er erst später als Trainer – und erst noch mit dem Erzrivalen aus Basel, wo neben zwei Meistertiteln 2016 und 2017 auch noch ein weiterer Pokalsieg hinzukam. Und wer weiß, vielleicht bringt Fischer auch bald noch eine Trophäe nach Köpenick.

Von Gnislew

Herausgeber von Blogspiele - Die ganze Welt der Spiele. Spiele so ziemlich alles was ich in die Finger bekommen egal ob analog oder digital.

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