Bioshock – Unterwasserstadt

Vor vielen Jahren konnte man in „System Shock“ eine verlassene Raumstation erkunden. Die Entwickler erschufen seinerzeit ein klaustrophobisches Szenario, welches Stundenlang an den Bildschirm fesselte. Der Nachfolger „System Shock 2“ war sogar noch einen Tick besser und viele Fans warten seitdem auf einen weiteren Teil der „System Shock“-Reihe. Dieser lässt zwar immer noch auch sich warten und ist auch noch nicht wirklich in Sicht, doch mittlerweile gibt es Alternativen, die genau spannend sind wie das Weltraumabenteuer. Eine davon ist „Bioshock“, ein actionreiches Spiel, in der es gilt, die Geheimnisse der Unterwasserstadt Rapture zu entdecken.

Flugzeugabsturz

Alles fängt mit einem Flugzeugabsturz an. Wie durch ein Wunder überlebt der Spieler den Crash mitten im Ozean und erreicht bald die Unterwasserstadt Rapture. Wirklich sicher ist diese allerdings nicht, denn scheinbar mutierte Menschen und fiese Fallen machen Rapture unsicher.

Was ist hier geschehen? Wie kommt man aus Rapture wieder raus? Und wer oder was steckt hinter den schrecklichen Mutationen?

Alles Fragen, die man im laufe des Spiels erklärt bekommt. Dafür hat Entwickler 2K Games eine fantastische und vor allem spannende Rahmenhandlung entworfen, in die der Spieler förmlich hineingesogen wird. Ist Rapture zunächst ein scheinbar friedlicher Ort, bricht bald die Hölle auf Erde, oder besser unter Wasser, aus.

Aus der Ego-Perspektive wird Rapture erkundet, und auch wenn man im Verlauf des Spiels die Gegner häufig einfach mit den verschiedensten Waffen erschießt, ist das Spiel mehr als ein plumper Shooter. Viele Rätseleinlagen, die Möglichkeit mit einer Fotokamera Bilder von den Gegnern zu machen um mehr über sie zu erfahren und die Möglichkeit die eigene Figur mit dem sogenannten Adam genetisch zu verändern, machen „Bioshock“ eher zu Action-Adventure, als zu einem Shooter. Zumal es wirklich viele Passagen gibt, in denen das Spiel seinen reiz daraus zieht, dass eben nichts passiert. Und eines könnt ihr mir glauben, es kann ganz schön nervenaufreibend sein verlassene Unterwassergänge entlangzulaufen und hinter jeder Ecke könnte ein fieser Gegner herausspringen. Diese subtile Art des Horrors hat schon bei „Resident Evil“ funktioniert und auch „Bioshock“ gelingt es durch diesen simplen Trick Spannung zu erzeugen.

Überhaupt ist die Spielwelt Rapture eine sehr stimmige. Man fühlt sich durch enorme Detailverliebtheit der Entwickler in eine andere Zeit zurück versetzt und selbst die zerstörten Sehenswürdigkeiten vermitteln einen guten Eindruck, wie fantastisch es in Rapture gewesen sein muss, als die Stadt noch florierte. Hier wird wirklich die Fantasie angeregt.

Und auch bei den Gegnern wurde gute Arbeit geleistet. Überzeugen die sogenannten Splicer durch ihre verschiedenen Fähigkeiten ihren unterschiedlichen Stärken und Schwächen, ist 2K mit der Kombination Little Sister / Big Daddy ein Geniestreich gelungen. Die „kleinen Schwestern“ sind kleine Mädchen die mit einer spritze bewaffnet überall in Rapture das genverändernde Adam einsammeln. Soweit so gut, das Problem ist nur, dass jede Little Sister von einem Big Daddy bewacht und beschützt. Kampfkolossen denen man sich besser nicht unvorbereitet in den Weg stellt.

Top Action-Adventure

Will man derzeit ein spannendes Action-Adventure spielen, ist „Bioshock“ eine perfekte Wahl. Mittlerweile ist zwar der Nachfolger „Bioshock 2“ erhältlich, doch lohnt es sich meiner Meinung nach ein Kauf des ersten Teils trotzdem. Man bekommt eine super Geschichte, eine tolle Spielwelt und viele Stunden Spielspaß. Vor allem wenn man bereits „System Shock“ geliebt hat, wird man mit Freude nach Rapture abtauchen. Doch „System Shock“ zu kennen ist keine Bedingung um Spaß mit „Bioshock“ zu haben. „Bioshock“ steht für sich alleine und hat bis auf das ähnliche Spielprinzip nichts mit „System Shock“ zu tun. Beide Spiele spielen in unterschiedlichen Universen. Wer „Bioshock“ bisher verpasst hat, sollte es auf jeden Fall nachholen!

Factsheet:

Name: Bioshock
Publisher: 2K Games
Entwickler: 2K Boston
Spieler: 1 Spieler
Altersfreigabe: USK freigegeben ab 18

Unsere Wertung:

Gnislew
Durchschnitt:

Leserwertung
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