13 – Überschreite nicht die 13

In unseren Kulturkreisen gilt die Zahl 13 als eine Zahl, die Unglück bringt. So auch in dem Kartenspiel „13“ von Reiner Knizia, das bei AMIGO erschienen. In den meisten Fällen bedeutet die Zahl 13 hier nämlich, dass man as Spieler einen Kartenstapel nehmen muss und am Ende einer Runde Minuspunkte erhält. Doch fangen wir ganz vorne an.

„13“ ist ein Kartenspiel für drei bis sechs Personen, in dem es darum geht möglichst wenige Minuspunkte zu ergattern. Zu Beginn jeder Runde werden an alle Mitspieler fünf Handkarten verteilt und die restlichen Karten als Nachziehstapel bereit gelegt. In der Mitte des Tisches liegen drei Farbtafeln, in den Farben blau, gelb und grün. Ist ein Spieler an der Reihe legt er nun eine farbig passende Handkarte auf die entsprechende Tafel. Doch Vorsicht: die Summe der auf der Tafel liegenden Karten, darf den Wert 13 nicht überschreiten! Legt ein Spieler eine Karte ab und überschreitet dabei den Wert 13, muss dieser Spiele die bisher auf der Tafel liegenden Karten verdeckt vor sich ablegen. Diese sind am Ende seine Minuspunkte. Nachdem der Spieler eine Karte gelegt hat, zieht er dann vom Nachziehstapel eine neue Karte nach.

Neben Zahlenkarten in den Farben blau, grün und gelb und den Werten eins, zwei, fünf und sieben, gibt es zusätzlich acht fiese Vieren im Spiel. Dies sind Karten mit einer roten vier, die auf jede der Tafeln abgelegt werden können.

Ist der Nachziehstapel aufgebraucht, endet eine Runde „13“. Dann wird abgerechnet. Jede „gewonnene“ Zahlenkarte entspricht nun einem Minuspunkt, wobei die fiesen Vieren eine Ausnahme bilden und zwei Minuspunkte einbringen. Doch man kann Minuspunkten auch aus dem Weg gehen. Sammelt man von einer Farbe die meisten Karten, muss man sich für diese Farbe am Ende keine Minuspunkte aufschreiben. Nachdem alle Mitspieler einmal Kartengeber waren endet die gesamte Partie „13“. Wer nach dieser Runde die wenigsten Minuspunkte gesammelt hat, hat das Spiel gewonnen.

Wie man aus der Beschreibung des Spiels vielleicht entnehmen kann, ist „13“ ein schnell erlernbares Spiel. Autor Reiner Knizia ist es dabei allerdings wieder einmal gelungen, ein Spiel zu kreieren, das dabei den Spieler dennoch taktisch fordert und genau das richtige Maß an Glück mit einfließen lässt. Ständig muss man sich gut überlegen, welche Karte man nun am besten spielt und ob es sich vielleicht sogar lohnt die ein oder andere Tafel abzuräumen. Spiele ich eher niedrigere Zahlen um dann eine Tafel mit mehr Karten abzuräumen oder gehe ich direkt in die vollen um den Gegner die Karten nehmen zu lassen? Wie so oft gilt hier die Prämisse, leicht zu lernen, schwer zu meistern!

Doch genau das ist auch einer der Reize an „13“. Das Spiel ist auf seine ganz eigene Art und Weise unberechenbar je nach Gruppenzusammensetzung und er Spielveranlagung der Mitspieler ist immer eine andere Taktik die Siegerstrategie. Mit einer ungefähren Spieldauer von 45 Minuten hat das Spiel zudem genau die richtige Spielzeit. Damit erfüllt „13“ die perfekten Voraussetzungen um sowohl zum Einstieg in einem Spieleabend, als Abschluss eines solchen oder um einfach mal so auf den Tisch zu wandern!

Fakten:

  • Titel: 13
  • Autor: Reiner Knizia
  • Grafik: Markus Wagner
  • Verlag: AMIGO
  • Erscheinungsjahr: 2009
  • Kategorie: Kartenspiel
  • Spieler: 3 – 6 Spieler
  • Spieldauer: ca. 45 Minuten
  • empfohlenes Alter: ab 8 Jahren

Unsere Wertung:

Gnislew
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