„Mystery Rummy Fall 1: Jack the Ripper“ – Rommé spielen und dabei Jack the Ripper jagen

Das beliebte Kartenspiel Rommé dürften den meisten Spielern bekannt sein. Bereits 1998 erschien in den USA mit „Mystery Rummy: Jack the Ripper“ eine interessante Variation des Spiels. Statt einem üblichen 52er-Blatts kommen hierbei eigens angefertigte Karten mit Orten und Verdächtigen zum Einsatz und so kann man sich spielerisch auf die Jagd nach Jack the Ripper begeben.

10 Jahre später hat sich Pegasus Spiele dazu entschlossen das kriminalistische Kartenspiel unter dem Titel „Mystery Rummy Fall 1: Jack the Ripper“ auch in Deutschland zu veröffentlichen, so dass man nun nicht mehr auf englischsprachige Importe zurückgreifen muss um „Mystery Rummy Fall 1: Jack the Ripper“ zu spielen.

Je nach Spielerzahl bekommen bei einer Runde „Mystery Rummy Fall 1: Jack the Ripper“ die Spieler zu Beginn eine unterschiedliche Anzahl an Handkarten. Bei zwei Spielern startet man mit 10 Karten, bei drei Spielern mit 9 Karten und bei drei Spielern mit 8 Karten. Die einzelnen Karten zeigen dabei keine klassischen Spielkartensymbole, sondern mögliche Täter, Opfer, Tatorte und Alibis und jeder Spielzug gliedert sich in vier Aktionen, von denen zwei optional sind und zwei zwingend durchgeführt werden müssen.

Einmal pro Partie, darf dabei die erste Aktion, die Tippabgabe, durchgeführt werden. Möchte ein Spieler eine Tippabgabe machen, schreiben alle Mitspieler ihre Vermutung wer Jack the Ripper verdeckt auf einen Zettel. Später in der Wertung bekommt man für einen richtigen Tipp dann 10 Punkte gutgeschrieben, ein falscher Tipp führt dabei nicht zu Punktabzügen.

Die zweite Aktion ist eine der beiden zwingenden Aktionen und heißt „Ziehen“. Hier heißt es eine Karte nachzuziehen und zwar entweder vom verdeckten Nachziehstapel oder vom offenen Ablagestapel. Danach folgt auch schon die dritte Aktion, bei der es sich wieder um eine optionale Aktion handelt. Hier können Handkarten ausgespielt werden. In dieser Phase kann eine Ereigniskarte ausgespielt werden und Hinweise können ausgespielt werden. Wie man sieht, ist dies die Hauptphase des Spiels, in der im groben die gleichen Ausspielregeln wie bei Rommé gelten.

In der letzen Phase muss dann noch zwingend eine Karte abgelegt werden und schon ist der nächste Spieler an der Reihe.

Dieses Spielchen wird solange gemacht, bist einer der folgenden Fälle eintritt. Entweder schließt ein Spieler den Fall ab, indem er seine letzte Karte spielt oder ein Spieler spielt das Ereignis „Der Ripper entkommt“ oder der Nachziehstapel wird zum zweiten Mal aufgebraucht oder ein Spieler wird durch das Ereignis „Polizeipräsident tritt zurück“ zum auslegen seiner letzten Karte gezwungen.

Tritt einer dieser Umstande ein, kommt es anschließen zur Wertung, bei der es zum einem die Möglichkeit gibt, dass der Ripper geschnappt wird oder aber, dass der Jack the Ripper entkommen ist. Je nachdem welcher der beiden Fälle eingetreten ist, werden die Punkte unterschiedlich verteilt und sollte keiner der Mitspieler nach der Runde 100 Punkte erreicht haben, wird einfach eine weitere Runde gespielt.

Aus meiner Sicht ist „Mystery Rummy Fall 1: Jack the Ripper“ eine schöne und interessante Variation des Rommé-Spiels. Toll dabei, das Spiel funktioniert in jeder der möglichen Konstellationen, also mit zwei, drei oder vier Spielern nahezu gleich gut. Einzige Vorraussetzung die die Spieler mitbringen müssen, ist sich davon loszueisen, klassisches Rommé zu spielen. „Mystery Rummy Fall 1: Jack the Ripper“ greift zwar viele der Eigenschaften von Rommé auf, durch die Ereignisse und das etwas andere Spielziel ist „Mystery Rummy Fall 1: Jack the Ripper“ dann doch irgendwie etwas anders als wenn man mit einem 52er-Blatt Karten kloppt. Und das ist auch gut so! Sonst hätte „Mystery Rummy Fall 1: Jack the Ripper“ wohl kaum eine Daseinsberechtigung.

Neben dem spaßigen Spiel, lohnt sich der Kauf von „Mystery Rummy Fall 1: Jack the Ripper“ fast schon alleine wegen der schicken Verpackung. Das Spiel kommt in Buchform daher und macht sich so auch gut im Spieleschrank. Es sticht aus dem Einheitsbrei der sonstigen Spielkartons auf jeden Fall positiv hervor. Aber das nur am Rande.

Fakten:

  • Titel: Mystery Rummy Fall 1: Jack the Ripper
  • Autor: Mike FItzgerald
  • Grafik: Virginijus Poshkus
  • Verlag: Pegasus Spiele
  • Erscheinungsjahr: 2008
  • Kategorie: Kartenspiel
  • Spieler: 2 – 4 Spieler
  • Spieldauer: ca. 30 Minuten
  • empfohlenes Alter: ab 8 Jahren

Unsere Wertung:

Gnislew
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