Duplex: Wortakrobaten

Mit Worten kann man jede Menge Spaß haben. Gute Wortwitze sind der Salz in der Suppe von vielen Komödien und mit der Doppeldeutigkeit mancher Worte kann man auch im Alltag immer wieder Spaß haben. Auch im Bereich der Brettspiele gibt es genug Vertreter des Genres Wortspiel. „Scrabble“ ist hier vielleicht der bekannteste Vertreter dieser Spieleart, doch auch „Boggle“ ist nicht ganz unbekannt. In die Riege dieser Wortspiele reiht sich nun ein neues Spiel mit ein, „Duplex“ aus dem Hause Piatnik.

Viele Karten

Ein Blick in den Karton von „Duplex“ offenbart neben der Spielanleitung eine Menge an Karten. 110 um genau zu sein. Unterteilt sind die Karten in Karten mit einem Buchstaben und einem Symbol, Karten mit zwei Symbolen und Karten mit Oberbegriffen. Ziel ist es nun durch das Sammeln von Karten möglichst viele Punkte zu sammeln und das Spiel so am Ende für sich zu entscheiden. Hierzu liegen in der Mitte zunächst eine Symbol- und eine Oberbegriffkarte aus. Die restlichen Karten werden zu einem großen Nachziehstapel gemischt, der nach dem Mischen in zwei Stapel geteilt wird, die dann neben den beiden auliegenden Karten platziert werden.

Reihum ziehen die Spieler nun Karten, immer solange, bis sie eine Buchstabenkarte ziehen, die dann vor dem jeweiligen Spieler abgelegt wird. Sobald zwei Spieler eine Buchstabenkarte vor sich liegen haben die das gleiche Symbol zeigen kommt es zu einem Wortduell. Dies gewinnt der Spieler, der zuerst ein Wort bilden kann, in dem die beiden Buchstaben der sich duellierenden Spieler vorkommen und das mindestens fünf Buchstaben lang ist. Als Belohnung bekommt der Sieger anschließend die Buchstabenkarte des Verlierers und legt diese als persönlichen Punktestapel beiseite.

Ebenfalls kommt es zu solch einem Wortduell, wenn zwei Buchstabenkarten die beiden Symbole der ausliegenden Karte mit den zwei Symbolen zeigen.

Sonderregeln

Im Grunde tragen so immer zwei Spieler ein Wortduell auch, doch einige Oberbegriffkarten ändern diese Regeln. Immer dann, wenn „alle spielen“ mit auf den Karten steht, wird ein Duell von allen Spielern gleichzeitig ausgefochten. Basis sind dabei immer die Buchstabenkarten der Spieler die das Duell ausgelöst haben.

Auch für den Fall, dass keinem der Duellanten ein passendes Wort vorzieht ist gesorgt. Nach einer Minute wird das Wortduell in diesem Fall als unentschieden gewertet und abgebrochen.

Nett, aber kein Highlight

Die einfachen Regeln und eine schnelle Spielzeit machen „Duplex“ zu einem netten Spiel für Zwischendurch. Das Spiel bietet dabei allerdings wenig Abwechslung und ist im Spielverlauf nahezu eintönig. Könnte man meinen, dass es durch den Kartenmechanik am Tisch eher turbulent zugeht, ging es bei meinen Testrunden eher gemütlich zu. Hektisch wurde es nur immer dann, wenn es zu einem Duell gekommen ist und ein Spieler dies schneller bemerkt hat als der andere.

Auch kam es leider vor, dass bei ähnlichen Buchstabenkombinationen bereits verwendete Wörter recycelt wurden. Sollte das Spiel bei mir noch einmal auf den Tisch kommen, wurde bereits in der Spielrunde mit der „Duplex“ primär getestet wurde beschlossen, dies per Hausregel zu verbieten umso den Schwierigkeitsgrad etwas zu erhöhen.

Ob ein Wortspiel funktioniert hängt oft auch mit den Kenntnissen der Mitspieler zusammen. So auch „Duplex“. Sitzen hier Spieler mit starken Unterschieden bei der Wortkenntnis am Tisch, sind die Spieler mit dem besseren Wortwissen natürlich im Vorteil. Daher ist es aus meiner Sicht wichtig das Spiel nur dann auf den Spieltisch zu bringen, wenn man es mit einer Spielgruppe zu tun hat, die über einen ähnlichen Wissenstand verfügt. Duelle zwischen Eltern und Kindern sind so meiner Meinung nach eine eher schlechte Wahl.

Fakten:

Titel: Duplex
Autor: Andrew Innes
Grafik: –
Verlag: Piatnik
Erscheinungsjahr: 2014
Kategorie: Kartenspiel
Spieler: 3 – 6 Spieler
Spieldauer: ca. 20 Minuten
empfohlenes Alter: ab 10 Jahren

Unsere Wertung:

Gnislew
Yelref
Durchschnitt:

Leserwertung
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Die Bildrechte für das Beitragsbild liegen bei Piatnik.

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