Bangai-O-Spirits – Sprite-Invasion auf dem DS

Es gibt Spiele, die sind irgendwie seltsam. Auf dem DS gilt dies für den Titel „Bangai-O-Spirits“, einem Remake von „Bangai-O“, welches auf dem Sega Dreamcast und dem Nintendo 64 erschienen ist.

Tutorial extrem

Die Kuriosität von „Bangai-O-Spirits“ fängt bereits mit dem Tutorial an. Will man die Spielmechanik des Titels erlernen, muss man sich mit ganzen 18 Tutorials befassen. Und diese 18 Tutorials sind auch bitter nötig um überhaupt den Hauch einer Chance zu haben in „Bangai-O-Spirits“ zu überleben.

In 160, von Anfang an frei wählbaren Levels, erwartet Euch nämlich in diesem 2D-Shooter eine Unzahl von Gegnern, die man bisher in keinem anderen Spiel gesehen hat. Wo in klassischen Genrevertretern vielleicht eine handvoll Bösewichte auf euch wartet, sind es bei „Bangai-O-Spirits“ oftmals mehrere Dutzend. Wer hier in den Übungsmissionen die Steuerung nicht verinnerlicht hat und weiß, welche Waffe was bewirkt, überlebt selten länger als wenige Sekunden.

Hirnschmalz und Reaktionsvermögen

Durch den recht hohen Schwierigkeitsgrad ist „Bangai-O-Spirits“ natürlich kein Spiel für jedermann. Im Gegensatz! Der Titel spricht schon ein sehr spezielles Publikum an und so ist es als kleine Überraschung zu werten, dass Koch Media das Spiel in Deutschland veröffentlicht hat. Die Freunde von Japano-Shootern wird dies freuen, müssen sie den Titel nun nicht teuer importieren.

Und wer sich den Titel zulegt, bekommt ein Spiel, welches mehr zu bieten hat, als stupides Ballern. Mit einfachen schießen, gewinnt man bei „Bangai-O-Spirits“ nämlich keinen Blumentopf. Vielmehr gilt es in jedem der Levels mit der richtigen Auswahl an Waffen den Schwachpunkt des jeweiligen Spielabschnitts aufzutun und mit enorm guten Reaktionszeiten den eigenen Plan in die Tat umzusetzen,

Pixel en Masse

Und dabei zeigt das Spiel dann auch was „Bangai-O-Spirits“ neben der Hirnakrobatik auszeichnet. Die Bildschirme des Nintendo DS werden von Sprites nur so übersäht, so dass zeitweise kein „leerer“ Pixel mehr vorhanden ist. Wer hier die Übersicht behält ist im Vorteil und hat große Chancen die Prüfungen von „Bangai-O-Spirit“ zu überstehen.

Nicht mein Fall

Mir persönlich hat „Bangai-O-Spirits“ nicht so zugesagt. Kann man mich durchaus mit komplexeren Spielen hinter dem Ofen hervorlocken, war es mir bei „Bangai-O-Spirits“ dann doch etwas zuviel des Guten. Alle Tasten des Nintendo DS werden zur Steuerung benutzt und die Reizüberflutung auf dem Bildschirm hat meine Aufnahmefähigkeit ehrlich gesagt überfordert.

Für diejenigen, die bereits die Dreamcast oder Nintendo 64 Version von „Bangai-O“ gespielt haben, ist „Bangai-O-Spirits“ aber ein interessanter Titel, der durchaus einen Blick wert ist. Auch ohne die Vorgänger zu gehen, kommt das Spielprinzip interessant daher, ist für meine Verhältnisse nur ein wenig zu komplex.

Factsheet:

Name: Bangai-O-Spirits
Publisher: Koch Media
Entwickler: D3 Publisher of America
Spieler: 1- 4 Spieler
Altersfreigabe: USK freigegeben ab 6 Jahren

Unsere Wertung:

Gnislew
Durchschnitt:

Leserwertung
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