Wunderwelt Wissen – Quizspiel mit Memoryeffekt

Neue Wissens- und Quizspiele haben es bei der Spielerschaft schwer. Mit dem Klassiker „Trivial Pursuit“ hat sich ein Quizspiel in den Regalen der Spieler platziert, welches immer wieder mit neuen Editionen und neuen Fragen aktuell gehalten wird. Nun gibt es ein Quizspiel zur Wissenssendung „Wunderwelt Wissen“, welches mit einigen interessanten Ansätzen versucht zu überzeugen.

Auf der Suche nach Themen

In „Wunderwelt Wissen“ gehen die Spieler auf die Suche nach Themen für die Fernsehsendung, denn der Zuschauer will interessante Dinge lernen. Dazu müssen die Spieler Fragen richtig beantworten um so an vier Redaktionsplättchen zu gelangen, die zu ihrer Spielfarbe gehören.

Eine Reise um die Welt

Bevor es los geht, wird erst einmal der Spielplan in die Tischmitte gelegt. Dieser zeigt eine Weltkarte und ich in quadratische Felder unterteilt. Auf dieses Feld werden die zwölf Aktionskarten beliebig verteilt. Dabei werden die Karten mit der Rückseite nach oben gelegt, so dass niemand weiß, wo sich welche Aktionskarte befindet.

Weiterhin gibt es 24 Redaktionskärtchen, vier von jeder Karte. Diese werden gemischt und in vier Stapeln neben den Spielplan bereitgelegt. Auch die Fragekarten werden gemischt und neben den Spielplan gelegt. Danach geht es los.

Der Spieler der an der Reihe ist, bekommt eine Frage gestellt und zwar von dem Mitspieler zu seiner linken. Die Fragekarten sind in verschiedene Kategorien unterteilt, zum Beispiel in Natur oder Technik und die Position der Spielfigur bestimmt aus welcher Kategorie eine Frage gestellt wird. Dazu sind alle Felder auf dem Spielfeld farblich umrandet und mit einer Zahl versehen, so dass die Kategorie eindeutig zugewiesen werden kann.

Eine Ausnahme bei der Auswahl der Frage bilden Bilderkarten. Diese Karten zeigen ein Bild und zusätzlich die jeweils eine Frage zu den jeweiligen Kategorien, wobei halt eine Kategorie durch das Bild ersetzt wird. Wird nun also so eine Bildkarte gezogen, kann der Fragsteller entscheiden, ob er unabhängig von der auf dem Spielplan vorgesehen Kategorie die Frage zum Bild stellt oder die Frage aus der Kategorie, die der Spieler laut Plan gestellt bekommen soll.

Richtig oder Falsch

Hat ein Spieler seine Antwort zu einer Frage abgegeben, muss natürlich noch geklärt werden, ob er die Frage richtig oder falsch beantwortet hat. Hat er die Frage falsch beantwortet bewegt er seine Figur in der senkrechten oder wagerechten ein Feld weiter auf ein freies Feld. Beantwortet er die Frage richtig, darf er die oberste Karte von einem der vier Stapel mit den Redaktionsplättchen ziehen. Zieht er ein Plättchen seiner Farbe, darf er es vor sich ablegen.

Zieht er ein Plättchen einer anderen Farbe, muss er dieses Plättchen verdeckt auf ein freies Feld des Spielplans ablegen. Zudem darf er sich noch ein bis drei Felder in die waagerechte oder senkrechte bewegen. Zieht er nur ein oder zwei Felder und landet dabei auf einem freien Feld, darf er sich eines der Redaktionsplättchenstapel ansehen.

Wenn er auf einem Feld mit einem Kärtchen landet, dreht er dieses Kärtchen um. Ist es ein Plättchen seiner Farbe, legt er es vor sich ab. Handelt es sich um ein Kärtchen einer anderen Farbe, legt er das Plättchen auf ein anderes freies Feld. Sollte das Kärtchen ein Aktionskärtchen sein, führt er je nach Kartentyp die Aktion sofort oder zu einem späteren Zeitpunkt aus.

Sobald ein Spieler nach diesem Spielmechanismus die vier Redaktionsplättchen seiner Farbe vor sich liegen hat endet das Spiel und ein Sieger ist gefunden.

Die Regeln machen den Einstieg schwer

Eigentlich ist „Wunderwelt Wissen“ eine erfrischende Variation eines Quizspiels. Durch die Plättchen erhält das Spiel einen interessanten Ansatz, der ein wenig dem von Memory entspricht, da man sich gut merken muss, wo die Karten seiner Farbe liegen und wo diese im Laufe des Spiels hinwandern.

Doch leider wird der Spieleinstieg durch die Anleitung ein wenig erschwert. So mussten wir bei unserer ersten Testrunde uns für einige Dinge eine eigene Interpretation zurechtlegen. Es wurde leider nicht klar, ob man bei einer falschen Antwort seine Spielfigur nur auf ein angrenzendes freies Feld setzen darf oder ob man beliebig viele Felder in die waagerechte oder senkrechte ziehen darf. Wir haben uns auf die Variante mit dem einem Feld geeinigt.

Ebenso wird bei der richtigen Beantwortung eine Sache nicht ganz klar. Wenn man ein Kärtchen seiner Farbe zieht legt man dies vor sich ab. Nun wurde allerdings nicht ganz klar ob man nun noch bis zu drei Felder ziehen darf oder nicht. Wir haben uns darauf geeinigt, dass man dies nicht darf.

Gute „Trivial Pursuit“ Alternative

Aus meiner Sicht ist „Wunderwelt Wissen“ eine nette Alternative zu dem Quizspielklassiker „Trivial Pursuit“. Die Fragen bewegen sich in einem Spektrum von Kinderleicht bis Bockschwer, was bei „Trivial Pursuit“ aber nicht anders ist. Was ein wenig gestört hat, ist die Präsentation des Spiels. Das Spielmaterial ist grafisch recht einfach gehalten, dabei aber nicht hässlich. Auf dem Spielplan kann man gut erkennen, welche Fragen ein Spieler gestellt bekommt und auf den Fragekarten sind die Fragen gut leserlich niedergeschrieben. Wer einmal etwas anderes spielen möchte als „Trivial Pursuit“ sollte dieses Quizspiel einmal anspielen. Durch den Memoryansatz hat „Wunderwelt Wissen“ in jedem Fall seine Daseinsberechtigung.

Factsheet:

Name: Wunderwelt Wissen
Autor:
Verlag: SpielSpass
Jahr: 2007
Genre: Quizspiel
Spieler: 2 – 6 Spieler
Spieldauer: ca. 60 Minuten
Alter: ab 10 Jahren

Unsere Wertung:

Gnislew
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Durchschnitt:

Leserwertung
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