„Pandemie – Auf Messers Schneide“ – Fünf Spieler und ein Bioterrorist

Mit „Pandemie – Auf Messers Schneide“ hat Pegasus Spiele eine Erweiterung zu ihrem Spielehit „Pandemie“ in den Handel gebracht und als aller erstes stellt sich die Frage: Braucht ein gutes Spiel wie „Pandemie“ überhaupt eine Erweiterung?

Brauchen vielleicht nicht, aber auch ohne bisher auf die Neuerungen eingegangen zu sein, kann ich schon einmal verraten, dass „Pandemie – Auf Messers Schneide“ das schön ergänzt. Das Erweiterungsset erweiter „Pandemie“ in mehreren Bereichen. Zum einen ermöglicht „Pandemie – Auf Messers Schneide“ nun ein Spiel mit einem Spieler mehr. Nun können also bis zu fünf Spieler Versuchen die Krankheiten zu stoppen und das Spiel zu gewinnen.

Ebenfalls neu: sechs neue Heldenrollen. Damit wurden die möglichen Spielerrollen deutlich aufgestockt und so kommt noch mehr Varianz in das Spiel. Im Zusammenhang mit den neuen Heldenrolle wurde die Rollenkarte des Betriebsexperten zudem überarbeitet und wird nun mit leicht abgeänderten Regeln gespielt.

Und noch etwas hat sich im Bereich der Rollen getan. Mit dem Bioterrorist ist nun eine Spielerrolle dazugekommen, aus der aus dem reinen kooperativen Spiel gegen das Brett ein Spiel von mehreren Spielern gegen einen Spielern wird. Anders als die anderen Rollen wird die Karte des Bioterroristen aber nicht zufällig verteilt, sondern bewusst einem Spieler zugeteilt. Diese von drei neuen Herausforderungen die „Pandemie -. Auf Messers Schneide“ mit sich bringt wird also ganz bewusst gewählt. Wie sich schon erahnen lässt, versucht der Bioterrorist eine neue Seuche zu verbreiten und gewinnt das Spiel dann, wenn die anderen Spieler es nicht schaffen die vier „alten“ Seuchen und die neue Seuche zu heilen.

Eine andere neue Variante ist „Virulenter Stamm“. Hier wird nicht mit den normalen Epidemiekarten gespielt, sondern mit speziellen Karten für diese Herausforderung. Der Clou bei „Virulenter Stamm“, hier wird eine der Seuche unvorhersehbar besonders tödlich.

Die dritte neue Spielmöglichkeit ist „Mutation“. Hier kommt eine fünfte Seuche ins Spiel und Mutationskarten. Nun müssen die Spieler fünf statt vier Seuchen heilen, da es aber nur zwölf Violette Würfel gibt, ist diese Aufgabe alles andere als leicht.

Und wem die neuen Herausforderungen einzeln noch nicht genug sind, der darf einfach verschiedene neue Szenarien kombinieren. Möglich ist eine Kombination aus „Virulenter Stamm“ und „Mutation“ oder aus „Virulenter Stamm“ und „Bioterrorist“. Alle drei Herausforderungen oder eine Kombination aus „Mutation“ und „Bioterrorist“ ist leider nicht möglich, da für diese beiden Varianten jeweils die violetten Würfel benötigt werden.

Wem das immer noch zu leicht ist, für den bringt „Pandemie – Auf Messers Schneide“ gleich noch einen neuen Schwierigkeitsgrad mit. Mit nunmehr sieben Epidemiekarten kann man sich gerne am legendären Schwierigkeitsgrad versuchen und ich ziehe meinen Hut vor jedem, der das Spiel auf diesem Level besiegt.

Die „Pandemie“-Erweiterung erweitert somit das Spiel in vielen Bereichen und gibt den Spielern die Möglichkeit nicht nur mit einem Spieler mehr zu spielen, sondern dank der drei neuen Varianten auch ein völlig neues Spiel zu erleben. Wer das Grundspiel mag und auf der Suche nach neuen Herausforderungen ist, der macht mit „Pandemie – Auf Messers Schneide“ nichts verkehrt. Diese Erweiterung ist definitiv sein Geld wert und nur fürs Protokoll, mit der Erweiterung gibt es zum Thema passende Petrischalen für die Seuchenwürfel.

Fakten:

  • Titel: Pandemie – Auf Messers Schneide
  • Autor: Matt Leacock, Tom Lehmann
  • Grafik: Tom Thiel, Régis Moulun
  • Verlag: Pegasus Spiele
  • Erscheinungsjahr: 2010
  • Kategorie: Erweiterung
  • Spieler: 2 – 5 Spieler
  • Spieldauer: ca. 60 Minuten
  • empfohlenes Alter: ab 10 Jahren

Unsere Wertung:

Gnislew
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1 Reaktion

  1. kartenspiele online sagt:

    Ich finde es super, dass es jetzt eine Erweiterung gibt. Cool, werde sie mir auf jeden Fall holen, danke 😉

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