Sushizock im Gockelwok – Auch Hühner mögen Sushi

Mit „Heckmeck am Bratwurmeck“ hatte der Zoch Verlag 2005 ein simples, aber fesselndes Spiel auf den Markt gebracht. Das einfache Würfelspiel war einfach ein gelungener Titel. 2008 bekommt „Heckmeck am Bratwurmeck“ eine Art Nachfolger: „Sushizock im Gockelwok“. An die Stelle der Bratwürmer tritt nun Sushi, doch anstatt nur das Setting zu ändern wurden auch die Spielregeln ein wenig angepasst.

Wie sich unschwer erraten lässt, ist es das Ziel bei „Sushizock im Gockelwok“ möglichst viel Sushi zu ergattern. Wie schon bei „Heckmeck am Bratwurmeck“ würfelt man auch bei diesem Spiel mit speziellen Würfeln. Diese zeigen entweder Sushi, Fischgräten, blaue Stäbchen oder rote Stäbchen. Die Spielsteine liegen ebenfalls wie bei „Heckmeck am Bratwurmeck“ in der Mitte des Tisches. Diesmal gibt es allerdings zwei verschiedene Arten von Steinen. Zum einen gibt es Steine die Pluspunkte bringen, die Sushisteine, und zum anderen Steine die Minuspunkte bringen, die Grätensteine.

Wer an der Reihe ist, bekommt die nun die fünf Würfel und versucht Punkte zu erzielen. Dafür hat er drei Versuche. Nach jedem Würfelversuch muss der Spieler mindestens einen Würfel beiseite legen und spätestens nach dem dritten Wurf, dann eine Fischportion nehmen. Die Anzahl der Symbole entscheiden dann welche Portion man hat. Hat man zum Beispiel zwei Sushisymbole und drei Grätensymbole gewürfelt, darf man entweder die zweite Sushiportion von links nehmen oder die dritte Grätenportion von links. Würfelt man mindestens drei Stäbchen einer Farbe, darf man bei einem Mitspieler eine Portion klauen. Bei drei blauen Stäbchen eine Sushiportion und bei drei roten Stäbchen eine Grätenportion.

Doch warum sollte überhaupt Grätenportionen und damit Minuspunkte sammeln wollen? Ganz einfach. Die gesammelten Portionen werden auf zwei Stapel gelegt. Einen Stapel für Sushi und einen Stapel für Gräten. Eine Sushiportion bringt die aufgedruckten Punkte allerdings nur, dann wenn neben ihr eine Grätenportion liegt. Von daher macht es Sinn die Minuspunkte zu sammeln, denn ohne Minuspunkte keine Pluspunkte. Doch aufgepasst. Grätenportionen bringen auch dann Minuspunkte, wenn ihnen keine Sushiportion gegenüberliegt. Reines grätensammeln führt also nicht zum Ziel.

Sobald alle Portionen aus der Tischmitte entfernt wurden, endet das Spiel und der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.

Variation geglückt

Oft ist es ja so, dass eine Spielvariation eher als billiger Abklatsch daherkommt und spielerisch kaum neues bringt. Mit „Sushizock im Gockelwok“ ist es Erfolgsautor Reiner Knizia allerdings gelungen aus dem erfolgreichen Spielprinzip von „Heckmeck am Bratwurmeck“ ein neues Spiel zu schaffen, dass auf die Grundidee und die Grundregeln von „Heckmeck am Bratwurmeck“ aufsetzt, aber dennoch ein völlig anderes Spiel ist. Man muss bei „Sushizock im Gockelwok“ schon eine andere Taktik benutzen um zum Sieg zu kommen auch was die Würfelei angeht, spielt sich „Sushizock im Gockelwok“ doch anders als „Heckmeck am Bratwurmeck“.

Mir persönlich gefällt „Sushizock im Gockelwok“ wirklich gut, da hier mehr das taktische Vorgehen als das Glück über Sieg oder Niederlage entscheiden. Mit seiner kurzen Spielzeit von knapp 20 Minuten eignet sich das Spiel zudem immer mal wieder für eine Runde zwischendurch oder ist ein prima Einstieg in einen Spielabend. Ich kann das Spiel wirklich nur empfehlen.

Factsheet:

Name: Sushizock im Gockelwok
Autor: Reiner Knizia
Verlag: Zoch
Jahr: 2008
Genre: Gesellschaftsspiel
Spieler: 2 – 5 Spieler
Spieldauer: ca. 20 Minuten
Alter: ab 8 Jahren

Unsere Wertung:

Gnislew
Durchschnitt:

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