Professor Brainmaniac – Mehr Spiel als Gehirntraining!

Für den Nintendo DS ist ja schon eine ganze Palette an Gehirn-/Intelligenzspielen erschienen, die auch schon so manchen Spieler in den Bann gezogen haben. Gerade frisch erschienen ist „Professor Brainmaniac“. Ich bin absoluter Fan von allen Gehirntrainern, die für den DS erschienen sind, deshalb musste natürlich auch „Professor Brainmaniac“ unmittelbar ausprobiert werden. Also an den DS, Spiel eingesteckt und losgelegt…

Sobald das Spiel eingeschaltet wird, landet man schon im Hauptmenü. Wenn sich nicht gerade ein weiterer Besitzer eines DS mitsamt Spiel in der Nähe ist, wird man vermutlich gewöhnlich mit „Spielstart“ (sollen heißen: ein Spieler) gleich loslegen.

Im folgenden Spielmenü hat man sechs Spiele zur Auswahl. Die Auswahl der Spiele sind keine Überraschung. Die meisten, wenn nicht sogar alle, kennt man aus dem Internet, als Brettspiel oder aus dem Rätselheft. Kurzbeschreibungen der Spiele durch Professor Brainmaniac helfen auf die Sprünge, wenn man die Spiele noch nicht kennt. Wer die Beschreibungen, wie ich, so nicht versteht, probiert das Spiel einfach aus, bis man es verstanden hat oder schaut in der Anleitung nach. Der Blick in die Anleitung empfiehlt sich spätestens dann, wenn unklar ist, wofür all die Symbole im Display stehen.

Wer einen richtigen Gehirntrainer á la Dr. Kawashima sucht, der wird mit „Professor Brainmaniac“ nicht fündig. Mir war nach einigen Minuten Spielen schon langweilig, weil ich Sudoku, Mahjong und die anderen enthaltenen Spiele von woanders schon zur Genüge kenne.

Auch die Umsetzung des Spiels hat mich nicht überzeugt: Der erste Versuch, Mahjong zu spielen, ist im Frust geendet, da die Displaygestaltung leider nicht ganz gelungen ist und die Spielkarten teilweise von anderen Symbolen überdeckt werden. Dieser Umstand lässt sich nur durch die Zoom-Funktion umgehen, was ich persönlich ziemlich nervig finde. Auch die Schwierigkeitsstufen sind nicht ganz durchsichtig. Für mich wirken bei einigen Spielen alle Stufen gleich schwer. Das ist mir vor allem bei Sudoku unangenehm aufgefallen. Von vier leichten Sudoku Rätseln konnte ich gerade mal eins lösen. Frustriert habe ich ein mittelschweres Sudoku gestartet und auf Anhieb richtig gelöst. Wodurch sich die Schwierigkeiten also unterscheiden – keine Ahnung. Jedenfalls nicht eindeutig in ihrem Anspruch.

Trotz der Kritik sind mir auch einige positive Punkte nicht entgangen: Im Spielauswahlmenü gibt es einen ganz netten Effekt, wenn ein bisschen in dem Menü verharrt wird, sozusagen als Bildschirmschoner. Was der Effekt ist, möchte ich natürlich nicht verraten. Auch die Präsentation im Menü mit Einstein-Verschnitt finde ich ganz nett. Es ist auf jeden Fall daran gedacht worden, dass man lange etwas von den Spielen hat. Immerhin gibt es hunderte von Sudoku und Kakuro-Rätseln zu lösen.

Mein Fazit: Ich bezweifel, dass „Professor Brainmaniac“ regelmäßig gespielt eine erhebliche Gehirnverbesserung bewirkt, weshalb ich den Titel des Spiels unpassend finde. Im Endeffekt kauft ihr mit „Professor Brainmaniac“ eine ganz nette Sammlung an Spielchen, mit denen sich gemütlich die Zeit auf Reisen, in Bus und Bahn rumschlagen lässt. Fans der japanischen Zahlenrätsel kommen mit dem Spiel auf jeden Fall auf ihre Kosten. Mehr kann man von „Professor Brainmaniac“ aber nicht erwarten, weshalb der Preis von knapp 30 Euro meiner Meinung nach nicht ganz angebracht ist.

Factsheet:

Name: Professor Brainmaniac
Publisher: Koch Media
Entwickler: White Park Bay Software Ltd.
Spieler: 1 – 2 Spieler
Altersfreigabe: USK freigegeben ohne Altersbeschränkung

Unsere Wertung:

Gnislew
Durchschnitt:

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