Titus Tentakel: Ausschlagende Arme

HABA ist für seine Kinderspiele bekannt und seit vielen Jahren sind die Spiele aus diesem Haus ein fester Bestandteil in vielen Kinderzimmer. Mit „Titus Tentakel“ hat HABA nun ein neues Kinderspiel im Handel, wo direkt in der Spielschachtel gespielt wird und mit einem tollen 3D-Look ausgestattet hat. In der Mitte des Spielbretts sitzt nämlich Titus Tentakel und wartet auf unachtsame Spielfiguren.

Um eine unterhaltsame Partie „Titus Tentakel“ spielen zu können muss zunächst einmal das Spiel aufgebaut werden. Dies ist bei „Titus Tentakel“ etwas mehr Arbeit als nur den Spielplan aus der Schachtel zu nehmen, denn schließlich wird direkt in der Schachtel gespielt, geht aber dennoch sehr schnell von der Hand.

Um das Spiel aufzubauen, wird der Spielplan samt Titus Tentakel einmal aus der Schachtel genommen. Nun werden die Spielfiguren in Form von Schiffen, die Siegpunkte und Form von Münzen, der Farbwürfel und die beiden Einsteckfelsen aus dem Inlay genommen und anschließend der Spielplan zurück in die Schachtel gestellt. Nun werden noch die beiden Felsen an die dafür vorgesehen Stelle des Plans gesteckt und schon ist der Spielplan vorbereitet.

Jeder Spieler bekommt nun die zwei Schiffe der vom ihm gewählten Farbe und stellt diese auf das Startfeld. Die Münzen wiederum kommen auf das Schatzfeld. Nun kann der Startspieler beginnen.

Reihum kommen die Spieler an die Reihe und der Spieler der am Zug würfelt in seinem Zug mit dem Farbwürfel. Anschließend zieht der jeweilige Spieler eines seiner Schiffe auf ein Feld der gewürfelten Farbe. Dabei gelten folgenden Zugregeln.

  • Gezogen wird immer nur vorwärts. Schiffe bewegen sich nie zurück.
  • Auf jedem Farbfeld darf immer nur ein Schiff stehen
  • Ist das nächstgelegene Farbfeld der gewürfelten Farbe, wird auf das Schiff auf das nächste freie Schiff der Farbe gezogen
  • Ist kein passendes Farbfeld auf dem Weg des Schiffes frei, zieht das Schiff direkt auf das Schatzfeld
  • Wurde die Farbe Rot gewürfelt, dann wurde Titus Tentakel geweckt, der nach dem Zug des Spielers aktiviert ist.

Und genau dieser Titus Tentakel sorgt dann auch für ein wenig Chaos und Schadenfreude. Wenn Titus Tentakel aktiviert werden muss, darf der Spieler der rot gewürfelt hat diesen zunächst einmal beliebig drehen. Anschließend wird der Kopf von Titus Tentakel vom aktiven Spieler gedrückt, wodurch die Fangarme von ihm blitzschnell nach außen schießen. Dadurch können Schiffe auf dem Spielplan getroffen werden. Fällt ein Schiff durch einen Treffer nun auf den etwas tieferliegenden Teil des Spielplans, kommt das betroffene Schiff zurück auf das Startfeld. Schiffe, die einfach nur umfallen oder nicht so weite rutschen, dass sie den tieferen Teil berühren hatten Glück und werden einfach wieder ordentlich auf dem Farbfeld platziert auf dem sie vorher standen. Und ja, auch eigene Schiffe sind nicht vor den Fangarmen von Titus Tentakel sicher. Schutz bieten nur die beiden Einsteckfelsen, denn die Farbfelder hinter den Felsen sind für die Arme von Titus Tentakel nicht erreichbar.

Erreicht ein Schiff nun das Schatzfeld, bekommt der Spieler dem das Schiff gehört zur Belohnung eine Münze. Das Schiff selber fährt von dort direkt weiter auf das Startfeld und startet eine neue Fahrt zum Schatzfeld.

Sobald es einem Spieler gelungen ist drei Münzen zu ergattern darf sich dieser, zumindest bis zur Revanche, König der Piraten und Freibeuter nennen und wird zum Sieger erklärt.

Mit „Titus Tentakel“ ist HABA ein fantastisches Kinderspiel gelungen. Klar, das Spiel lebt natürlich von seinem Gimmick mit den rausschnellenden Tentakelarmen, dennoch weiß das Spiel vor allem die Zielgruppe zu begeistern. Dadurch, dass „Titus Tentakel“ schnell gespielt ist, lädt das Spiel dazu ein auch gleich mehr als eine Runde zu spielen und sich so immer und immer wieder darüber zu freuen, wenn die Schiffe der anderen Spieler von den Tentakelarmen vom Brett gefegt werden.

„Titus Tentakel“ ist vielleicht nicht das tiefgehenste Spiel, aber ein Spiel was verdammt gut aussieht und dem eben der fehlende Tiefgang nicht schadet. Hier kommt eine Spaßgranate auf den Tisch, die ihre Schwäche in eine Stärke umwandelt. Leo Colovini hat es geschafft ein rundum gelungenes Kinderspiel zu erschaffen, bei dem Erwachsene gerne mitspielen und das für viele Runden Spaß sorgt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass jedes Kind, was einmal „Titus Tentakel“ gespielt hat dieses Spiel immer und immer wieder spielen will und sicher gerne bei den Freunden erzählt, wie die elterlichen Schiffe von Titus Tentakel vom Spielplan gefegt wurden. So muss ein Kinderspiel sein!

Fakten:

Titel: Titus Tentakel
Autor: Leo Colovini
Grafik: Paletti Grafik
Verlag: HABA
Erscheinungsjahr: 2015
Kategorie: Brettspiel/Würfelspiel
Spieler: 2 – 4 Spieler
Spieldauer: ca. 10 – 15 Minuten
empfohlenes Alter: ab 4 Jahren
Inhalt: 1 Spielplan, 1 Titus Tentakel, 8 Schiffe (je 2 Schiffe pro Farbe), 9 Münzen, 1 Farbwürfel, 2 Einsteckfelsen, 1 Spielanleitung (6 sprachig)

Unsere Wertung:

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Die Bildrechte für das Beitragsbild liegen bei HABA.

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