Time’s Up – Prominente raten

Partyspiele sind in Deutschland schon immer ein beliebtes Genre gewesen. Mit „Time’s Up!“ bringt Pro Ludo bzw. Asmodee einen wirklich gelungenen Vertreter dieses Genre in den Spielehandel.

Munteres Prominenten raten

Ziel von „Time’s Up!“ ist es möglichst viele Prominente zu erraten. Dazu werden zu Beginn des Spiels 40 Karten gleichmäßig auf die Mitspieler verteilt. Zusätzlich erhält jeder Spieler zwei weitere Karten. Seine erhaltenen Karten schaut sich jeder Spieler nun an und legt zwei davon weg. Diese beiden Karten gehen aus dem Spiel, während die restlichen Karten, insgesamt also wieder 40, die Prominenten darstellen, die es zu erraten gilt.

Gespielt wird danach in Teams. Bei fünf oder sieben Spielern wird mit etwas geänderten Regeln gespielt, was aber einfach in der Spielanleitung erklärt ist. Ingesamt geht eine Partie dann über drei Runden.

Erkläre einen Prominenten

In der ersten Runde geht es darum die auf den Karten abgedruckten Prominenten zu erklären. Dazu darf man, wie bei Spielen dieser Art üblich, keine Teile des Namens, keine Übersetzungen und ähnliches verwenden. Natürlich geht das ganze auf Zeit und wenn die dreißig Sekunden der mitgelieferten Sanduhr abgelaufen sind endet der Zug für einen Spieler. In der ersten Runde ist es nicht erlaubt Karten zu überspringen und wenn bei den Erklärungen gegen die Regeln verstoßen wird, endet der Zug sofort.

Wird eine Karte nicht erraten, kommt diese wieder zurück in den Stapel. Der nächste Erklärer mischt den Kartenstapel und versucht seinerseits nun die Prominenten zu erklären.

Sobald der gesamte Stapel erraten wurde, ist die erste Runde zu Ende. Die gewonnen Karten zählen dabei als Punkte und werden notiert.

Ein Wort – ein Prominenter

In der zweiten Runde wird nun wieder mit denselben Karten gespielt. Man muss also dieselben Prominenten erraten wie in der ersten Runde. Die Art und Weise wie man vorgehen muss ist allerdings ein wenig anders. Durfte in Runde eins noch ausschweifend erklärt werden, ist es nun nur noch erlaubt ein Wort zu nennen. Wurde Herbert Grönemeyer in Runde eins zum Beispiel mit „Musiker der aus Bochum kommt“ erklärt, kann der Erklärer nun zum Beispiel Bochum sagen um die Rater auf die richtige Fährte zu bringen. Natürlich darf er auch Wörter benutzen, die in vorherigen Erklärungen nicht verwendet wurden.

Die Rater wiederum haben genau eine Chance den richtigen Prominenten zu erraten. Wurde der richtige Prominente genannt, legt der Erklärer die Karte vor sich ab. In dieser zweiten Runde ist es erlaubt, Karten zu überspringen. So kann man besonders schwierige Karten umgehen.

Sind alle vierzig Prominenten erraten, dann ist die zweite Runde beendet und die vor einem liegenden Karten werden wieder als Punkte gezählt.

Spiele einen Prominenten

Auch in der dritten Runde werden abschließend wieder dieselben Prominenten erraten. Diesmal allerdings darf nicht mehr gesprochen werden. Pantomime ist angesagt. Der Erklärer muss nun also durch Mimik und Gestik versuchen die gesuchten Personen darzustellen, wobei Geräusche allerdings erlaubt sind. Muss zum Beispiel die Biene Maja erraten werden, dann kann mit den Armen geschlagen werden und dazu „summ summ“ gemacht werden. Wieder gilt, es darf nur einmal geantwortet werden und Karten dürfen übersprungen werden. Und auch nach dieser Runden werden die gewonnen Karten als Punkte notiert.

Das Team, das nun in den drei Runden die meisten Punkte gesammelt hat ist Sieger.

Kurzweiliger Partyspaß

„Time’s Up!“ ist in jedem Fall ein absoluter Partyhit. Dadurch, dass in jeder der drei Runden die gleichen Prominenten erraten werden müssen, hat man auch Chancen Punkte zu sammeln, wenn man Teile der gesuchten Personen nicht kennt. Dann muss man sich nur verwendeten Assoziationen merken um zum Erfolg zu kommen.

Es ist auf jeden Fall so, dass das gesamte Spiel durchdacht ist und man nach einer Runde „Time’s Up!“ sofort Lust auf eine Revanche hat. Gerade wenn die Gruppe stimmt und alle wirklich bei diesem Erklärspiel mitspielen, ist „Time’s Up!“ der absolute Partyknaller und eine echte Alternative zu etablierten Partyspielen wie „Tabu“ oder „Activity“.

Dadurch, dass die 218 Karten mit jeweils zwei Namen bedruckt sind und man immer nur 40 Karten spielt, kommt so schnell auch keine Langeweile auf, wodurch man eine wirkliche lange Zeit sehr viel Freude mit „Time’s Up!“ haben wird.

Prominente im Stoffsäckchen

Ein weiterer Pluspunkt ist natürlich auch die Aufmachung. Zwar sind die Karten und die Sanduhr mit Sicherheit kein künstlerischen Highlight, doch dafür ist es eine super Idee, dass Spiel mit einem schicken Stoffbeutel auszuliefern. Mit ihm ist es möglich „Time’s Up!“ auch mal mitzunehmen und nicht nur auf Parties im heimischen Wohnzimmer zu spielen.

Ebenfalls kann ich mir gut vorstellen, dass es in Zukunft Erweiterungen zum Spiel geben wird, die neuen Prominente liefern, vielleicht themenspezifisch wie zum Beispiel ein Sportlerset oder ähnliches.

Für mich jedenfalls ist „Time’s Up!“ eine echte Bereicherung im Spieleschrank. Gute Partyspiele kann man ja eigentlich nie genug haben und mit diesem Titel hat es ein richtig unterhaltsamer Vertreter geschafft mein Herz zu erobern. Wer auf Partyspiele steht, der sollte in jedem Fall über einen Kauf von „Time’s Up!“ nachdenken. Verkehrt macht man damit nichts.

Factsheet:

Name: Time’s Up
Autor: Peter Sarret
Verlag: Pro Ludo / Asmodee
Jahr: 2008 (Neuauflage)
Genre: Partyspiel
Spieler: 4 – 12 Spieler
Spieldauer: ca. 45 Minuten
Alter: ab 12 Jahren

Unsere Wertung:

Gnislew
hwe
kat
Durchschnitt:

Leserwertung
[Total: 0]

Das könnte dich auch interessieren...

1 Reaktion

  1. 17. November 2009

    […] Aktions – bzw. Erklärspiel Tabu wird folgendermaßen gespielt: Die Spieler werden in zwei Gruppen aufgeteilt. Es wird jeweils […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.