SPIEL 08 – Der vierte (letzte) Tag im Rückblick

Mit dem heutigen Sonntag endete die SPIEL 08 in Essen. Überraschenderweise war die Messe heute fast angenehm leer. Zumindet leerer als im vergangenen Jahr und deutlich leerer als am gestrigen Samstag. Fast überall konnte man mit ein wenig Geduld einen Spieltisch erobern und zur Not wurde eben auf dem Boden gespielt.

Wie zum Beispiel zu Beginn des Tages bei Kosmos. Gestern waren wir nicht mehr dazu gekommen das Legespiel OnTop zu spielen, was dann heute morgen nachgeholt wurde.

Doch bevor gespielt wurde, stand erstmal ein Gesprächstermin bei Asmodee auf dem Programm. Asmodee im speziellen ProLudo hat einige interessante Messeneuheiten vorgestellt, die bei Gelegenheit sicher mal angespielt werden. Vor allem der Titel Ein bisschen Mord muss sein könnte in der richtigen Runde ein echter Knaller sein. Für Freunde des Motorsports hat ProLudo Formula D im Programm. Alleine die Aufmachung des Spiels macht Lust auf eine Runde Formula D und wie sich im Gespräch ergeben hat, scheinen auch die Spieler, die schon die alte Version von Formula D gespielt haben, gefallen an dieser Neuauflage gefunden zu haben.

Die weiteren Titel von ProLudo: Time’s Up (Rezension demnächst hier), Senji und Age of Empires III.

Nun aber zurück zu den Spieletestrunden. Wie geschrieben begann das Spielen bei Kosmos mit OnTop. Einfache Regeln ermöglichen hier einen wirklich schnellen Einstieg, doch das gewinnen ist wie so oft gar nicht so leicht. Bei diesem Legespiel geht es darum Farbkreise zu bilden und in diesen die Mehrheit zu haben, um so Siegpunkt zu erlangen. Ein wirklich spannendes Spiel, welches die grauen Zellen fordert und dabei Spaß macht. (Wertung nach einer Runde: Gnislew – 8/10; Stina – 7.5/10)

Der zweite Stopp des Tages fand ebenfalls bei einem Verlag an, der schon einmal während der Messe Anlaufstelle war: Pegasus. Hier haben wir Tatort Themse Probe gespielt, ein recht einfach gestricktes und wenig aufregendes Kartenspiel. (Wertung nach einer Runde: Gnislew – 5/10; Stina – 5/10)

Interessanter war da schon Kohle. Dabei handelt es sich um ein extrem komplexed Wirtschaftspiel, dessen Ersteindruck unter der Komplexität und den schwer zu vermittelnden Regeln etwas gelitten hat. Wahrscheinlich steckt hinter dem etwas schwer zugänglichen Spiel ein wirklich guter Titel, doch bei der ersten Proberunden konnte Kohle noch nicht überzeugen. (Wertung nach einer Runde: Gnislew 5/10; Stina – 2/10)

Nach Kohle hatten wir dann die Chance ein echtes Highlight zu spielen. Munchin Quest.Die Brettspielvariante von Munchkin liegt zwar bisher nur in englisch vor, macht aber Riesenspaß. Vor allem wenn man eh schon ein Fan der Munchkinspiele ist, kommt man um diesen Titel nicht herum. Munchkin Quest überträgt die wichtigsten Elementen des Kartenspiels in das Brettspiel, wobei es sich bei dem Spiel nicht wirklich um ein klassisches Brettspiel handelt, da der Spielplan erst nach und nach durch die Aktionen der Spieler wächst. Pflichtkauf! (Wertung nach einer Runde: Gnislew – 10/10; Stina – 10/10)

In Halle 4 haben wir dann den eher unbekannten Verlag Adrenaline Brush aufgesucht. Hier wurde zwar um kurz nach drei schon eifrig zusammen gepackt, da man in Calais den Zug nach England erwischen musste, trotzdem hatte man die Zeit uns die drei Spiele des Verlags, Elixir, Summit und Fondue zu zeigen. Wirklich angespielt haben wir die drei Titel zwar nicht, aber irgendwie haben uns die Spiele alleine von der Präsentation und Aufmachung gefallen und alle drei zusammen für 50 Euro mitgenommen.

Weiter gespielt wurde dann bei Zoch. Hier haben wir uns Sushizock im Gockelwok angesehen und auch angespielt. Auf den ersten Blick sieht das Spiel wie Heckmeck am Bratwurmeck aus, spielt sich aber doch ein wenig anders und mit einigen neuen Ansätzen. Und diese neuen Ansätze sind mehr als nur die Tatsache, dass man nun nicht Würmer, sondern Sushi sammelt. (Wertung nach einer Runde: Gnislew – 7/10; Stina – 6/10).

Letztes Spiel des Tages war Worm Up! von Abacus. Hier gilt es seinen Wurm schnellstmöglich von der Starlinie ins Ziel zu bringen, was durch das auslegen von Zahlenplättchen passiert. Dies ist eines der Spiele, die sich auf den ersten Blick wenig spannend anhören, einen bei einer Spielrunde direkt fesseln und für großen Spaß sorgen. (Wertung nach einer Runde: Gnislew – 7/10; Stina – 7/10)

Nach ein wenig Shopping war dann für uns um 17:30 Uhr Schluss mit Messe. Die SPIEL 08 selbst hat dann um 18:00 Uhr ihre Pforten für dieses Jahr geschlossen. Eine Messe mit vielen neuen Eindrücken und mit vielen neuen Spielen, 16 an der Zahl, für den heimischen Spieltisch geht zu Ende. Bis zum nächsten Jahr kann nun wieder eifrig gespielt werden, bevor es im Oktober 2009 dann heißt: Wilkommen bei der SPIEL 09!

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