Robotics – Wir basteln uns einen Roboter

Denkt man an Spiele mit Robotern, dann fällt den meisten bestimmt erst einmal das geniale Spiel „Robo Rally“ ein. Pegasus hat mit „Robotics“ auch ein Roboterspiel im Sortiment und anders als in „Robo Rally“ schickt man in diesem Spiel keine Roboter in wahnwitzigen Rennen durch eine Fabrik an den Start, sonder versucht sich seine eigenen Roboter zusammen zu bauen.

Ich brauche Arme

Das Ziel von „Robotics“ ist es schneller als seine Mitspieler drei Roboter zu konstruieren oder 10 000 Credits anzuhäufen. Welche Roboter konstruiert werden können, geben dabei die Auftragskarten vor, von denen immer eine weniger aufgedeckt wird, als Spieler mitspielen. Doch man muss ja nicht nur wissen, welche Roboter man bauen kann. Man braucht ja auch die Bauteile dafür. Auf den Auftragskarten ist durch Symbole gekennzeichnet welche Teile für einen Roboter möglich sind und um an diese Teile heran zu kommen, hat der Spieler mehrere Möglichkeiten.

Zum einen kann er benötigte Bauteile auf dem Marktplatz kaufen. Dieser wird durch eine in der Tischmitte platzierte Drehscheibe repräsentiert um die herum die Bauteile wie Köpfe, Arme oder Körper abgelegt sind. Jedem Teil ist dabei ein bestimmter Preis zugeordnet, der mit jedem Einkauf variiert. Die Preise sind nämlich über die Drehscheibe definiert und diese wird nach jedem Einkauf weiter gedreht. So kostet ein Arm mal 200 Credits und ein anderes Mal 1000 Credits.

Als weitere Möglichkeit kann der Spieler seine Bauteile auf dem Schwarzmarkt kaufen. Dieser funktioniert nach demselben Prinzip wie der Markt. Es wird sogar dieselbe Drehscheibe benutzt. Damit dies funktioniert ist auf der Scheibe unter dem regulären Preis der Schwarzmarktpreis abgedruckt. Dieser liegt immer 50 Prozent unter dem Marktpreis. Allerdings hat der Einkauf auf dem Schwarzmarkt auch einen Haken. Kauft man auf diesem illegalen Vertriebswerk Roboterteile werden diese mit einem roten Marker markiert.

Der dritte Weg an Bauteile zu kommen ist der Schrottplatz. Hier weiß man nicht welches Bauteil man bekommt. Denn man zieht bei dieser Möglichkeit die Teile aus einem schwarzen Leinensack. Dies ist die günstige Variante an Roboterteile zu kommen, doch weiß man hier nie, ob man auch wirklich das Teil bekommt, das man gerade braucht. Auch verstecken auf dem Schrottplatz einige spezielle Karten, nämlich der Saboteur und der Kontrolleur. Zieht man den Saboteur, dann darf der Spieler ein Bauteil aus einem Roboter eines Mitspielers entfernen und auf den Schrottplatz werfen. Wird der Kontrolleur gezogen, zieht es für alle Spieler nicht gut aus, die in ihrem Roboter ein oder mehr Bauteile vom Schwarzmarkt verbaut haben. Diese werden nämlich mit dem Auftauchen des Kontrolleurs von den Robotern entfernt und auf den Schrottplatz geworfen.

Wichtig ist noch zu wissen, dass ein Spieler immer nur an einem Roboter gleichzeitig bauen kann. Dadurch, dass immer eine Auftragskarte weniger offen liegt, als es Mitspieler gibt bauen also mindestens zwei Spieler an demselben Bot.

Auch hat jeder Spieler ein Lager vor sich liegen. Hier können bis zu drei gerade nicht benötigte Teile kostenlos eingelagert werden. Für weitere drei Teile ist dies gegen Gebühr möglich.

Spannung und Spaß

Durch das schnell zu lernende Spiel macht „Robotics“ gerade mit der Maximalanzahl von fünf Mitspielern einen großen Spaß. Doch auch schon mit drei Mitspielern kommt Spielfreude auf. „Robotics“ ist natürlich kein tiefgehenden Strategiespiel, sondern ein einfaches Wettrennen um Auftragskarten, doch durch die Integration der Sonderkarten, die verschiedenen Vertriebswege der Bauteile und der Tatsache, dass nicht alle Spieler einen eigenen Auftrag ausführen können, kommt Schwung in den Spaß. Und kleinere taktische Entscheidungen sind dadurch sogar doch möglich. So stellt sich zum Beispiel die Frage ob man auf dem legalen Markt oder auf dem Schwarzmarkt einkauft. Oder es stellt sich die Frage, ob ich zum Schrottplatz gehe und vielleicht ein Bauteil ziehe, welches ich gar nicht benötige. Doch vielleicht ziehe ich auch den Kontrolleur und der billig zusammenbaute Bot der Konkurrenz wird dadurch demontiert.

„Robotics“ für mich ein überschaubares Spiel für Zwischendurch und ein guter Einstieg in einen Spieleabend. Eine Runde spielt sich in einem überschaubaren Zeitrahmen von 30 bis 45 Minuten ab. Auch ist das Spiel neuen Spielern schnell erklärt. Der Titel kommt bei mir in Zukunft bestimmt noch des Öfteren auf den Spieltisch und ist eine Kaufempfehlung für alle Gelegenheitsspieler.

Factsheet:

Name: Robotics
Autor: Mario Coopmann
Verlag: Pegasus
Jahr: 2007
Genre: Gesellschaftsspiel
Spieler: 3 – 5 Spieler
Spieldauer: ca. 45 Minuten
Alter: ab 10 Jahren

Unsere Wertung:

Gnislew
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kat
Durchschnitt:

Leserwertung
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