„Shuffle – Boggle Slam“: Wortbildung

Elektronik und Brettspiele verbinden ist keine neue Sache. Yvio war zum Beispiel so ein Versuch und Ravensburger ist mit TipToi recht erfolgreich in diesem Bereich. Smartphones und Tablets bringen in diesem Bereich aber ganz neue Möglichkeiten. Es gibt kaum noch jemanden ohne ein solches Gerät und so lassen sich Spiele mit elektronischer Unterstützung preisgünstiger ohne teure Zusatzhardware ausliefern. Eine Spielreihe die voll auf diese Möglichkeit setzt ist die „Shuffle“-Reihe von ASS Altenburger, aus der heute das Spiel „Shuffle – Boggle Slam“ einmal näher beleuchtet wird.

Zuerst mal sticht das handliche Format des Spiels heraus. Shuffle-Spiele kommen in einer Box der Maße 11×7.5×4.5 cm womit sie perfekt in wirklich jede Tasche passen. So auch das hier besprochene „Shuffle – Boggle Slam“.

In der Packung befindet sich dann eine kompakte, gefaltete Anleitung mit den Regeln für ein Spiel ohne App-Unterstützung und das eigentliche Spielmaterial in Form von 55 Spielkarten, die jeweils einen Buchstaben zeigen.

Bei „Shuffle – Boggle Slam“ handelt es sich nämlich um eine Kartenvariante des Würfelspiels „Boggle“, bei dem man versucht aus den gewürfelten Buchstaben Worte zu bilden. Bei diesem Kartenspiel kommen nun natürlich keine Würfel, sondern eben Karten zum Einsatz. Vor einer Partie „Shuffle – Boggle Slam“ wird sich auf ein Wort mit vier Buchstaben geeinigt. Die benötigten Buchstabenkarten für dieses Wort werden aus den 55 Buchstabenkarten herausgesucht und in der Mitte des Spieltisches ausgelegt, so dass sie das ausgesuchte Wort bilden. Anschließend werden die verbleibenden Karten möglichst gleichmäßig auf die zwei bis vier Spieler verteilt. Dabei ist es noch gut zu wissen, dass die Buchstabenkarten sowohl auf der Vorderseite als auch auf der Rückseite einen Buchstaben zeigen.

Nun spielen alle Spieler gleichzeitig. Jeder Spieler versucht nun mit einer seiner Buchstabenkarte ein neues Wort zu bilden. War das Ausgangswort zum Beispiel Held, kann ein Spieler ein F auf das H legen und so das neue Wort Feld melden. Daraus könnte dann ein anderer Spieler oder auch derselbe Spieler das D durch ein L tauschen und so das Wort Fell bilden. Wortwiederholungen sind dabei durchaus erlaubt und bei Zweifeln ob ein Wort existiert oder nicht, unterbricht man die Partie und schaut dies kurz im Duden nach. Der Spieler, der seine Karten am schnellsten losgeworden ist, wird dann zum Sieger der Partie „Shuffle – Boggle Slam“ erklärt.

Mit der App zu „Shuffle – Boggle Slam“ wird dem Spiel eine Regelvariante zugefügt. Wo die Karten mit gelben Buchstaben in der Offlinevariante keine Rolle spielen und wie normale Buchstabenkarten behandelt werden, bekommen diese in der App-Variante eine Sonderfunktion. Doch zunächst einmal wird eine Partie „Shuffle – Boggle Slam“ in der App-Variante wie eine Partie ohne App vorbereitet. Mit einem Unterschied. In der App-Version gibt die App das Startwort vor. Hierzu sucht man sich in der App einfach eine der vorgeschlagenen Kategorien aus und lässt sich dann das Startwort generieren. Dieses Wort wird dann wie in der App gezeigt in die Tischmitte gelegt und danach werden die restlichen Karten an die Mitspieler verteilt. Die App zeigt danach eine Stoppuhr auf gelben Grund im Hintergrund und einen Bildhintergrund, der sich farblich verändert. Zeigt der Hintergrund die Farbe schwarz, dürfen alle Karten gespielt werden. Bei einem blauen Hintergrund ist es nur erlaubt blaue Buchstabenkarten zu spielen, bei rotem Hintergrund nur rote Karten. Spielt ein Spieler nun eine Karte mit einem gelben Buchstaben, drückt er die Stoppuhr auf dem Display. Solange diese Stoppuhr läuft, darf nur der Spieler Karten legen, der den gelben Buchstaben gelegt hat. Auch in der App-Version gewinnt der Spieler, der seine Karten als erstes losgeworden ist.

Wie man sieht, ist „Shuffle – Boggle Slam“ alles andere als kompliziert und in beiden Varianten schnell gelernt. Natürlich krankt das Spiel daran, dass Spieler mit einem höheren Wortschatz im Vorteil sind und auch daran, dass man ein wenig Glück mit den Buchstabenkarten haben muss, die man ausgeteilt bekommt, doch beides führt nicht dazu, dass „Shuffle – Boggle Slam“ keinen Spaß macht. Manchmal muss man halt ein wenig warten um seine Karten loszuwerden, doch oft ist es dann so, dass man dann auch gleich mehrmals hintereinander eine Karte legen kann.

„Shuffle – Boggle Slam“ ist für mich ein schnelles Spiel für Zwischendurch. In zwei Minuten erklärt und mit einer kurzen Spieldauer, lädt das Spiel dazu ein zum Auftakt eines Spieleabends oder als Absacker gespielt zu werden. Und natürlich bietet sich das Spiel auch perfekt an um mit auf eine Reise genommen zu werden. Der Platzbedarf im Koffer und auf dem Spieltisch ist minimal, der spielerische Gegenwert dazu angemessen groß. „Shuffle – Boggle Slam“ ist ein Titel aus der „Shuffle“-Reihe, der definitiv einen Blick wert ist.

Fakten:

Titel: Shuffle – Boggle Slam
Autor: –
Grafik: –
Verlag: ASS Altenburger
Erscheinungsjahr: 2014
Kategorie: Kartenspiel
Spieler: 2 – 4 Spieler
Spieldauer: ca. 15 Minuten
empfohlenes Alter: ab 8 Jahren

Unsere Wertung:

Gnislew
Yelref
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Durchschnitt:

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