Im Schutze der Burg – Der Kampf um die besten Burgteile

Es ist schon interessant wie viele ähnliche Spiele es auf dem Markt gibt. Als Gelegenheitsspieler fällt dieses Phänomen nicht so heftig auf, doch als Vielspieler erkennt man immer und immer wieder die selben Spielmechanismen. So geschehen bei „Im Schutze der Burg“ von eggertspiele. Kaum lag der Spielplan auf dem Tisch wurde ich an „Die Säulen der Erde“ erinnert, mit dem Unterschied, dass dort eine Kathedrale gebaut wird und bei „Im Schutze im Burg“ an einer Burg gearbeitet wird.

Doch ein Spiel mit bereits verwendeten Spielmechanismen muss ja kein schlechtes Spiel sein. Also werfen wird doch mal einen Blick auf die Spielmechanismen von „Im Schutze der Burg“ und beantworten die Frage ob diese funktionieren und Spaß machen.

Eine Parte „Im Schutze der Burg“ wird über mehrere Runden gespielt. Im Spiel zu zweit und zu viert sind dies 12 Runden, spielen drei Spieler mit, dann werden 15 Runden gespielt. Jede dieser Runden besteht dabei aus fünf Phasen. Zunächst erhält der Startspieler den Taler vom höchsten Rundenfeld und den Startspielermarker. In Phase zwei legt jeder Spieler eine seiner Personenkarten verdeckt vor sich aus, die dann in Phase drei gleichzeitig aufgedeckt werden. Die Spieler die dabei eine Arbeiterkarte aufdecken, bestücken diese in Phase vier mit Rohstoffen und de Phase fünf werden die aufgedeckten Personenkarten in ihrer festgelegten Reihenfolge ausgeführt. Danach beginnt eine neue Runde und nach der letzen Spielrunde kommt es zu eine Schlusswertung.

Den Spielverlauf und mögliche Spielsituationen nun im Detail zu erklären würde den Rahmen dieser Besprechung von „Im Schutze der Burg“ sprengen, doch wie sich erfahrene Spieler sicher denken können, haben die einzelnen Personenkarten ganz unterschiedliche Fähigkeiten. Insgesamt gibt es sechs verschiedene Personenkarten, die es den Spielern ermöglichen an Taler aus der Bank zu kommen, an Rohstoffe zu gelangen und Bauwerke zu errichten.

Durch taktische Planungen und der richtig gespielten Personenkarten zum richtigen Zeitpunkt erlangt das Spiel eine nicht zu verachtende Spieltiefe, die gerade Gelegenheitsspieler leicht abschrecken kann. Zu jeder Zeit will gut überlegt sein, welche Aktion in dieser Runde die Richtige und ein gewissen Gespür für die Aktionen der Mitspieler ist auch von Nöten, da sonst die eigenen Plänen ganz schnell von den anderen Spielern durchkreuzt werden könnten. Glück spielt hierbei definitiv eine untergeordnete Rolle und so zählt „Im Schutze der Burg“ mit all seinen Facetten zu den anspruchsvolleren Spielen, die man sich für einen Spielabend aussuchen kann.

Aufgewertet wird „Im Schutz der Burg“ zudem dadurch, dass die beiden Autoren Inka und Markus Brand dem Spiel eine noch fordernde Wintervariante mit leicht geänderten Regeln spendiert haben.In dieser kommen spezielle Winterkarten zum Einsatz und der Spielplan wird von der Sommerseite auf die Winterseite umgedreht.

Wer noch nicht genug Strategiespiele mit Personenkarten in seinem Spieleschrank stehen hat, macht mit „Im Schutze der Burg“ nicht wirklich etwas verkehrt. Die verwendeten Spielmechanismen kennt man zwar aus anderen strategischen Brettspielen, doch funktionieren diese auch in diesem Spiel und wissen die taktischen Fähigkeiten der Spieler zu fordern. Für Gelegenheitsspieler ist „Im Schutze der Burg“ vielleicht nicht die erste Wahl. Das Spiel erfordert mit seinem nicht ganz trivialen Regelwerk ein wenig Einarbeitungszeit und meiner Meinung nach sollte man zumindest vorher schon einmal ähnlich gelagerte Spiel gespielt haben, bevor man sich an „Im Schutze der Burg“ wagt. Ist man spielerischen Herausforderungen nicht abgeneigt, darf natürlich auch diese Spielergruppe sofort einen Blick auf „Im Schutze der Burg“ werfen!

Fakten:

  • Titel: Im Schutze der Burg
  • Autor: Inka und Markus Brand
  • Grafik: Michael Menzel
  • Verlag: eggertspiele
  • Erscheinungsjahr: 2008
  • Kategorie: Strategiespiel
  • Spieler: 2 – 4 Spieler
  • Spieldauer: ca. 60 Minuten
  • empfohlenes Alter: ab 10 Jahren

Unsere Wertung:

Gnislew
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1 Reaktion

  1. marco sagt:

    Hört sich interessant an. Vielleicht was für mich.

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