David & Goliath – Kampf der Mäuse

Bereits in der Bibel ist der Kampf David gegen Goliath ein ganz besonderer Kampf. Da wundert es nicht, dass es auch in der Welt der Kartenspiele zu dieser Auseinandersetzung kommt. Im Pegasus-Spiel „David & Goliath“ von Reinhard Staupe treten Mäuse zu dieser Auseinandersetzung an.

Natürlich kämpfen hier keine echten Mäuse, sondern menschliche Spieler mit Hilfe von Karten um den Sieg und zwar drei bis sechs Spieler. Je nach Spielerzahl kommen dabei unterschiedliche viele Hankarten zusammen. Bei drei Spielern kommen so nur die Handkarten mit den Werten eins bis neun zum Einsatz, während bei sechs Spielern mit alle Karten von eins bis 18 benutzt werden.

Das Spiel selbst ist dann ein schnell erlerntes Stichspiel. Reihum spielen die Spieler eine Karte aus ihrer Hand aus und versuchen Stiche zu erbeuten. Doch Vorsicht: viele Karten einer Farbe zu haben ist nicht immer der Schlüssel zum Sieg und manchmal ist es einfach besser einen Stich nicht bekommen zu wollen. Die Vergabe der Stiche geht in „David & Goliath“ nämlich etwas anderes vonstatten als in anderen Spielen und die Prozedur der Punkteverteilung erfordert einiges an taktischem Geschick und auch ein wenig Glück.

Hat jeder Spieler eine Karte gespielt, kommt es zur Verteilung der gespielten Karten. Der Spieler, der die niedrigste Karte gelegt hat, bekommt die höchste Karte im Stich und der Spieler, der die höchste Karte gespielt hat, bekommt die restlichen Karten des Stichs. Sind alle Handkarten gespielt kommt es zur Endabrechnung. Hat man von einer Farbe nur eine oder zwei Karten gesammelt, zählen diese Karten den aufgedruckten Wert, hat man allerdings drei oder mehr Karten einer Farbe, zählt jede Karte nur einen Punkt. Wer nach einer vor Spielbeginn definierten Anzahl an Durchgängen die meisten Punkte hat oder wer zuerst eine bestimmte Punktzahl erreicht hat, gewinnt schließlich das Spiel.

Mir persönlich macht „David & Goliath“ immer wieder sehr viel Spaß. Das Spiel ist einfach von der Mechanik anders als andere Stichspiele und macht so alleine schon von der tollen Idee mit der Stichverteilung großen Spaß. Gerade wenn man in der Vollbesetzung spielt, wird das Sammeln von wenigen, dafür aber hochwertigen Karten zu einer echten Herausforderung und man muss schon höllisch aufpassen, welche Karten noch im Spiel sind und welche nicht. Sonst kann ein Plan schnell nach hinten losgehen und anstatt der erhofften Höchstpunktzahl liegen plötzlich nur drei Punkte vor einem.

Dadurch, dass bei weniger Spielern auch weniger Karten zum Einsatz kommen ist es auch in Partien in kleineren Gruppen möglich das Ziel zu erreichen nur eine oder zwei Karten einer Farbe zu erbeuten und so hohe Punkzahlen zu erreichen. Logisch, dass diese theoretischen Punktzahlen dennoch niedriger sind als in einem Spiel mit sechs Personen, ist die höchste Zahl in einer Partie zu dritt die neun und bei sechs Spielern die 18.

„David & Goliath“ ist definitiv ein Spiel, das einen Blick wert ist. Schnell erlernt und mit der richtigen Mischung aus Taktik und Glück ausgestattet, ist Reinhard Staupe ein Spiel gelungen, dass man immer wieder Gerne auf den Spieltisch stellt um eine Runde zu spielen. Sowohl Gelegenheitsspieler als auch Vielspieler werden mit „David & Goliath“ ihren Spaß haben.

Fakten:

  • Titel: David & Goliath
  • Autor: Reinhard Staupe
  • Grafik: Oliver Freudenreich
  • Verlag: Pegasus
  • Erscheinungsjahr: 2008
  • Kategorie: Kartenspiel
  • Spieler: 3 – 6 Spieler
  • Spieldauer: ca. 30 Minuten
  • empfohlenes Alter: ab 8 Jahren

Unsere Wertung:

Gnislew
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