Shank – Rache ist ein Gericht, das man am Besten kalt serviert

Wer schon etwas länger Computer- und Konsolenspiele spielt, kennt sie. Spiele wie „Double Dragon“, „Final Fight“ oder „Golden Axe“. Alles klassische, seitlich scrollende, Beat ’em Up Spiele. Das Genre war damals sehr populär! Und was damals funktioniert hat, funktioniert auch 2010. Das beweist das XBox Live Arcade Spiel „Shank“ von Electronic Arts und Klei Entertainment.

In „Shank“ übernehmt ihr die Rolle des Namen gebenden Helden. Seine Freundin wurde ermordet und Shank hat nur eines im Sinn: Rache! Er will die Mörder seiner Freundin tot sehen und dafür geht auch Shank über Leichen. Eure Aufgabe ist es nun sich mit Shank im wahrsten Sinne des Wortes durch die Level zu metzeln und Boss für Boss dem Mörder seiner Freundin näher zu kommen. In bester Beat ‚em Up Manier geht es dabei seitlich scrollend durch die Level und es gilt jede Menge Gegner zu vermöbeln ohne selbst dabei drauf zu gehen. Shank stehen dabei eine Vielzahl an Waffen zur Verfügung um den Feinden Herr zu werden. Im Nahkampf setzt er so zum Bespiel Messer ein, während er mit Schusswaffen seine Gegner auf Distanz hält. Für ganz fiese Attacken hat Shank eine Kettensäge im Gepäck oder er malträtiert seine Opfer mit Ketten und Katana-Schwert. Notfalls werden die Gegner auch einfach mal mit Granaten beworfen. Da die Gegner sich natürlich wehren und so auch Shank Schaden nimmt, liegen für die eigenen Gesundheit immer wieder Dosen in der Spielwelt herum, die den eigenen Lebenspunktebalken wieder ansteigen lassen.

Wie man sich nun vielleicht denken kann, ist „Shank“ nicht gerade ein friedliches Spiel und Klei Entertainment hat bei der Umsetzung auch nicht mit Blut gespart. Wenn Shank tötet, dann spritzt das Blut und es fliegen auch mal Körperteile durch die Gegend. Das Spiel hat so zu Recht den dicken roten ab 18 Stempel erhalten. Da „Shank“ sich aber in Comicgrafik präsentiert, wirkt die Gewalt nicht fehl am Platz. Als aktiver Spieler hat man vielmehr das Gefühl eine blutige Zeichentrickserie zu spielen. Als volljähriger Spieler sollte man meiner Meinung nach auch mit dieser Art der Gewaltdarstellung umgehen können.

Doch auch wenn die Gewalt und Blut ein Kernelement von „Shank“ steht, ist es nicht das viele Blut, das „Shank“ auszeichnet. Auch die vorgehensweise in den Levels will gut überlegt sein. Nicht jede Waffe ist in jeder Situation die ideale Wahl und so muss man immer wieder überlegen, welche Waffe zur welcher Zeit, für welchen Gegner die beste Wahl ist. Auch wollen die Heildosen wohl überlegt zu sich genommen werden. Hat man erst minimal Lebensenergie verloren, ist es oft besser die Dose di einem Heilung gibt erst noch liegen zu lassen und ein wenig später noch einmal zurück zu laufen und dann zu heilen, wenn man etwas mehr Leben verloren hat, dafür aber auch einige Gegner mehr erledigt hat. Am Ende könnte sonst wichtige Lebensenergie fehlen.

Auch wenn die Kampagne von „Shank“ nicht die längste ist, bietet das Spiel genug für sein Geld bzw. seine 1200 Microsoft-Punkte. Neben der Möglichkeit das Spiel auf normalen Modus durchzuspielen, was in etwa 4 bis 5 Stunden dauert, gibt es nämlich noch einen Hardmode. Während im normalen Mode gut gesetzte Checkpoints dafür sorgen, dass man bei einem Bildschirmtod an einem der vielen fair gesetzten Rücksetzpunkte einsteigt, muss im Hardmode ein Level komplett ohne zu sterben bis zum Bossgegner gespielt werden. Ansonsten heißt es noch einmal von vorne. Zudem bietet das Spiel auch einen Koop-Modus, in dem „Shank“ zusammen mit einem Freund gespielt werden darf.

Für mich ist „Shank“ eines der XBox Live Arcade Spiele des Jahres. War der „Summer of Arcade“ in diesem Jahr eher schwach, kam mit „Shank“ kurz danach genau das Spiel, worauf ich gewartet habe. Motivierende Beat ’em Up Action mit einem coolen Helden und in toller Optik. Wer schon die eingangs erwähnten Klassiker mochte, wird mit „Shank“ sehr viel Spaß haben und auch volljährige Neulinge im Genre werden auf jeden Fall ihre Freude an dem Spiel haben. „Shank“ ist sowohl die perfekte Kost für Zwischendurch, im Hardmode aber auch eine echte Herausforderung. Mein Tipp: unbedingt anspielen!

Fakten:

  • Name: Shank
  • Entwickler: Klei Entertainment
  • Publisher: Electronic Arts
  • Spieler: 1 – 2 Spieler
  • Altersfreigabe: USK freigegeben ab 18 Jahren

Unsere Wertung:

Gnislew
Durchschnitt:

Leserwertung
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„Shank“ ist für XBox 360 und die Playstation 3 erschienen und auf dem XBox Live Marktplatz und über den Playstation Store erhältlich.

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