Bereits 1989 erschien Toki als Spielautomat. Wie viele andere Spielhallenhelden durfte sich auch dieser Automat später über Umsetzungen für die heimischen Wohnzimmer freuen und eroberte ab 1991 unter anderem den AMIGA, das SEGA Mega Drive und das NES. Seit 2019 darf Toki nun auch auf der XBox One hüpfen und zwar in einer Neuauflage des Originalspiels.

Banale Hintergrundgeschichte

Wer sich die die Hintergrundgeschichte von Toki anschaut, wird schnell bemerken, dass diese nicht sonderlich komplex ist. Dies ist kaum verwunderlich, wurde doch 1989 noch deutlich weniger Wert auf eine Hintergrundgeschichte gelegt und selbst heute noch ist das Genre Jump’n’Run nicht unbedingt das Genre, was die komplexesten Geschichten erzählt. In Toki geht es dann auch simpel darum, dass die Freundin des Helden von einem Vodoozauberer entführt und er selbst in einen Affen verwandelt wurde. Das Toki sich nun aufmacht seine Freundin zu retten und selbst zurück verwandelt zu werden, versteht sich dann wohl von selbst.

Sechs Level zum Finale

Auf seiner Reise warten auf Toki sechs Level. Dies klingt erst einmal nicht viel, doch hier darf man sich nicht täuschen lassen. Die Level sind keine kurzen Happen, sondern recht lang und man marschiert auch nicht einmal mal so durch die einzelnen Level durch. Alleine um bis zum Endgegner des ersten Levels zu kommen bedarf es einiges an Übung. Die Bewegungsabläufe der Gegner müssen studiert werden, Sprungpassagen müssen perekt getimt werden und manchmal gehört auch ein wenig Glück dazu, wenn man mal nicht den perfekten Weg und den perfekten Zeitpunkt für seinen nächsten Schritt gewählt hat. Gerade, wenn man nur noch Spiele kennt, bei denen man unendlich viele Versuche für einen Level hat und Checkpoints alle paar Meter gesetzt sind, können auch nur sechs Level für Frust und eine sehr lange Spielzeit sorgen.

Retro-Look

DIe Neuauflage von Toki ist optisch sicher nicht kein Spiel was Preise für die Grafik gelingt. Die Spielwelt und die Charaktere sind alle liebevoll animiert und fangen alleine schon durch die Art wie sie gezeichnet sind die Stimmung der späten 80er ein. Der eingebaute Retro-Look setzt da noch einmal einen drauf, ist aber mehr eine optische Spielerei, da sich das Spiel in der Remake-Grafik einfach besser spielt, als mit künstlichen Retrofiltern.

Abwechslung zum Arcade Modus

Wer den Arcade Modus durchgespielt hat oder keine Lust darauf hat diesen zu spielen, für den hält das Spiel noch einen weiteren Modus parat, den Speedrun. Die Level bleiben die Selben, doch diesmal kommt es nicht nur darauf an durch das Level zu kommen und viel Punkte zu sammeln, sondern darum eine gute Zeit hinzulegen.

Lohnt es sich?

Die Überschrift der Besprechung sagt es bereits. Toki ist kein Spiel für Spieler mit einer niedrigen Frusttoleranz. Die Level sind wirklich schwer und man braucht ein gutes Gedächtnis um zu wissen, welche Gegner wann wo auftauchen und wie man sie besiegen kann. Gerade bei den Endgegnern ist es enorm wichtig die Bewegungsmuster zu kennen um gegen diese eine Chance zu haben. Ist man sich dessen bewusst, bekommt man mit Toki ein solides Jump’n’Run-Spiel. Klar, selbst mit der aufgemöbelten Grafik kann Toki nicht mit modernen Spielen mithalten, sieht allerdings auch alles andere als schlecht aus. Wer also einen aufgehübschten Retrotrip unternehmen möchten oder einfach Lust auf ein bockschweres Spiel hat, kann einen Blick riskieren.

Fakten:

Name: Toki
Entwickler: Microids
Publisher: Microids
Spieler: 1 Spieler (Offline)
Altersfreigabe: USK freigegeben ab 6 Jahren

Unsere Wertung:

Gnislew: 2.5 out of 5 stars (2,5 / 5)

Von Gnislew

Herausgeber von Blogspiele - Die ganze Welt der Spiele. Spiele so ziemlich alles was ich in die Finger bekommen egal ob analog oder digital.

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