World Traveler in Frankreich: interkulturelle „Dos and Don’ts“

Alles ist gut vorbereitet: Deine Koffer sind gepackt, der Reiseführer ausgelesen und die wichtigsten Worte auf Französisch kannst du längst auswendig. Zur Mitte Oktober erscheinenden Übersetzungssoftware World Traveler für Nintendo DS präsentieren Atari und AFS Interkulturelle Begegnungen e. V. interessante Insiderinfos und Tipps für Trips ins Land der Genießer. Eine spannende Kultur und viele neue Eindrücke warten auf dich in Frankreich, aber auch Situationen, für die selbst das Wörterbuch keine Antwort weiß – kulturelle Eigenheiten lassen sich manchmal schwer übersetzen. Mit folgenden Tipps bleibt ihr nicht sprachlos.

Unter Freunden in Frankreich

Faire la bise, mit Küsschen begrüßen, aber wie macht man’s richtig? Zur Begrüßung geben sich gut bekannte Franzosen zwei Küsse rechts und links – jedoch nur ganz leicht. Wichtiger als die tatsächliche Berührung ist der direkte Blick in die Augen bei der Begrüßung. Je nach Region kann die Zahl der Küsschen variieren: in Paris sind es zwei, in Montpellier drei, im Süden der Bretagne sogar vier. Frauen küssen Männer, Frauen küssen Frauen, aber Männer nur selten auch Männer. Doch wie viele Küsschen kann man geben, wenn nicht bekannt ist, aus welcher Region der Gegenüber kommt? Ausländer haben in diesem Fall zum Glück einen Bonus: Wer erst einmal „nur“ zweimal „la bise“ macht, dem zeigt man schnell die richtige Anzahl an Küssen.

Auch wenn Frankreich in Teilen schon zu Mitteleuropa gehört: Im Hinblick auf die Pünktlichkeit sind Franzosen mediterran und kommen gern rund eine halbe Stunde zu spät. So ist es sicherlich ratsam, wenn sich Gäste in Frankreich dieser Gepflogenheit anpassen und ein wenig später kommen – wer weiß, ob der Gastgeber nicht noch unter der Dusche steht.

Sicher unterwegs auf turbulenten Straßen

Straßen ohne Ampeln als Fußgänger zu überqueren – für Franzosen ein Leichtes, doch für den Gast aus dem Ausland ein großes Wagnis. Der Rat der Einheimischen: „Einfach und gleichmäßig gehen, die Autofahrer passen sich schon an.“

In Deutschland ist es oft ein Zeichen von Solidarität mit dem Taxifahrer, in Frankreich ein Tabu: das Sitzen auf dem Beifahrersitz. Bitte im Taxi immer hinten einsteigen!

Kleine Zeichen, große Geste: Wenn Franzosen begeistert sind, küssen viele ihre Fingerspitzen. Wenn sie die Nase voll haben, ziehen sie ihre Hand über die Stirn. Wer mit den Händen in der Tasche redet, gilt als ungehobelt.

Das Wörtchen „pardon“ ist im französischen Alltag sehr oft zu hören. Nicht, dass Franzosen ständig Grund hätten, sich zu entschuldigen. Es ist einfach eine Höflichkeitsfloskel, die auch verwandt wird, wenn man jemandem den Vortritt lassen oder im Geschäft auf sich aufmerksam machen möchte.

Essen gehen mit Freunden in Frankreich

On ne coupe pas la salade! Und sind die Salatblätter auch noch so groß, sie mit dem Messer zu zerkleinern gilt als unschicklich. In Frankreich faltet man sie eher mit Messer und Gabel zu einem kleinen Paket. Auch der Umgang mit Geflügel ist in Frankreich nicht wie in Deutschland: Nicht die Hände, sondern ausschließlich das Besteck darf das Fleisch berühren. Baguettes und Croissants hingegen erfahren eine weniger zarte Behandlung: Statt abzuschneiden, wird einfach ein Stück abgebrochen. Und das ausgiebige Tunken eines frischen Croissants in eine Schale („bol“) mit Kaffee ist ein weit verbreitetes morgendliches Genießer-Ritual.

Mineralwasser zu trinken, ist in Frankreich nicht so weit verbreitet wie in Deutschland. Vielmehr ist es durchaus üblich, sich zum Essen – auch nur zu einem kleinen Snack – eine „caraffe d’eau“, eine Karaffe mit Leitungswasser zu bestellen, sofern der Ober nicht selbst schon daran gedacht hat.

Im französischen Restaurant, Bistro oder Café zahlt man nicht direkt beim Kellner. In der Regel hinterlässt der Gast das Geld auf dem Tisch, auf einem kleinen vom Ober gereichten Tablett. Zehn Prozent Trinkgeld sind üblich. Wer mit Freunden oder Kollegen gemeinsam isst, sollte wissen, dass einer die Rechnung für alle übernimmt. Am Ende wird dann aufgeteilt.

Zu Besuch in der Familie bei französischen Freunden

Die Familie ist Franzosen äußerst wichtig: Im EU-Vergleich stehen die Franzosen mit durchschnittlich zwei Kindern je Familie an der Spitze. In der Regel sind auch die Verwandten sehr zahlreich und die familiären Verbindungen übers ganze Land verteilt. Ein Abend „en famille“ ist daher gar nicht so selten.

Die Abendnachrichten sind den Essensgewohnheiten französischer Familien angepasst. Da Franzosen in der Regel abends warm und recht lange essen, ist die Hauptnachrichtensendung auch nicht wie in Deutschland fünfzehn Minuten lang, sondern dauert etwa 45 Minuten. Nicht selten läuft der Fernsehapparat während des alltäglichen Abendessens und dient der zusätzlichen Unterhaltung.

Weitere Fettnäpfchen, in die Frankreichbesucher nicht treten sollten:

  • Nicht zu schnell duzen: Auch unter gleichaltrigen, jungen Erwachsenen wird oftmals ein „Sie“ als normal angesehen.
  • Zum Neuen Jahr werden in Frankreich keine „Silvesterknaller“ abgefeuert. Das Neue Jahr begrüßt man eher im Kreise der Familie oder mit Freunden.
  • Wer beim französischen Konditor drei leckere „Baiser“ bestellt, wird gewiss auf ein verdutztes Gesicht treffen: Das weiße Schaumgebäck heißt in Frankreich „meringues“, „un baiser“ ist ein Kuss.

World Traveler: ohne Sprachbarrieren um die Welt

Ob auf Geschäftsreise, Schüleraustausch oder im privaten Sommerurlaub, Reisen in Länder wie England, Frankreich, Deutschland, Spanien, Italien, Japan oder China stellen in Begleitung des World Travelers sprachlich keine Anstrengung mehr dar. Dank einfacher und übersichtlicher Benutzerführung durch den Nintendo DS-Touchpen verständigen sich Kosmopoliten in aller Welt flugs per Nintendo DS und verzichten auf umständliches Geblätter in Wörterbüchern. Als idealer Reisebegleiter baut der World Traveler Sprachbarrieren ab und erleichtert das Feilschen auf dem Wochenmarkt genauso wie den Kontakt zu ausländischen Geschäftspartnern.

(c)Text: Borgmeier PR

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