Sherlock Holmes jagt Jack the Ripper – Adventurekost für die Box

Klassische Adventure sind nicht gerade auf den Konsolen verbreitet. Nun aber gibt es endlich auch auf der XBox 360 die Chance ein Grafikadventure zu erleben und zwar in „Sherlock Holmes jagt Jack the Ripper“. Wie der Titel schon verrät geht der Spieler hier mit dem berühmten Detektiv auf die jagt nach dem berüchtigten Prostituiertenkiller Jack the Ripper.

Helfen und Hilfe bekommen

Das Spiel startet in der Baker Street, der Heimat des berühmten Detektivs und nachdem Holmes und sein Assistent Watson von einem Mord im Londoner Stadtteil Whitechapel erfahren hat, machen sich die beiden daran den Mordfall zu untersuchen. Von nun an gilt es den Tatort zu besuchen, Zeugen und Verdächtige zu verhören und Indizien zu sammeln.

Doch leider laufen die Ermittlungen nicht immer geradlinig. Viele der Befragten wollen Holmes und Watson nämlich nicht direkt bei ihren Ermittlungen helfen, sondern verlangen kleine oder manchmal auch größere Gefallen. So möchte eine Bordellmutter zum Beispiel, dass man einen Diebstahl in ihrem Etablissement aufklärt oder der Arzt der örtlichen Klinik braucht Prothesen. Erledigt man diese Aufgaben, kommt man im eigentlichen Mordfall weiter. Nur leider bleibt es nicht bei nur einem Mord und so wird der Fall immer komplexer.

Lösungen liegen nicht immer auf der Hand

Schafft es die Geschichte durchaus zu überzeugen, muss man sich zeitweise leider doch ein wenig durch „Sherlock Holmes jagt Jack the Ripper“ quälen. Dies liegt vor allem an den teilweise zu lang geratenen Dialogen. Alles zieht sich ein wenig, ohne dass der Spieler wirklich eingreifen kann. Auch liegen die Lösungen für manches Rätsel nicht immer auf der Hand. Hat man in den Dialogen mal nicht richtig aufgepasst oder die vielen schriftlichen Notizen die Holmes und Watson sich machen nicht richtig studiert, wird es nämlich manchmal schwer hinter den richtigen Lösungsansatz zu kommen.

Die meisten Rätsel sind allerdings kleine Knobelspiele. Diese sind meisten nicht wirklich schwer und lassen sich mit ein wenig Nachdenken lösen. Schon dabei: das Spiel belohnt die meisten Aufgaben mit Achievements. So spiegeln sich die Fahndungserfolge schnell auch im Gamerscore wieder.

Grafisch nicht mehr topaktuell

Betrachtet man den Titel von der optischen Seite, fällt eines sofort auf: das Spiel ist grafisch nicht mehr ganz frisch. Die Bewegungen der Figuren wirken alle ein wenig Steif und die Texturen der Spielwelt leider etwas matschig. Auch ein paar Details hätten „Sherlock Holmes jagt Jack the Ripper“ gut getan. Die Charaktere selbst sehen allerdings ganz gut aus. Zwar kann der Titel sich auch hier nicht mit den Grafikgrößen mithalten, doch kommen die Charakterzüge der einzelnen Figuren durch ihre Charaktermodelle gut rüber.

Genre gut bedient

Das unterrepräsentiere Genre der Adventures bekommt mit „Sherlock Holmes jagt Jack the Ripper“ einen ordentlichen Auftritt auf der XBox 360. Wenn auch nicht perfekt, schließt das Spiel eine Lücke im breiten Spieleangebot der XBox 360. Wer für seine Heimkonsole auf der Suche nach einem ordentlichen Adventure ist, der sollte einen Blick auf diesen Titel werfen. Trotz der Schwächen, wird man hier viele Stunden gut unterhalten!

Factsheet:

Name: Sherlock Holmes jagt Jack the Ripper
Publisher: Koch Media
Entwickler: Frogware
Spieler: 1 Spieler
Altersfreigabe: USK freigegeben ab 12 Jahren

Unsere Wertung:

Gnislew
Durchschnitt:

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