SPIEL 10: Tag 3 – Viele Spiele und sogar mal was gekauft

Auch am dritten Tag der SPIEL 10 war ich in Essen zu Gast und habe Spiele getestet und sogar eine Neuheit wurde heute gekauft. Gestern noch angetestet heute für günstige 20 Euro erstanden: Der Pate. Und das Spiel wurde sogar heute Abend noch zwei Spielerinnen vorgestellt. Auch zu dritt ist die Dynamik des Spiels gegeben und ich denke, der Kauf heute war eine gute Entscheidung. Ob der Kauf von World of Warcraft – Das Abenteuerspiel auch ein guter Kauf war, muss sich noch zeigen. Das enthaltene Spielmaterial ist den investierten Zehner allemal wert.

Nun aber zu den gespielten Spielen des Tages. Erste Anlaufstelle war Abacus Spiele. Hier kam Jerusalem auf den Tisch. War ich nach der Erklärung des Spiels etwas skeptisch, ob der Spiel auf Grund des integrierten Bietvorgangs auch zu zweit funktioniert, war schnell klar, dass Jerusalem prima zu zweit klappt. Ziel des Spiels ist es einen Turm in Jerusalem zu errichten und der Spieler, der nach fünf Runden den höchsten Turm hat, gewinnt. Hierzu versucht man über geschicktes platzieren seiner Knappen auf dem Feld an Prestigepunkte zu gelangen um so genug dieser Punkte zu erhalten um die einzelnen Ebenen des Turms zu bauen. Viel taktisches Geschiebe macht Jerusalem zu einem guten Spiel. (7/10)

Die gut ersten anderthalb Stunden des Messetages waren damit auch schon wieder vorbei und als nächstes wurde mal bei ein paar kleineren Ständen vorbeigeschaut. Am koreanischen Pavillion wurde so ein Holzfällerspiel mit dem Titel Toc Toc Wood Man gespielt. Mit einer Plastikaxt muss hier gegen einen Holzstamm aus Plastik geschlagen werden um die Rinde zu bekommen. Im Prinzip eine witzige Variante von Jenga, aber mit Sicherheit kein Spiel, welches ganz oben auf den Einkaufslisten der Spieler landen wird. (5/10)

Gleiches gilt für Shake, Shake. Bei diesem Puzzlespiel gilt es seine wie Tetrissteine aussehende Spielsteine auf der runden Spielplattform zu platzieren ohne das diese runter fallen. Der Kniff an der Sache, die Plattform dreht sich und wackelt. Ganz nett, aber kein Spiel was man wirklich braucht. (4/10)

Bei einem der Kleinverlage in Halle 4 wurde dann 4 Monkeys gespielt. Mit seinem fünf Handkarten versucht man als Laboraffe innerhalb eines vier Minuten Zeitlimits verschiedene Kombinationen aus Farben und Formen zu legen um so an Punktekarten zu kommen. Dabei kann geblufft werden und dem Spieler das Leben mit einer Banane die Minuspunkte bringt schwer gemacht. Das Spiel hat wirklich Spaß gemacht, doch mit 20 Euro war mir das Spiel einen Tick zu teuer. Es gibt im Prinzip nämlich nur Handkarten und Aufgabenplättchen als Spielmaterial. Schade, aber vielleicht ist morgen ja noch was zu drehen am Preis. (8/10)

Der Spaziergang durch die Hallen führte dann zu Asmodee. Erstes Spiel hier: Arriala, der Garonne-Kanal. Hierbei muss der Spieler versuchen einen Kanal zu bauen und bekommt hierfür Punkte. Leider versuchen die Mitspieler genau den selben Kanal zu errichten und so entsteht ein taktischer Wettkampf um die die einzelnen Abschnitte. Da man immer nur fünf Aktionspunkte zur Verfügung hat und die Aktionen unterschiedlich teuer sind, wollen die einzelnen Schritte gut geplant sein, Spielfreude kam zu zweit allerdings nicht sehr viel auf, da ich und mein Spielpartner beide das Gefühl hatten etwas eingeschränkt in den Möglichkeiten zu sein. (3/10)

Nach den arbeiten am französisches Kanalsystem ging es nach Ägypten. Das Spiel Sobek wurde getestet. Hierbei gilt es wie bei Rommé Sets auszulegen und Siegpunkte zu erhalten, allerdings bekommt man die Karten dafür nicht von Beginn an auf die Hand und zieht diese nach, sondern man bekommt die Karten in einem ausgelegten Markt und zwar immer nur eine bestimmte Anzahl. Wer dabei eine andere Karte als die erste Karte der ausgelegten Reihe haben will, muss die davor liegenden Karten ebenfalls nehmen. Diese sind Korruptionskarten und können am Ende jeder Runde fatale Minuspunkte bedeuten. Im Prinzip ist diese Rommé-Variante nett, geht Sobek das Spielprinzip doch einmal völlig anders an, allerdings ist der Glücksfaktor bei Sobek auch ziemlich hoch. Durch Charakterkarten kann man diesem zwar ein klein wenig Gegensteuern und auch wenn das Spiel in der Viererrunde in der gespielt wurde Spaß gemacht hat, ich brauche es nicht in meiner Sammlung. (5/10)

Zu guter letzt wurde am heutigen Tag bei Zoch gespielt. Zuerst Mord im Arosa. In den lauten Messehallen ist es recht schwierig ein Spiel zu spielen, in dem das genaue hören eine wichtige Rolle spielt, aber irgendwie hat es geklappt. Mord im Arosa ist ein nettes Ratespiel, in dem auch Glück eine nicht ganz unwichtige Rolle einnimmt. Es geht darum in einem Mehrstöckigen Hotel einen Mord aufzuklären. Dabei werden immer Steine in das oberste Stockwerk des Hotels geworfen und durch hören muss man rausfinden wo diese gelandet sind und dann Verdächtige benennen. Das Ratespiel ist durchaus witzig, aber auch nichts, was zwingend in meinem Spieleschrank muss. Wenn es irgendwo mal auf den Tisch kommt, würde ich aber gerne mitspielen. (6/10)

Letztes Spiel des Tages war Safranito. In diesem Geschicklichkeitsspiel geht es darum Gewürze zu erwerben und dann Rezepte damit zu kochen. Um an die Gewürze zu kommen, werden reihum Pokerchips auf das Spielbrett geworfen und nur wer hierbei ein ruhiges und geschicktes Händchen beweist, landet auch auf den Feldern wo er hinwill. Leider war es bei Zoch sehr eng, so dass das Spiel nicht seinen vollen Reiz entfalten konnte, an einem großen Tisch und mit mehr Platz zum zielen ist Safranito aber bestimmt ein Top-Spiel. (6/10)

Morgen steht nun der letzte Messetag an und das ein oder andere Spiel wandert dann auch sicher noch in meine Tasche. Es müssen ja nicht immer die Neuheiten der Messe sein, die man kauft von daher lasse ich mich einfach mal überraschen, was sich morgen ergibt. Da das mit dem Twittern heute auch wieder nur halbwegs geklappt hat, freut euch auf den morgigen Bericht. Der Empfang in der Messehalle ist nicht immer gut und 3G oder EDGE tauglich, aber ich versuche auch aktuelle Wertungen direkt von der Messe zu twittern morgen.

An dieser Stelle ein Aufruf an die Leser? Seit ihr auch in Essen gewesen? Schreibt mir eure Eindrücke der SPIEL 10 in die Kommentare.

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1 Reaktion

  1. Andreas Ebbert-Karroum sagt:

    Hallo,

    wir waren auch da, und ich bin immer noch enttäuscht von dem verschwendetem Tag 🙁 Mein Feedback:

    https://blog.karroum.dyndns.org/andreas/de/2010/10/24/spiel-2010-a-letdown-spiel10/

    Andreas

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