Ratchet & Clank – Mit Schrott und Schrauben die Welt retten

Sonys Playstation 2 ist die Heimat so mancher neuer Helden im am Jump’n’Run-Himmel. Zwei davon sind Ratchet und Clank, die ihren ersten Auftritt im ersten Spiel mit gleichen Namen haben. Hier nun also eine Review zu dem auch noch heute spaßigen Spiel „Ratchet & Clank“.

[STORY]

Eigentlich will Ratchet nur an seinem selbstgebastelten Raumschiff arbeiten, doch daraus wird nichts. Er bemerkt nämlich eine abstürzende Raumkapsel und will sofort herausfinden was es damit auf sich hat. Und seine Neugier soll ihm das größte Abenteuer seines bisherigen Lebens bescheren.

Mit der Raumkapsel ist der kleine Roboter Clank abgestürzt, der einen Infobot, einen kleinen fliegenden Roboter, mit sich führt. Dieser zeigt eine Filmnachricht von einem weit entfernten Planeten von einem gewissen Drek. Da der Heimatplanet von Drek mit Giftmüll verschmutzt ist, soll kurzerhand ein neuer Planet errichtet werden.

Dafür werden aus diversen Planeten die besten Stücke herausgerissen, wodurch der betroffene Planet und mit ihm alle Bewohner zerstört werden. Clank bittet Ratchet also um Mithilfe um Drek zu stoppen.

[CHARAKTERE]

~Ratchet~

Ratchet ist ein Loombax und der Held des Spiels. Übersetzt bedeutet sein Name Schraubenschlüssel. Seine erste Wahl unter den Waffen ist dann auch ein solcher Schraubenschlüssel. Im laufe des Spiels lernt er den Einsatz von mehr und mehr Gerätschaften und kann so immer mehr Aktionen durchführen.

~Clank~

Clank entwickelt sich in „Ratchet & Clank“ zum treuen Helfer von Ratchet. Er ist ein äußerst kluger Roboter und kann einige Bereiche betreten, die Ratchet nicht zugänglich sind. Im Laufe des Spiels lernt er unter anderem fliegen.

~Drek~

Drek ist der Bösewicht des Spiels. Bis man diesen Fiesling persönlich trifft, vergeht eine Menge Zeit, aber in den zahlreichen Zwischensequenzen des Spiels lernt man immer mehr über den Weltenzerstörer.

~Captain Qwark~

Captain Qwark wird von Ratchet regelrecht angebetet. Er ist der persönliche Held des Loombax. Doch Qwark ist nicht der schillernde Held, für den Ratchet ihn hält.

[STEUERUNG]

Insomniac Games hat bei der Steuerung einen guten Kompromiss zwischen eingänglich und komplex erschaffen. Gesteuert wird Ratchet bzw. Clank mit dem linken Analogstick des Playstation 2-Controllers. Aktionen werden mit den vier Aktionstasten ausgeführt. So lässt man Ratchet bzw. Clank springen, schießt oder schwingt den Schraubenschlüssel. Ebenfalls hat man die Möglichkeit ein Menü aufzurufen, in dem man andere Waffen und Gadgets auswählen können.

Ratchet und Clank sind zu jederzeit gut zu kontrollieren und man immer das Gefühl ganz genau an die richtigen Stellen laufen und springen zu können.

[LEVEL]

Die einzelnen Level von „Ratchet & Clank“ sind die unterschiedlichen Planeten die von den beiden Hauptfiguren bereist werden. Auf jedem Planeten müssen Ratchet und Clank verschiedene Aufgaben erledigen und dafür auch manchmal auf einen Planeten zurückkehren um bisher unzugängliche Bereiche betreten zu können. Auch sind auf den einzelnen Planeten goldene Schrauben versteckt, die es zu finden gilt.

Die Level überraschen immer mit tollen Szenarien und auf wirklich jedem Planeten gibt es etwas neues zu entdecken. Dabei ändert sich nur die jeweilige Umgebung, auch trifft man auf jeden Planeten auf andere Gegner und Kreaturen. Hier haben die Entwickler wirklich ihre gesamte Fantasie spielen lassen.

[GRAFIK]

Die Grafik von „Ratchet & Clank“ bewegt sich im oberen Bereich des auf der Playstation 2 machbaren. Sowohl die Umgebungen als auch die Charaktermodelle sind sehr detailliert gestaltet worden. Man kann immer schön in die Tiefe der Level schauen und auch wenn nicht alles sichtbare erreichbar ist, hat man das Gefühl durch eine lebendige, große Welt zu streifen.

Punkten kann das Spiel aber nicht nur in den spielbaren Sequenzen, sondern auch in den Zwischensequenzen. In diesen bewegt sich die Grafik noch einmal in einem etwas höheren Bereich als es die Spielgrafik macht. Die Zwischensequenzen ziehen einen regelrecht in die Handlung herein und lassen einen auch in diesen reinen Filmsequenzen am Spielgeschehen teilnehmen. Bei der Grafik wurde von Insomniac Games wirklich eine hervorragende Arbeit abgeliefert.

[SOUND]

Der Sound von „Ratchet & Clank“ ist gut. Die Musik untermalt die jeweilige Situation perfekt und auch die Soundeffekte wissen zu überzeugen. Zwar kann einem das ewige kling kling, dass beim einsammeln von Schrauben erklingt auf die Dauer etwas nerven, aber dass ist nur ein kleines Manko an der ansonsten perfekt abstimmten Soundkulisse.

In den Zwischensequenz reden die einzelnen Charaktere und so muss man hier auch auf die Sprachausgabe eingehen. Die einzelnen Sprecher passen sehr gut zu den Figuren und geben den Akteuren eine Seele. Alle Filmchen sind liebevoll vertont worden und es macht Spaß den Figuren zuzuhören und der Geschichte zu folgen.

[KRITIK / MEINE MEINUNG]

„Ratchet & Clank“ hat von der ersten Sekunde an mein Herz gewonnen. Sowohl der Loombax Ratchet als auch der kleine Roboter Clank sind sympathische Figuren, die man gerne steuert und mit denen man gerne Abenteuer erlebt. Zudem will man einfach wissen wie sich die Geschichte weiterentwickelt und was für Probleme als nächstes auf die beiden Helden zukommt. Das schöne dabei ist, dass sich Ratchet und Clank am Anfang so gar nicht ausstehen können und es so so einigen komischen Wortgefechten und Situationen kommt und man sich wie einem klassischen Buddy-Movie fühlt, bei dem zwei ungleiche Helden gezwungenermaßen zusammen arbeiten müssen. Im laufe des Spiels entwickelt sich zwischen Ratchet und Clank allerdings so etwas wie eine Freundschaft und die beiden scheinen fast unzertrennlich zu sein.

Gut gefallen hat mir auch, dass das Spiel eine gut ausbalancierte Lernkurve vorweisen kann. Sind die ersten Aufgaben noch sehr einfach steigt der Schwierigkeitsgrad während des Spiels stetig an. So wächst man ein den Aufgaben und verzweifelt eigentlich nie.

Es gibt allerdings auch eine Sache, dich mich an „Ratchet & Clank“ gestört hat. Sind nahezu alle Bossgegner des Spiels mit den normal erwerbbaren Waffen zu besiegen, bekommt man den Endgegner des Spiels mit den Standardwaffen kaum besiegt. Für ihn muss man eine äußerst teure Waffe erwerben. Bis man hierfür genügend Schrauben eingesammelt hat vergehen viele Spielstunden, die das Spiel unnötig in die Länge zielen. Zusätzlich ist es hilfreich mehr Lebensenergie zu erwerben für die eine sehr große Zahl von Schrauben notwendig ist. Hier hätte man sich eine bessere Lösung überlegen sollen um das Spiel gegen Ende hin fairer zu gestalten.

[FAZIT]

Trotz der kleineren Schwächen ist „Ratchet & Clank“ ein Pflichtkauf für alle Playstation 2-Besitzer. Das Spiel fesselt mit einer guten Geschichte, tollen Charakteren und stetig ansteigenden Herausforderungen. Auch bei Grafik und Sound kann das Spiel von Insomniac Games Punkten. Selten habe ich ein so rundes Spiel gesehen wie „Ratchet & Clank“.

[FACTS]

Titel: Ratchet & Clank
System: Sony Playstation 2
Hersteller: Insomniac Games
Altersbeschränkung: USK freigegeben ab 6 Jahren
Erscheinungsjahr: 2002
Sprache: Deutsch
Anleitung: Deutsch
Spielerzahl: 1 Spieler

Unsere Wertung:

Gnislew
Durchschnitt:

Leserwertung
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