Risiko mit einem Kniff

Risiko: Urban Assault

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Ubisoft hat scheinbar eine Brettspieloffensive für die XBox One gestartet. Neben den bereits erhältlichen Titeln wie Monopoly und Trivial Pursuit wurden nun nämlich gleich zwei neue Brettspielumsetzungen zum digitalen Download bereitgestellt. Zum einen kann man nun Flottenmanöver auf der XBox One spielen und zum anderen gibt es nun mit Risiko: Urban Assault neben dem bereits erschienen Risiko ein zweite Umsetzung dieses Klassikers.

Risiko: Urban Assault verlagert das Setting von Risiko dabei in eine dystopische Zukunft und lässt fünf Fraktionen gegeneinander antreten. Zunächst entscheidet man sich für eine Fraktion und dann steht eine Karte mit unterschiedlichen Städten zur Auswahl, die die einzelnen Szenarien beherbergen. Zu Beginn kann man dabei nur London auswählen, wo man durch das erreichen von Missionszielen Sterne freischaltet, die wiederum andere Städte freischalten. Dies führt unter Umständen dazu, dass man ein Szenario mehrmals spielen muss, um überhaupt ein anderes Szenario zu Gesicht zu bekommen.

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Die eigentlichen Partien spielen sich danach im Grunde wie klassisches Risiko. Zu Beginn eines Zuges erhält man basierend auf den kontrollierten Gebiete neue Einheiten und führt anschließend Angriffe gegen feindliche Territorien durch. Die Anzahl der angreifenden und verteidigenden Einheiten entscheidet dann mit wievielen Würfeln jede Partie würfeln darf und an Hand der Ergebnisse wird ermittelt welche Seite wieviele Einheiten verliert. Bei den Kämpfen kommt bei Risiko: Urban Assault nun aber ein neuer Aspekt hinzu. Jede Fraktion hat einen Commander, wobei hier zu Beginn eine Entscheidung getroffen werde muss, welchen der unterschiedlichen Commander man mit aufs Schlachtfeld nimmt. Dieser Commander bringt nun einen Vorteil, wenn er auf dem gleichen Feld steht wie die angreifenden Einheiten. Allerdings muss die Sonderaktion im Kampf manuell aktiviert werden und steht nur begrenzt zur Verfügung. So kann ein Commander zum Beispiel einen Angriffbonus bieten oder eben auch einen Verteidigungsbonus. Durch die begrenzte Zahl an erlaubten Einsätzen des Commanders bringen diese zwar einen Vorteil in den Kämpfen an denen sie beteiligt sind, sind dabei allerdings nicht zu mächtig um ein Spiel zu entscheiden.

Online und Offline

Das Spielprinzip mit seinen Neuerungen gegenüber einer klassischen Partie Risiko lässt sich dabei sowohl offline in der Kampagne oder auch online erleben. Für das online Spiel hat sich Ubisoft ein Ligensystem bestehend aus vier Ligen überlegt. Eine Saison besteht dabei immer aus sechs Spielen, nach denen sich entscheidet, ob man aufsteigt, absteigt oder die Liga halten kann. Gerade für echte Risiko-Fans sorgt dies für Langzeitmotivation, denn wer will nicht gerne der Meister aller Klassen sein.

Langzeitmotivation

Der Onlinemodus ist für mich auch das Hauptargument für das Spiel. Wo die Kampagne für mich in erster Linie dazu dient unterschiedliche Strategien für den Sieg zu erlernen, ist das Spiel gegen menschliche Gegner noch einmal eine ganz andere Hausnummer. Es ist und bleibt halt ein Unterschied, ob man gegen eine KI spielt oder gegen menschliche Gegner, die sich einfach viel schneller auf die eigene Strategie einstellen und darauf reagieren können. Dabei ist die KI in der Kampagne nicht schlecht, verhält sich allerdings manchmal zu vorhersehbar, so dass man oft gut eine Fraktion schnell komplett aus dem Spiel genommen hat.

Hoher Preis

Doch auch wenn der Onlinemodus motiviert, will die Anschaffung von Risiko: Urban Assault gut überlegt sein. Noch kann keiner absehen, wie lange man gut Spieler für den Ligamodus findet, denn es ist nunmal auch so, dass der Preis mit 14,99 € nicht gerade ein Schnapper ist. Ein Blick in den XBox One Store zeigt, dass man für dieses Geld so manche Indieperle bekommt und auch die Brettspielvorlage, der dann natürlich die Commander fehlen, bekommt man mittlerweile gebraucht für kleines Geld, so dass zumindest für Spieler die eh eher offline spielen und über ein soziales Leben verfügen es vielleicht attraktiver ist sich für eine Partie Risiko an einen Spieltisch anstatt vor die Konsole zu setzen.

Für wen ist es?

Unter dem Strich ist Risiko: Urban Assault somit ein Spiel für echte Risiko-Fans, die vor allem auf der Suche nach einer Sache sind, nach einem neuen Szenario und nach einem neuen Spielelement. Die Commander werten das Ur-Risiko nämlich tatsächlich auf und ermöglichen es taktischer zu spielen. Auch wenn man noch kein Risikospiel besitzt und die Wohnung zu klein für einen großen Spieltisch ist um den man sich versammeln kann, darf über einen Kauf nachdenken. Wer allerdings auf der Suche nach einem innovativen neuen Spiel ist und gehofft hat, Risiko: Urban Assault würde das Rad im Bezug auf Risiko neu erfinden ist hier leider Fehl am Platz und investiert sein Geld lieber in einen anderen Titel.

Fakten:

Name: Risiko: Urban Assault
Entwickler: Ubisoft
Publisher: Ubisoft
Spieler: 1 – 5 Spieler
Altersfreigabe: USK freigegeben ab 12 Jahren

Vielen Dank an Ubisoft für den Bereitstellung eines Previewcodes. Das Spiel ist ebenfalls für die Playstation 4 erhältlich.

Schiffe versenken auf der Konsole

Flottenmanöver

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Bereits seit einiger Zeit arbeitet Ubisoft mit Hasbro zusammen und bringt Brettspiele auf die Konsole. So haben zum Beispiel schon Monopoly, Trivial Pursuit oder Boggle eine Konsolenumsetzung erfahren und nun ist ein weiterer Brettspielklassiker auf der Konsole erschienen, Flottenmanöver. Das Spiel ist vielen sicher auch unter dem Namen Battleship oder Schiffe versenken bekannt und ich habe nun einen Blick auf die XBox One Version des Spiels geworfen.

Startet man Flottenmanöver zum erstenmal und steigt in das Tutorial ein, wird schnell klar, dass Flottenmanöver keine eins zu eins Umsetzung des Brettspiels ist. Wo in der Vorlage jeweils immer nur eine Koordinate angegriffen werden kann und man dann entweder getroffen hat oder nicht, bietet die Konsolenumsetzung etwas mehr taktischen Tiefgang.

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Rote und Weiße Ressourcen

Diese taktische Tiefgang ergibt sich aus zwei unterschiedlichen Ressourcen, die sich darin unterscheiden, dass die weiße Ressource nur zu Aufklärungszwecken dient und man mit der roten Ressource Treffer generiert. Zudem haben die Schiffe unterschiedliche Aufklärungs- und Angriffsmuster, die es dem Spieler ermöglichen mehr als nur ein Feld pro Aktion aufzudecken bzw. anzugreifen. Auch ermöglichen es die Ressourcen mehr als eine Aktion pro Zug durchzuführen. Anders als im Brettspiel endet ein Zug nämlich nicht, wenn man ins Wasser geschossen hat, sondern nach einer vordefinieren Zeit, wenn die Ressourcen verbraucht sind oder wenn man freiwillig auf weitere Aktionen verzichtet.

Die dritte Möglichkeit einen Zug zu beenden mag vielleicht erstmal etwas eigenartig klingen, aber dadurch, dass die Sonderaktionen unterschiedlich viele Ressourcen kosten und teilweise auch mehr Ressourcen kosten, als die drei Einheiten die man pro Zug je Farbe erhält, macht es durchaus Sinn das frewillige vorzeitge Ende eines Zuges zu wählen um so im nächsten Zug in den Genuss von mächtigere Aufklärungs- und Angriffsoptionen zu kommen.

Tutorial und Kampagne

Das Spiel selbst bietet Neueinsteigern zunächst einmal ein ausführliches Tutorial ein. Über zahlreiche Kapitel hinweg bekommt man die unterschiedlichen Spiemechanismen näher gebracht, so dass man nach dem Ende des Tutorials gut geschult und die eigentliche Einzelspielerkampagne starten kann. Wie man sich vielleicht denken kann, bietet ein Spiel wie Flottenmanöver jetzt nicht so viele Möglichkeiten was das Missionsdesign angeht, schließlich besteht das Kernelement des Spiel einzg daraus auf einem Raster die gegnerischen Schiffe zu versenken, dennoch haben es die Macher geschafft eine abwechslungsreiche Kampagne zu erstellen. Mal variert man die Art der gegnerischen Schiffe, mal setzt man eine Rundenbegrenzung in der die Schiffe des Gegeners versenkt werden müssen.

XBox Live und lokaler Multiplayer

Bei der Entwicklung wurde auch an die Spieler gedacht, die sich nicht nur mit dem Computer messen wollen. So wurde Flottenmanöver auch die Möglichkeit spendiert über XBox Live gegen andere menschliche Gegner zu spielen oder eben in einem lokalen Match im Couchduell gegen einen Freund anzutreten.

Für den Preis zu wenig

Doch obwohl Flottenmanöver einige Spielmodi bietet, ist das Spiel insgesamt für mich nur ein durchschnittliches Spiel. Unter dem Strich bekommt man zwar ein Flottenmanöver mit deutlich mehr taktischen Möglichkeiten als im Brettspiel selber, aber leider bleibt das Spiel eben nur ein Schiffe versenken. Zudem finde ich es störend, dass gerade bei den Missionen bei denen man nur eine bestimme Rundenzahl zur Verfügung hat oft das Glück entscheidet ob man Erfolg hat oder nicht. Hat die CPU eine Treffersträhne kann es so ganz schnell zu Ende sein oder aber man trifft partout nicht die Schiffe des Gegners und scheitert so am knappen Rundenlimit. Die Idee mit den unterschiedlichen Ressourcen und den verschiedenen Erkundungs- und Angriffsmöglichkeiten finde ich wiederrum gut und auch optisch schön in Szene gesetzt. Wenn man Aufklärungsflugzeuge auf Reise schickt und diese auf der Karte sieht, ist dies ein nettes optisches Gimmick. Auch die Animationen wenn man einen Treffer landet oder ein Schiff versenkt sind nett anzusehen.

Das Hauptproblem was ich mit Flottenmanöver allerdings habe ist der momentane Preis von 14,99 €. Für den Preis bekomme ich im Store viele schöne kleine Spiele, die mehr Abwechslung bieten als Flottenmanöver, doch sollte der Preis vom Spiel fallen und man mit einer taktisch aufgebohrten Version von einem bekannten Spielprinzip warm werden, kann man gerne zuschlagen.

Fakten:

Name: Flottenmanöver
Entwickler: Frima Studios
Publisher: Ubisoft
Spieler: 1 – 2 Spieler
Altersfreigabe: USK freigegeben ab 6 Jahren

Unsere Wertung:

Gnislew
Yelref
Schnaetty
hwe
kat
Loki
Durchschnitt:

Leserwertung
[Total: 0]

Vielen Dank an Ubisoft für den Bereitstellung eines Previewcodes. Die Bildrechte für die verwendeten Bilder lieben bei Ubisoft. Das Spiel ist ebenfalls für die Playstation 4 erhältlich.

Fliegenschmaus: Fliegenwettflug

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HABA ist bekannt für seine Kinderspiele. Mit „Fliegenschmaus“ präsentiert der Verlag seiner Zielgruppe nun ein neues Spiel in einem ungewohnten Setting. Im Spiel von Dietmar Keusch übernehmen die zwei bis vier Spieler nämlich die Rolle von Fliegen, mit dem Ziel den Wettflug zu einem „großen Haufen“ zu gewinnen.

Öffnet man die typisch gelbe Schachtel, findet man hier 16 Fliegen in vier unterschiedlichen Farben vor. Jeder Mitspieler nimmt sich die vier Fliegen in der Farbe seiner Wahl und danach wird die Rennstrecke aufgebaut. Diese besteht aus sieben zufällig ausgelegten Landeplätzen und dem Zielhaufen als letzte Karte. Nun wird das ebenfalls beiliegende Kartendeck, bestehend aus Flug-, Klatsch-, Fege- und Duftkarten gemischt uns als verdeckter Stapel bereit gelegt. Zuletzt stellen die Spieler ihre Fliegen noch vor den ersten Landeplatz und schon kann das Wettrennen beginnen.

Die Spieler sind dabei reihum an der Reihe und jeder Spieler führt immer zwei Aktionen aus. Im ersten Schritt wird eine Karte vom Nachziehstapel gezogen und die entsprechende Aktin ausgeführt. Zieht man hier eine Flugkarte, kommt diese offen auf einen beliebigen Landeplatz. Hier spielt die Karte erst wieder eine Rolle, wenn später eine Fliege auf den entsprechenden Landeplatz fliegt, wenn nämlich die Farbe der Karte und der Fliege übereinstimmen, muss die Fliege sofort zwei Landeplätze weiter fliegen.

Die gezogenen Karte kann aber auch eine Klatschkarte sein. Auch diese Karte kommt auf einen ausliegenden Landeplatz. Befinden sich dort bereits Fliegen, werden diese zurück auf den Start gestellt.

Als dritte Möglichkeit kann man eine Fegekarte gezogen haben. Bei dieser Karte werden zwei Landeplätze vertauscht, wobei man nur Landeplätze tauschen darf, auf denen keine eigene Fliege steht.

Der letzte Kartentyp ist die Duftkarte. Zieht man diese Karte wird eine eigenen Fliege direkt einen Landeplatz weiterbewegt.

Wenn man eine Karte auf einen Landeplatz legt, auf dem bereits eine andere Karte liegt, wird die bereits ausliegende Karte auf den Ablagestapel gelegt. Auch die Fegekarten und die Duftkarte kommen nach ihrer Anwendung auf den Ablagestapel.

Nachdem die Fliegenkartenaktion durchgeführt wurde, bewegt der Spieler nun einer seiner Fliegen. Eine Fliege darf dabei entweder einen oder zwei Landeplätze weit fliegen. Landet man auf einem Landeplatz mit einer Flugkkarte muss die Fliege wie erwähnt direkt zwei Felder weiter gezogen werden, wenn die Karte die gleiche Farbe wie die Fliege hat. Landet man auf einem Feld mit einer Fliegenklatsche, muss die Fliege zurück zum Start. Sobald eine Fliege das Zielfeld erreicht, hat sie ihren Job getan und kann den Schmaus genießen und sobald der erste Spieler seine vier Fliegen ins Ziel gebracht hat, hat dieser das Spiel gewonnen.

Wie man vielleicht erkennen kann, ist „Fliegenschmaus“ ein simples Spiel, für Kinder aber ein ganz großer Spaß. Wann darf man schonmal einen Scheißhaufen auf dem Tisch platzieren und muss auch noch versuchen diesen als erstes zu erreichen? Die unterschiedlichen Kartentypen sorgen auch dafür, dass bei den Mitspielern immer wieder Schadenfreude aufkommt. Wenn man die Fliegen des Gegners mit einer Klatschkarte kurz vor dem Ziel von Tisch fegt oder mit der Fegekarte dafür sorgt, dass gut platzierte Fliegen sich plötzlich wieder weiter hinten wiederfinden, ist die Schadenfreude groß, der Ärger bei den Mitspielern allerdings auch und man kann sich sicher sein, dass diese sich sicher bald rächen wollen.

Auch was die Spielzeit angeht, kann „Fliegenschmaus“ überzeugen. Eine Runde dauert gut 15 bis 20 Minuten, was zum einen kurz genug ist um eine zweite Runde zu spielen und zum anderen auch dafür sorgt, dass Kinder die gesamte Spielzeit mit voller Aufmerksamkeit spielen und nicht die Lust verlieren.

Dietmar Keusch hat mit „Fliegenschmaus“ ein wirklich tolles Spiel abgeliefert, was perfekt in das Verlagsprogramm von HABA passt. Das Spiel ist natürlich nicht sehr komplex, bietet durch die unterschiedlichen Kartentypen aber genug Abwechslung, so dass das Fliegenrennen nicht langweilig wird. Alleine die Aufmachung sorgt dabei schon dafür, dass man schmunzeln muss und der Spielspass, den die freche Aufmachung von „Fliegenschmaus“ verspricht kann das Spiel in jedem Fall halten Wer auf der Suche nach einem frisch-frechen Rennspiel ist, trifft hier eine gute Entscheidung,

Fakten:

Name: Fliegenschmaus
Autor: Dietmar Keusch
Grafik: Kai Pannen
Verlag: HABA
Jahr: 2015
Genre: Brettspiel
Spieler: 2 – 4 Spieler
Spieldauer: ca. 15 Minuten
Alter: ab 6 Jahren

Unsere Wertung:

Gnislew
Yelref
Schnaetty
hwe
kat
Loki
Durchschnitt:

Leserwertung
[Total: 0]

Blood Bowl 2: Brutales Fantasy Football

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Brett- und Rollenspielern ist „Blood Bowl“ schon lange ein Begriff. Über viele Jahre konnte man diese in einer Fantasywelt angesiedelte brutale American Football Variante als Table Top Strategiespiel aus dem Hause Games Workshop spielen und auch heute, wo das Spiel nicht mehr in den Läden erhältlich ist, hat „Blood Bowl“ noch viele Fans.

Vor einigen Jahren bekam „Blood Bowl“ bereits eine Umsetzung für die Xbox 360 spendiert und noch folgte auf der Xbox One der Nachfolger „Blood Bowl 2“.

Wie bereits erwähnt handelt es sich bei „Blood Bowl“ um eine brutale Variante des American Football. In einer Partie „Blood Bowl“ stehen sich immer zwei Teams auf dem Rasen gegenüber und versuchen einen mit Spikes besetzen Football in die gegnerische Endzone zu bringen. So treten Zwerge zum Beispiel gegen Menschen an und mit fairen Mitteln wird selten gekämpft.

Titus Tentakel: Ausschlagende Arme

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HABA ist für seine Kinderspiele bekannt und seit vielen Jahren sind die Spiele aus diesem Haus ein fester Bestandteil in vielen Kinderzimmer. Mit „Titus Tentakel“ hat HABA nun ein neues Kinderspiel im Handel, wo direkt in der Spielschachtel gespielt wird und mit einem tollen 3D-Look ausgestattet hat. In der Mitte des Spielbretts sitzt nämlich Titus Tentakel und wartet auf unachtsame Spielfiguren.

Um eine unterhaltsame Partie „Titus Tentakel“ spielen zu können muss zunächst einmal das Spiel aufgebaut werden. Dies ist bei „Titus Tentakel“ etwas mehr Arbeit als nur den Spielplan aus der Schachtel zu nehmen, denn schließlich wird direkt in der Schachtel gespielt, geht aber dennoch sehr schnell von der Hand.

Um das Spiel aufzubauen, wird der Spielplan samt Titus Tentakel einmal aus der Schachtel genommen. Nun werden die Spielfiguren in Form von Schiffen, die Siegpunkte und Form von Münzen, der Farbwürfel und die beiden Einsteckfelsen aus dem Inlay genommen und anschließend der Spielplan zurück in die Schachtel gestellt. Nun werden noch die beiden Felsen an die dafür vorgesehen Stelle des Plans gesteckt und schon ist der Spielplan vorbereitet.

Jeder Spieler bekommt nun die zwei Schiffe der vom ihm gewählten Farbe und stellt diese auf das Startfeld. Die Münzen wiederum kommen auf das Schatzfeld. Nun kann der Startspieler beginnen.

Reihum kommen die Spieler an die Reihe und der Spieler der am Zug würfelt in seinem Zug mit dem Farbwürfel. Anschließend zieht der jeweilige Spieler eines seiner Schiffe auf ein Feld der gewürfelten Farbe. Dabei gelten folgenden Zugregeln.

  • Gezogen wird immer nur vorwärts. Schiffe bewegen sich nie zurück.
  • Auf jedem Farbfeld darf immer nur ein Schiff stehen
  • Ist das nächstgelegene Farbfeld der gewürfelten Farbe, wird auf das Schiff auf das nächste freie Schiff der Farbe gezogen
  • Ist kein passendes Farbfeld auf dem Weg des Schiffes frei, zieht das Schiff direkt auf das Schatzfeld
  • Wurde die Farbe Rot gewürfelt, dann wurde Titus Tentakel geweckt, der nach dem Zug des Spielers aktiviert ist.

Und genau dieser Titus Tentakel sorgt dann auch für ein wenig Chaos und Schadenfreude. Wenn Titus Tentakel aktiviert werden muss, darf der Spieler der rot gewürfelt hat diesen zunächst einmal beliebig drehen. Anschließend wird der Kopf von Titus Tentakel vom aktiven Spieler gedrückt, wodurch die Fangarme von ihm blitzschnell nach außen schießen. Dadurch können Schiffe auf dem Spielplan getroffen werden. Fällt ein Schiff durch einen Treffer nun auf den etwas tieferliegenden Teil des Spielplans, kommt das betroffene Schiff zurück auf das Startfeld. Schiffe, die einfach nur umfallen oder nicht so weite rutschen, dass sie den tieferen Teil berühren hatten Glück und werden einfach wieder ordentlich auf dem Farbfeld platziert auf dem sie vorher standen. Und ja, auch eigene Schiffe sind nicht vor den Fangarmen von Titus Tentakel sicher. Schutz bieten nur die beiden Einsteckfelsen, denn die Farbfelder hinter den Felsen sind für die Arme von Titus Tentakel nicht erreichbar.

Erreicht ein Schiff nun das Schatzfeld, bekommt der Spieler dem das Schiff gehört zur Belohnung eine Münze. Das Schiff selber fährt von dort direkt weiter auf das Startfeld und startet eine neue Fahrt zum Schatzfeld.

Sobald es einem Spieler gelungen ist drei Münzen zu ergattern darf sich dieser, zumindest bis zur Revanche, König der Piraten und Freibeuter nennen und wird zum Sieger erklärt.

Mit „Titus Tentakel“ ist HABA ein fantastisches Kinderspiel gelungen. Klar, das Spiel lebt natürlich von seinem Gimmick mit den rausschnellenden Tentakelarmen, dennoch weiß das Spiel vor allem die Zielgruppe zu begeistern. Dadurch, dass „Titus Tentakel“ schnell gespielt ist, lädt das Spiel dazu ein auch gleich mehr als eine Runde zu spielen und sich so immer und immer wieder darüber zu freuen, wenn die Schiffe der anderen Spieler von den Tentakelarmen vom Brett gefegt werden.

„Titus Tentakel“ ist vielleicht nicht das tiefgehenste Spiel, aber ein Spiel was verdammt gut aussieht und dem eben der fehlende Tiefgang nicht schadet. Hier kommt eine Spaßgranate auf den Tisch, die ihre Schwäche in eine Stärke umwandelt. Leo Colovini hat es geschafft ein rundum gelungenes Kinderspiel zu erschaffen, bei dem Erwachsene gerne mitspielen und das für viele Runden Spaß sorgt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass jedes Kind, was einmal „Titus Tentakel“ gespielt hat dieses Spiel immer und immer wieder spielen will und sicher gerne bei den Freunden erzählt, wie die elterlichen Schiffe von Titus Tentakel vom Spielplan gefegt wurden. So muss ein Kinderspiel sein!

Fakten:

Titel: Titus Tentakel
Autor: Leo Colovini
Grafik: Paletti Grafik
Verlag: HABA
Erscheinungsjahr: 2015
Kategorie: Brettspiel/Würfelspiel
Spieler: 2 – 4 Spieler
Spieldauer: ca. 10 – 15 Minuten
empfohlenes Alter: ab 4 Jahren
Inhalt: 1 Spielplan, 1 Titus Tentakel, 8 Schiffe (je 2 Schiffe pro Farbe), 9 Münzen, 1 Farbwürfel, 2 Einsteckfelsen, 1 Spielanleitung (6 sprachig)

Unsere Wertung:

Gnislew
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Schnaetty
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kat
Loki
Durchschnitt:

Leserwertung
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Die Bildrechte für das Beitragsbild liegen bei HABA.

Gipfelstürmer: Ziegenrennen zur Bergspitze

Friedemann Friese ist in der Spielebranche für seine markanten grünen Haare bekannte. Viele seiner Spieler erscheinen bei seinem eigenen Verlag 2F-Spiele, doch nicht ausschließlich. Für AMIGO hat er nun das Spiel „Gipfelstürmer“ entwickelt, bei dem die Spieler die Rolle von Ziegen übernehmen die ein Rennen zur Bergspitze des Mount Friese veranstalten.

Qwixx Big Points: Noch mehr Punkte

Mit „Qwixx“ ist dem Nürnberger Spielkarten Verlag ein ganz großer Wurf bei den Würfelspielen gelungen. 2013 auf der Nominierungsliste zum Spiel des Jahres hat „Qwixx“ mittlerweile viele Spielerherzen gewonnen. Nach einem Kartenspielableger und den Wertungsvariante „Qwixx gemixt“, gibt es nun eine weitere Wertungsvariante von „Qwixx“, die auf den Namen „Qwixx Big Points“ hört. Wie der Name schon vermuten lässt erlaubt es der Wertungszettel nun noch mehr Punkte zu sammeln.

Qwinto: Zahlen! Überall Zahlen!

Der Nürnberger Spielkarten Verlag ist für seine kompakten Spiele bekannt und spätestens seit seinem Würfelspielhit „Qwixx“ auch der breiten Masse ein Begriff. Nach den beiden ebenfalls gelungenen Spielen „Träxx“ und „The Game“ kommt mit „Qwinto“ nun ein neues Würfelspiel. Anders als bei „Qwixx“ ist bei „Qwinto“ allerdings nicht Steffen Benndorf der kreative Kopf hinter dem Spiel, sondern das Autorenduo Uwe Rapp und Bernhard Lach. Und auch wenn „Qwinto“ und „Qwixx“ auf den ersten Blick sehr ähnlich wirken, spielen sich beide Spiele völlig unterschiedlich.

„Shuffle – Transformers“: Roboterkämpfe

Elektronik und Brettspiele verbinden ist keine neue Sache. Yvio war zum Beispiel so ein Versuch und Ravensburger ist mit TipToi recht erfolgreich in diesem Bereich. Smartphones und Tablets bringen in diesem Bereich aber ganz neue Möglichkeiten. Es gibt kaum noch jemanden ohne ein solches Gerät und so lassen sich Spiele mit elektronischer Unterstützung preisgünstiger ohne teure Zusatzhardware ausliefern. Eine Spielreihe die voll auf diese Möglichkeit setzt ist die „Shuffle“-Reihe von ASS Altenburger, aus der heute das Spiel „Shuffle – Transformers“ einmal näher beleuchtet wird.

„Shuffle – Wer ist es?“: Welche Person ist gesucht?

Elektronik und Brettspiele verbinden ist keine neue Sache. Yvio war zum Beispiel so ein Versuch und Ravensburger ist mit TipToi recht erfolgreich in diesem Bereich. Smartphones und Tablets bringen in diesem Bereich aber ganz neue Möglichkeiten. Es gibt kaum noch jemanden ohne ein solches Gerät und so lassen sich Spiele mit elektronischer Unterstützung preisgünstiger ohne teure Zusatzhardware ausliefern. Eine Spielreihe die voll auf diese Möglichkeit setzt ist die „Shuffle“-Reihe von ASS Altenburger, aus der heute das Spiel „Shuffle – Wer ist es?“ einmal näher beleuchtet wird.