Top Race – Rasen und wetten

Motorsport gehört in Deutschland zu den beliebtesten Sportarten. Auf dem PC und den verschiedenen Videospielkonsolen gehören Rennspiele auch immer zu den Spielen, die sich gut verkaufen. Doch auch im Bereich der Brettspiele ist der Motorsport präsent, seid 1996 zum Beispiel mit dem Spiel „Top Race“, das im selben Jahr dann auch auf die Empfehlungsliste für das Spiel des Jahres kam.

2008 hat Pegasus „Top Race“ dann in sein Verlagsprogramm aufgenommen und mit neuen Rennstrecken und einigen neuen Regelvarianten neu aufgelegt. Grund genug das Brettspiel rund um die packenden Autorennen einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Die Idee von „Top Race“ ist ganz simpel. Je nach Spielerzahl gehen die Spieler mit einem oder mehreren Rennwagen an den Start und versuchen dann ihre Rennwagen als erster ins Ziel zu bringen um möglichst viel Preisgeld zu gewinnen. Um auch als abgeschlagener Raser eine Chance zu haben, gibt es auf jeder Rennstrecke bestimmte Punkte, an denen die Spieler in einer Variante von „Top Race“ Tipps abgeben wer ein Rennen gewinnt, wodurch man bei einem oder mehreren richtigen Tipps ebenfalls Preisgeld bekommt. Idealerweise einigt man sich vor einer Partie „Top Race“ auf eine Anzahl an Rennen, denn ein Rennen ist zu wenig um einen Sieger zu küren. Perfekt sind drei bis fünf Rennen. So haben auch die Mitspieler eine Chance, für die es im ersten Rennen nicht so gut gelaufen ist.

„Top Race“ ist dabei allerdings kein Rennspiel, bei dem einfach mit einem Würfel gewürfelt wird und jeder dann alleine durch Würfelglück ins Ziel bringt. „Top Race“ wird mit Karten gespielt und es unabdingbar, dass die Spieler auch Autos bewegen, die nicht ihnen gehören.

Jede Karte zeigt dabei eine oder mehrere Autos und daneben jeweils die Zahl der Felder die das Auto bewegt werden muss. Die Karten werden dabei immer von oben nach unten abgearbeitet und jedes Auto muss die Punkte die angezeigt sind auch bewegt werden. Außer eine Bewegung ist nicht möglich. Dann bleibt das entsprechende Auto stehen oder bewegt sich weniger Felder. Dies passiert meist in Schikanen, durch die nur immer ein Auto durchpasst und die Schikane momentan von einem anderen Auto blockiert wird.

Dadurch kann es durchaus passieren, dass man fremde Auto ungewollt schnell nach vorne bewegt, oder der Gegner eine Karte mit einem hohen Bewegungswert für ein eigenes Auto spielt, dies aber gerade gar nicht bewegt werden kann und so die Bewegung verloren geht.

Schon die Grundvariante von „Top Race“ überzeugt immer wieder durch seine taktischen Finessen und die spannenden Rennen. Alleine die Möglichkeit mit einer Pannen- bzw. Spurtkarte ein Auto für eine gewisse Zeit außer Gefecht zu setzen oder dadurch zu einem anderen Rennwagen aufzuschließen sorgen für einen Gewissen Tiefgang. Und auch die Auktionsphase vor dem Spiel, in der es darum geht das Auto zu ergattern, das am Besten zu den eigenen Karten passt, sorgt für Spannung am Spieltisch.

Doch wem das Grundspiel noch nicht spannend genug ist, für den hält die Neuauflage von „Top Race“ erweiterte Regeln und zwei Varianten bereit. Ich persönlich spiele dabei „Top Race“ immer mit Variante A: Tipps. Hierbei werden, wie weiter oben erwähnt, an bestimmten Stellen im Rennen Tipps auf den Rennsieger abgegeben und wie erwähnt, haben so auch die Mitspieler einen Chance an ein wenig Geld zu kommen, deren Auto schon abgeschlagen ist und keine Chance mehr auf den Rennsieg ist.

Variante B bereichert „Top Race“ dann um Aktiengeschäfte. Anstatt einer Versteigerung der Autos werden Aktien der einzelnen Rennställe unter die Mitspieler gebracht und während der Rennen werden die Aktien ebenfalls gehandelt. Am Ende bekommen die Spieler für jede Aktie ein entsprechendes Preisgeld ausbezahlt.

Die erweiterten Regeln bringen schließlich „Boxenstopps“ ins Spiel. An die Box muss dabei keines der Rennautos, aber es gibt nun eine Stapel Karten er die Box darstellt und von dem die Spieler nun Karten bekommen können. „Boxenstopp“ sollte dabei nur von erfahreneren Spielern gespielt werden, da die Rennen mit diesen erweiterten Regeln schwerer einzuschätzen sind.

In jedem Fall bleibt festzuhalten, dass „Top Race“ auch heute noch ein wirklich fantastisches Spiel ist. Ich habe das Spiel ja erst durch die Neuauflage von Pegasus kennengelernt und spiele das Spiel mittlerweile regelmäßig in der Version Rennen zusammen mit der Tipps-Variante. Und egal in welcher Spielerunde das Spiel gespielt wird, es macht immer Spaß. Dadurch, dass „Top Race“ kein Glücksspiel ist, sonder taktisches Feingefühl erfordert und jedes Rennen, auch auf Grund der unterschiedlichen Spielpläne, anders verläuft, wird das Spiel auch nicht wirklich langweilig. Wer gerne spielt und mit der Thematik etwas anfangen kann, sollte unbedingt einen Blick auf „Top Race“ werfen. Für mich zählt das Spiel in jedem Fall zu den Spielen, die in einem gut sortiertem Spieleschrank auf keinen Fall fehlen dürfen!

Fakten:

  • Titel: Top Race
  • Autor: Wolfgang Kramer
  • Grafik: Hans-Georg Schneider
  • Verlag: Pegasus
  • Erscheinungsjahr: 2008 (1996)
  • Kategorie: Rennspiel
  • Spieler: 2 – 6 Spieler
  • Spieldauer: ca. 60 Minuten
  • empfohlenes Alter: ab 8 Jahren

Unsere Wertung:

Gnislew
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